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AGEZ-PRESSEMITTEILUNG
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Die in der AGEZ zusammengeschlossenen entwicklungspolitischen NGOs haben in ihrer Mitgliederversammlung am 6. November 2001 folgende Resolution beschlossen: Die
Terroranschläge vom 11. September in New York und Washington haben
tausenden un- schuldigen Menschen das Leben gekostet. Eine weltweite
Koalition gegen den Terrorismus war die Folge, aber auch Militarismus
sowie ein bedenklicher Umgang mit Grundlagen der Rechtsstaatlichkeit
nahmen in vielen Staaten überhand. Der Krieg gegen Afghanistan und die
Sorge des Einsatzes von biologischen Waffen führten zu weltweiter
Unsicherheit und Angst.
Die VertreterInnen der AGEZ wollen auf das Leiden unschuldiger Menschen hinweisen, die in diesen Tagen in Afghanistan zu Opfern wurden oder als Flüchtlinge Schutz suchen. Ihr Leid wird in den nächsten Wochen mit dem beginnenden Winter in Afghanistan noch verschärft. Wir fordern dringlich, daß Österreich dazu beiträgt, die Möglichkeiten der internationalen Organisationen voll zu nutzen um das Leid der Menschen in Afghanistan und die Not der Flüchtlinge an den Grenzen Afghanistans zu verringern. Angesichts des ungeheuren Flüchtlingselends darf Österreich nicht daran denken, seine Asylbestimmungen zu verschärfen. Wer
Terror nicht will muß dort ansetzen, wo oft die Wurzeln des Terrorismus
zu suchen sind: Armut, Hunger, Elend und Ungerechtigkeit. Nachhaltige
Entwicklungspolitik ist als Aufgabe der reichen Länder dringlicher denn
je. Die Kinder der Flüchtlinge aus Afghanistan dürfen nicht zur nächsten
Generation des Terrors heranwachsen. Rückfragehinweis: Mag. Elfriede Schachner Wien, am 7. November 2001 Die
AGEZ (Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit) ist der Dachverband
von 28 entwicklungspolitischen österreichischen NGOs
(Nichtregierungsorganisationen). Sie widmen sich der
Entwicklungszusammenarbeit mit Partnerorganisationen im Süden und
machen entwicklungspolitische Bildungs-, Kultur-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit
in Österreich. Die Mitgliedsorganisationen fördern den gerechten Handel
zwischen Süd und Nord und befassen sich mit der wissenschaftlichen
Dokumentation von Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit.
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