Mehr Ausgaben und weniger Gesundheit für die Yanomamis

Die Situation der Yanomamis in Brasilien verschlechterte sich, seitdem die Regierung 2004 die Gesundheitsversorgung der Indigenen übernommen hat.

Seitdem die brasilianische Nationale Gesundheitseinrichtung (Fundação Nacional de Saúde - Funasa) im Jahr 2004 die direkte Verwaltung der indigenen Gesundheitsversorgung von den NGOs übernommen hatte, haben sich die Ausgaben für die Behandlung der Yanomamis mehr als verdoppelt. Dies bedeutet aber keineswegs mehr Gesundheit für die Yanomamis. Die Zahl der Malariafälle vervierfachte sich von 418 im Jahr 2003 auf 1645 im Jahr 2005. Die NGO Urihi ist auf die Gesundheitsversorgung der Yanomamis spezialisiert und war für 50% der Yanomami Bevölkerung, demzufolge für 8 Millionen Menschen im Gebiet zwischen Roraima und Amazonien, verantwortlich. Die jährlichen Ausgaben dieser Organisation betrugen insgesamt 8,4 Millionen R$ (umgerechnet etwa 3,36 Millionen €) und beinhalten bereits alle Kosten. Im Vergleich dazu erhöhten sich die Ausgaben der Regierung auf 15 Millionen R$ (ca. 6 Millionen €) und beinhalten nicht die Medikamenten- und Transportkosten. Für eine Stunde Flug verrechnete die NGO Urihi 690R$ (ca. 276€) und die Regierung 1300R$ (ca. 520€).

Die Funasa hat einen anderen Weg eingeschlagen und hat ein Abkommen mit der Universitären Einrichtung von Brasilia (Fundação Universidade de Brasilia - FUB) der Universität von Brasilia (UnB) unterzeichnet. Laut Alexandre Lima von der FUB/UnB ist der Anstieg der Malariafälle unter den Yanomamis auf die große Anzahl der infizierten Moskitos in Venezuela zurückführbar, die die Grenze überschritten haben. Quelle: Època 13.03.2006 http://www.editoraglobo.com.br Grafik: http://www.cartercenter.org/images/countries/oepabrazil1.jpg Foto: http://www.realschule.passau.de/yanomami.jpg Beitrag von Gabriella Csanádi: 13.03.2006

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