|
|
AGEZ-PRESSEMITTEILUNG
|
|
|
|
41 führende Umwelt- und Entwicklungsorganisationen stellen ihren Forderungskatalog an die Regierung vor und präsentieren sich als "NGO-Plattform für Umwelt und Entwicklung", die sich zum Ziel gesetzt hat, die österreichische Regierung an ihre Verantwortung zu erinnern. Anlass ist die Nachfolgekonferenz des Weltgipfels für Umwelt und Entwicklung "Rio + 10", die genau in einem Jahr in Johannesburg stattfinden wird. "Die Allianz der österreichischen Entwicklungs- und Umweltorganisationen wird neue Qualität im Engagement zur Armutsbekämpfung und zum Ressourcenschutz bringen. Diese Themen sind so eng miteinander verknüpft, dass nur ein gemeinsames Arbeiten nachhaltige Lösungen garantiert", ist Johanna Mang von CARE überzeugt. "Die meisten Forderungen der österreichischen NGOs an die Regierung aus dem Rio-Konferenz-Jahr 1992 könnten auch heute noch 1:1 übernommen werden. In einigen Punkten ist die Situation sogar dramatisch schlechter geworden", so Wolfgang Mehl vom Klimabündnis Österreich. Er fordert eine ökologische Steuerreform als ersten Schritt für eine nachhaltige Klima- und Energiepolitik. "Es benötigt mehr Solidarität und Unterstützung für Mensch und Natur zur Lösung der weltweiten Probleme. Österreich muss seine Verantwortung endlich übernehmen und Handlungen setzen", mahnt Stefan Moidl vom WWF. "Die österreichische Regierung soll sich bei der WTO-Runde in Qatar im November dafür einsetzen, dass Wasser nicht privatisiert werden darf". Die NGO-Plattform für Umwelt und Entwicklung stellt Forderungen zu den Themen Klima, Wasser, Energie und Verkehr auf und positioniert sich auch zu Fragen der Finanzen und Wirtschaft. Sie fordert beispielsweise die Übernahme der Prinzipien des Fairen Handels in die Weltwirtschaftsordnung. "Österreich ist in der Unterstützung des Fairen Handels auf einem guten Weg. Österreich soll mit gutem Beispiel vorangehen und in der öffentlichen Beschaffung selbst die sozialen und ökologischen Mindeststandards vorschreiben, die Fair Trade-Produkte auszeichnen" so Helmut Adam von TransFair. Wesentliche Bestrebungen zu diesem groß angelegten
Zusammenschluss der Entwicklungs- und Umweltorganisationen gehen auf die
Initiative der AGEZ zurück, dem Dachverband der
Entwicklungsorganisationen. Die NGO-Plattform für Umwelt und
Entwicklung wird in den kommenden 12 Monaten darauf drängen, dass ihre
Forderungen seitens der Regierung erfüllt werden und möchte sich als
als Teil der Zivilgesellschaft in die Entscheidungsprozesse und
Monitoring-Strukturen zur Umsetzung integriert wissen. Der Forderungskatalog ist auf www.oneworld.at/agez abrufbar und beinhaltet Forderungen für eine nachhaltige zukunftsfähige Politik zu den Themen Wasser, Klima/Energie, Verkehr, Land- und Forstwirtschaft/Ernährungssouveränität, Ressourcenverteilung, Biodiversität, Fairer Handel, Armutsbekämpfung, Entwicklungsfinanzierung, Menschenrechte und Zivilgesellschaft.Rückfragehinweis: Mag. Elfriede Schachner, AGEZ-Geschäftsführerin, Tel: 01/317 40 16 oder 0699 107 66 216; E-mail: agez-office@utanet.at Wien, am 3. September 2001
|