Schulbesuche steigen nach Reform

Nach jahrzehntelangen Rückschlägen schicken Afrikanische Länder nun mehr Kinder zur Schule, um die Bildungsqualität zu erhöhen. Es wird aber dennoch die Unterstützung von reichen Staaten nötig sein, um das Millenium-Ziel Nr.2 (Grundschulausbildung für alle Kinder) bis 2015 zu erreichen.

"Wir haben nun gesehen, dass Fortschritt möglich ist, wenn politischer Wille und die dazu notwendigen Ressourcen zusammenkommen", sagt Desmond Bermingham, der neue Leiter der Fast Track Initiative (FTI - http://www1.worldbank.org/education/efafti/ ). Schulbesuche sind in den Ländern der Sub-Sahara von 83 (Jahr 2000) auf 95 (Jahr 2002) Prozent gestiegen, was 17 Millionen neuen Schülern entspricht. Es sind 2004 aber nur 65% aller Kinder im Grundschulalter auch tatsächlich auf eine Grundschule gegangen, so die Statistikabteilung der UNESCO, und davon beenden nur 56% die Ausbildung. Etwa 40 Millionen Kinder in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara besuchen überhaupt keine Schule.

Obwohl Bildung als essentieller Bestandteil der Armutsbekämpfung, Wirtschafswachstum und der Bekäpfung von AIDS anerkannt wird, gibt es noch einiges zu tun, um den Fortschritt in dem Bereich zu beschleunigen. Bildung in Afrika und andere Entwicklungsregionen werden erwatungsgemäß eine große Rolle beim nächsten G8-Gipfel in St. Petersburg spielen (15.-17. Juli). "Die Herausforderung besteht jetzt darin, die Versprechungen in die Tat umzusetzen", so Bermingham. Das Vereinigte Königreich hat bereits im April zugesagt weitere 15 Milliarde USD über die nächsten 10 Jahre zur Verfügung zu stellen, die Europäische Kommission verprach 76 Millionen USD an die Fast Track Initiative, die im Jahr 2002 gegründen wurde, um das Verteilen der Gelder für die Bildung zu koordinieren und technische Unterstützung zu geben, damit ärmere Länder ihre Bildungssystem stärken können. Auch Russland hat 7 Millionen USD an die FTI zugesagt, dies ist der erste Beitrag Russlands zur Förderung weltweiter Bildung. Auch andere Länder, wie die Niederlande und Norwegen haben größere Beträge zur Initiative beigesteuert, allerdings braucht es ein Volumen von 10 Milliarde USD pro Jahr, um das Milleniumsziel bis 2015, und zwar 100 Millionen Kinder weltweit in Schulen zu schicken, zu erreichen. Der Erfolg der FTI lässt sich an den Zahlen leicht ablesen. In Kenia ist die Anzahl der Schulbesuche über Nacht um eine Million gestiegen, als man die Schulgebühren im Jahr 2003 abgeschafft hat. In Nigeria gab es einen Anstieg um 63%, nachdem 2,500 Lehrer pro Jahr angeheuert wurden.

Quelle: Worldbank Bild: http://www.pixelquelle.de

Share this:

Hinzufügen Del.icio.us Hinzufügen Facebook