Bauern zerstören Forschungslabors

Brasilien - Etwa 1500 Kleinbauern der brasilianischen Landlosenbewegung MST, drangen in den Morgenstunden des 8. März in eine Versuchsfarm des Zellstoff-Unternehmens Aracruz ein und zerstörten Forschungslabors und fast 5 Millionen Eukalyptus-Setzlinge.

Grund für die Protestaktion ist die Weigerung des Konzerns mehr als 11 000 Hektar Land an vertriebene Indianer und Afrobrasilianer zurückzugeben, sowie die Fortschreitende Verschmutzung des Trinkwassers durch dessen Produktionsmethoden. Auf einer Konferenz der Welternährungsorganisation FAO über Landreformen erklärten die Bauern anschließend: "Wenn die Eukalyptus-Plantagen weiter vorrücken, werden uns bald Trinkwasser und Land fehlen, um Lebensmittel anzubauen. Wenn die brasilianische Regierung den Hunger beenden wolle, müsse sie in eine Agrarreform investieren, anstatt Monokulturen zu fördern. Allein die Firma Aracruz habe in den drei Jahren Amtszeit von Präsident Lula da Silva Bundesmittel in Höhe von 750 Millionen Euro erhalten." Acracruz wurde bereits vergangenes Jahr Ziel von Landbesetzungsaktionen. Die Expansion der Eukalyptus-Monokulturen des Agrar-Konzerns wird aber trotzdem fortgesetzt. Größte Abnehmer des Zellstoffs von Aracruz sind die Multis Procter & Gamble (Tempo) und Kimberly-Clark (Kleenex, Hakle).

Quellen & Links: - taz vom 14.3.2006: http://www.taz.de - http://www.umwelt.org/robin-wood/ - guerilla news network: http://gnn.tv/ Beitrag von Markus Grohmann, 23.03.06

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