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Öffentliche Erklärung österreichischer
Nichtregierungsorganisationen für eine glaubwürdige Wald- und
Holzzertifizierung gemäss den Prinzipien und Kriterien des Forest
Stewardship Councils
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Die unterzeichnenden österreichischen
Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO's) und die Europäische
Geschäftsstelle des Klima-Bündnis der europäischen Städte mit
indigenen Völkern der Regenwälder
stellen sich öffentlich hinter das Zertifizierungssystem für
Waldwirtschaft des Forest
Stewardship Council (FSC). Die Forstwirtschaft, die Holz
verarbeitende Industrie, der Holzhandel
und Holzverkauf sowie die Konsumenten sind aufgefordert, die
Prinzipien und Kriterien des FSC
als Mindeststandard für verantwortungsvolle Waldwirtschaft
anzuerkennen und sich in Zukunft
auf das Zertifikat des FSC zu stützen. Die
Konsumenten sind zunehmend verunsichert angesichts der Vielzahl
verschiedener Labels, die in den
Geschäften verwendet werden und „nachhaltige Waldwirtschaft"
versprechen. Die unterzeichnenden
Organisationen sind überzeugt, dass das FSC-Logo zur Zeit sowohl
national als auch international
das einzige glaubwürdige Label für umwelt- und sozialverträgliche
Waldbewirtschaftung ist. Die Prinzipien
und Kriterien des FSC erachten sie daher als Mindestanforderungen
für jede Waldbewirtschaftung überall auf der Welt. Keines der
anderen Label, die momentan auf
dem Markt sind oder geplant sind, erfüllt einen ähnlich hohen
weltweit gültigen Standard wie
der FSC. Warum das FSC-Label
unterstützt wird:
• Es ist ökologisch
sinnvoll, weil es die Waldwirtschaft verbessert und weltweit zum
Erhalt der Wälder beiträgt. Das
Label richtet sich nach international erarbeiteten ökologischen
Waldnutzungsstandards, die eine
umweltverträgliche Waldbewirtschaftung definieren und in nationalen
Standards detailliert umgesetzt werden.
• Es ist
sozial verträglich: Das Label legt soziale Minimalkriterien für
die Waldwirtschaft fest und übernimmt
die von der Internationalen Arbeitsorganisation ILO erarbeiteten
Kriterien und Massnahmen zu
Weiterbildung, Unfallverhütung etc.
Es respektiert die Rechte der
lokalen und indigenen Bevölkerung.
• Es fördert
gerechte Entwicklung: Das Label bietet eine Alternative für Völker
in anderen Teilen der Welt. Durch
eine sanfte Waldbewirtschaftung können sich die Völker eine
wirtschaftliche Zukunft sichern.
• Es ist
wirtschaftlich: Durch den Zertifizierungsprozess werden die
Produktionsabläufe vieler Betriebe
verbessert. Das Zertifikat ist zudem ein glaubwürdiges
Marketinginstrument.
› Es
ist demokratisch: Drei Kammern (Umwelt, Soziale/Indigene und
Waldbesitzer/ Industrie) bestimmen
gemeinsam die Waldnutzungskriterien und die Organisation des FSC.
Eine Mitgliedschaft ist grundsätzlich
für jede Person, jede Organisation und jedes Unternehmen möglich.
• Es ist
transparent: Die Statuten und die Waldnutzungskriterien sind öffentlich.
Für jeden zertifizierten Wald
wird ein Waldnutzungbericht erstellt, der im Internet eingesehen
werden kann und genau informiert,
wie der entsprechende Wald genutzt wird.
• Es ist
nicht diskriminierend: Jeder Waldbesitzer aus jeder Region und aus
jedem Land der Erde kann sich um
das FSC-Zertifikat bemühen. Die
unterzeichnenden Organisationen vertreten die Auffassung, dass auch
das FSC-System noch verbesserungsfähig
ist und gestalten diesen Verbesserungsprozess aktiv mit.
Unterzeichnet bis 26. November 2001 von:
Caritas Österreich
Care Österreich
Gesellschaft für bedrohte Völker
Agez - Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit
Greenpeace Österreich
WWF Österreich
Global 2000
Diese Resolution wird unterstützt von der Europäischen
Geschäftsstelle des Klima-Bündnis der
europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder.
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