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AGEZ-POSITIONSPAPIER
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Wien. Ein halbes
Jahr vor dem Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung (Rio + 10) in
Johannesburg nützt die NGO-Plattform für Umwelt und Entwicklung die
heutige Veranstaltung “Voraus schauen. Zukunft bauen” in der Hofburg, um
die verantwortlichen Politiker wiederum in die Pflicht zu nehmen. Die NGOs
fordern erneut die Umsetzung eines bereits im Herbst an die relevanten
Ministerien übergebenen Forderungskatalogs zur sozial gerechten und
ökologisch nachhaltigen Entwicklung. Dazu gehören unter anderem die
Ausweitung des Budgets für Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7 Prozent des
BIPs bis 2010 und die Errichtung einer Koordinierungsstelle für
Nachhaltigkeit.
“Viele unserer
Forderungen betreffen mehrere Ministerien gleichzeitig. Österreich
benötigt daher eine Koordinierungsstelle für Nachhaltigkeit mit
politischen Mandat, um das Problem der fehlenden politischen
Zuständigkeiten zu lösen und die Umsetzung der geforderten Maßnahmen zu
garantieren,” betont Johanna Mang, Geschäftsführerin von CARE Österreich
und Vertreterin der NGO-Plattform in ihrem Statement während der heutigen
Veranstaltung.
Eine der
wesentlichsten Forderungen der NGOs ist ein Stufenplan zur Steigerung der
öffentlichen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7 Prozent des
BIP bis zum Jahr 2010. Dieses Anliegen wird bereits im März bei der in
Mexiko stattfindenden UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung
diskutiert. Das Ergebnis dieser Konferenz wird Signalwirkung für den
Nachhaltigkeitsgipfel in Johannesburg haben. Für die kurzfristige
Umsetzung von notwendigen Maßnahmen fordert die NGO-Plattform zusätzlich
die Errichtung eines Ressourcenfonds. 42 führende
Umwelt- und Entwicklungsorganisationen hatten sich bereits im Herbst 2001
zur NGO-Plattform für Umwelt und Entwicklung zusammengeschlossen, um durch
gemeinsame Aktionen die österreichische Regierung bis zum Weltgipfel Rio
+10 im August an ihre Verantwortung für eine sozial gerechte und
ökologisch nachhaltige Entwicklung der Welt zu erinnern. Dazu wurde ein
umfassender Forderungskatalog erstellt und an die relevanten Ministerien
übergeben.
Der
Forderungskatalog “Rio+10” ist auf
www.oneworld.at/agez abrufbar und beinhaltet
Forderungen für eine nachhaltige zukunftsfähige Politik zu den Themen
Wasser, Klima/Energie, Verkehr, Land- und
Forstwirtschaft/Ernährungssouveränität, Ressourcenverteilung,
Biodiversität, Fairer Handel, Armutsbekämpfung, Entwicklungsfinanzierung,
Menschenrechte und Zivilgesellschaft. Weitere Informationen zum
Nachhaltigkeitsgipfel unter :
www.worldsummit2002.de;
www.rio10dk;
www.johannesburgsummit.org Rückfragehinweis:
Mag. Elfriede Schachner, AGEZ-Geschäftsführerin, Tel: 01/317 40 16 oder
0699/107 66 216; E-mail:
agez-office@utanet.at Wien, am 22.
Februar 2002
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