AGEZ-POSITIONSPAPIER
AGEZ-Bericht zur entwicklungspolitischen Kohärenz Österreichs

Entwicklungspolitische Kohärenz - zwischen Anspruch und Wirklichkeit

(30. November 2007)
Die Forderungen nach einer kohärenten Politik sollen einem verkürzten Politikverständnis entgegenwirken, welches Entwicklungszusammenarbeit nur als humanitäres und soziales Anliegen versteht. Für die AGEZ ist Kohärenz eine politische Aufgabe: Ohne Kohärenz zwischen EZA und diesen Politikbereichen ist es praktisch unmöglich, nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit umzusetzen.

Entwicklungspolitische Kohärenz bedeutet, dass die Umsetzung der Ziele der Entwicklungspolitik (Armutsbekämpfung, Schutz der natürlichen Ressourcen, Frieden usw.) durch andere Politikfelder (wie insbesondere Wirtschafts-, Landwirtschafts-, Handels-, Finanz-, Umwelt-, Sicherheits-, Migrations- und Klimapolitik), die Auswirkungen auf die Menschen in den Ländern des globalen Südens haben, nicht behindert werden darf. Alle Politikfelder, die Auswirkungen auf Entwicklungsländer besitzen, sollen die Ziele der Entwicklungspolitik unterstützen, um auf diese Weise zur Erreichung der Millennium Development Goals beizutragen. Entwicklungspolitische Kohärenz ist nicht nur in der Politik Österreichs, sondern insbesondere innerhalb der Politik der Europäischen Union und der internationalen Organisationen anzustreben und zu verfolgen.

>> AGEZ-Bericht zur entwicklungspolitischen Kohärenz Österreichs (pdf)