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Internationaler Tag der Armutsbekämpfung -
AGEZ-Resolution |
AGEZ drängt die Staatssekretäre Winkler und Matznetter
auf Entwicklungszusammenarbeits-Stufenplan
NGOs fordern zum Tag der Armutsbekämpfung mehr und bessere EZA und fairen
Welthandel
Wien, 16. Oktober 2008 – Die im Dachverband AGEZ zusammengeschlossenen 33
entwicklungspolitischen NGOs (Nichtregierungsorganisationen) haben gestern
bei ihrer Jahrestagung neuerlich einen konkreten und verbindlichen
Stufenplan zur Erreichung der internationalen Vereinbarung gefordert: Bis
2010 sollen 0,51% und bis zum Jahr 2015 0,7% des BNE für
Entwicklungszusammenarbeit aufgebracht werden. Nicht zuletzt auch auf
Druck der AGEZ arbeiten die Staatssekretäre Matznetter und Winkler derzeit
an einem solchen Stufenplan, den sie zuerst im Herbst, mittlerweile zu
Jahresende vorlegen wollen. „Es braucht einen Stufenplan, der die
langfristige verbindliche Planung und Zusage der Mittel gewährleistet,
zusätzliche Mittel ohne Einrechnung von Entschuldungen bereitstellt und
der den Einsatz der Gelder für Prioritäten der Partnerländer zur
Reduzierung der Armut garantiert“, fordert die AGEZ-Geschäftsführerin
Elfriede Schachner.
Angesichts der 850 Millionen Menschen – davon 300 Millionen Kinder – die
täglich hungrig zu Bett gehen müssen, muss „frisches Geld“ für die
Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen fließen, um den
Menschen den Zugang zu Bildung, Gesundheit, Ernährung und Wasser
sicherzustellen. Gefordert wird ein glaubwürdiges Engagement der
Bundesregierung im Kampf gegen HIV/Aids. Die österreichische Bevölkerung
zeigt ihre Solidarität und ihren Willen, die Armut zu bekämpfen,
eindrucksvoll mit ihren Spenden. Auch die Regierung muss ihre
international gemachten Zusagen endlich umsetzen.
Der 17. Oktober ist der Internationale Tag der Armutsbekämpfung und der
Aktionstag der internationalen NGO-Kampagne „Global Call to action against
Poverty“. Die AGEZ fordert im Einklang mit der Kampagne die Einlösung der
internationalen Verpflichtungen, um die UN-Millenniumsentwicklungsziele –
die Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015 – zu erreichen, zu denen sich
Österreich bekannt hat. Weltweit fordern daher am 17.10. die
Entwicklungsorganisationen mehr Quantität und Qualität der
Entwicklungszusammenarbeit und ein gerechtes Welthandelssystem, um die
weltweite Armut und Ungleichheit zu beenden. Gerade die derzeit
verhandelten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den AKP-Ländern
(Afrika, Karibik und Pazifik) lassen massive negative Auswirkungen auf die
Bevölkerungen armer Länder befürchten.
International geht die Diskussion um zusätzliche Gelder im Oktober weiter,
wenn die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Thema
Entwicklungsfinanzierung diskutiert. Bei diesem Vorbereitungstreffen für
die UN-Konferenz in Doha 2008 werden unterschiedliche Finanzierungsquellen
diskutiert. Die AGEZ fordert die österreichischen EntscheidungsträgerInnen
auf, sich aktiv für alternative Finanzierungsvorschläge wie z.B. die
Devisentransaktionssteuer oder eine Abgabe auf Flugtickets einzusetzen.
Dringend notwendig sind auch die Bekämpfung der Kapitalflucht in armen
Ländern und mehr Steuergerechtigkeit. „Im österreichischen Parlament
wurden bereits Vorschläge wie Devisentransaktionssteuer und Besteuerung
von Flugbenzin schon mehrmals diskutiert. Es ist Zeit, dass den
Ankündigungen endlich Taten folgen“, so die AGEZ-Geschäftsführerin.
Rückfragen richten Sie bitte an:
Mag. Elfriede Schachner, AGEZ-Geschäftsführerin
Tel: 01/317 40 16, 0699 101 888 57
Druckversion (pdf): www.oneworld.at/agez/PA-Resolution-2007.pdf
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