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AGEZ-Stellungnahme zum
Entwurf eines Bundesgesetzes über die Leistung eines österreichischen
Beitrages zu dem bei der Internationalen Entwicklungsorganisation
eingerichteten Treuhandfonds für hochverschuldete, arme Länder
(HIPC-Trust-Fund)
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Die AGEZ
(Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit, Dachverband der österreichischen
entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen) begrüßt den vom
Bundesministerium für Finanzen vorgelegten Entwurf über die Beteiligung
Österreichs an der HIPC-Initiative (im Rahmen des bei der Internationalen
Entwicklungsorganisation eingerichteten HIPC-Trust-Fund).
Grundsätzlich sind alle
Anstrengungen, die eine Lösung der Schuldenkrise der hochverschuldeten,
verarmten Länder (HIPC) in Afrika, Asien und Lateinamerika zum Ziel
haben, positiv zu bewerten. Die HIPC-Initiative ist ein notwendiger –
wenngleich nicht völlig ausreichender – Schritt in diese Richtung.
Deshalb ist eine gesicherte Finanzierung der internationalen
Vereinbarungen im Rahmen der HIPC-Initiative erforderlich und zu unterstützen.
Multilaterale Verschuldung
stellt für viele HIPCs ein großes Problem dar, das sich in Zukunft noch
weiter verschärfen wird. Daher ist die im vorliegenden Gesetzesentwurf
angestrebte zusätzliche finanzielle Unterstützung von Seiten Österreichs
dringend geboten. Grundsätzlich ist jedoch festzuhalten, dass das Problem
zu hoher multilateraler Verschuldung nicht ständig durch bilaterale
Zuwendungen, sondern letztlich durch Eigenleistungen der multilateralen
Finanzinstitutionen zu lösen sein wird.
Bezugnehmend auf §1 (2), für
die neben den unmittelbaren Kosten der Schuldenreduktion angesprochenen
maximal ATS 40 Millionen zur Finanzierung von Programmen zur technischen
Unterstützung der Schuldnerländer bereitzustellen, ist Folgendes
anzumerken: Im Sinne einer effektiven Mittelverwendung ist
sicherzustellen, dass
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diese Mittel zum Aufbau
von Kapazitäten für ein kompetentes Schuldenmanagement in den
betroffenen Ländern bereitstehen und
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bei einer Verwendung
der Mittel im Rahmen der Planung, Implementierung und Kontrolle der
Poverty Reduction Strategy Papers (PRSP) eine partizipative
Beteiligung der Zivilgesellschaft sichergestellt ist.
Wien, am 18. April 2001