Surinams Indigene und der Grenzkonflikt

Mit einer Petition protestieren indigene Gruppen im lateinamerikanischen Land Surinam gegen das Vordringen französischer Truppen in ihr Territorium. Einige glauben nun, dass ein ernsthaftes Grenzproblem mit Französisch – Guyana entstehen könnte.

Die Konfliktzone befindet sich südöstlich Surinams zwischen Marawijne und dem Litani See. Das Gebiet grenzt dabei an den Nachbarsstaat Französisch – Guyana. Das Problem dabei bildet die Inanspruchnahme dieses Territoriums vonseiten Französisch- Guayanas. Mitten in diesem Streit stehen indigene Gruppen, welche in dieser Zone leben und nun anscheinend Opfer dieses Konfliktes werden.

Somit wurde von der Organisation of Indigenous People of Suriname (OIS) eine Petition an den französischen Botschafter Jean – Marie Bruno übergeben. Auch der Präsident von Surinam Ronald Venetriaan bekam eine Kopie des Dokumentes.

Die Petition folgt dabei mehreren Vorfällen, welche in diesem Gebiet aufgetreten sind. So wurde berichtet, dass die französische Armee den indigenen Gruppen befiel in diesem Gebiet nicht mehr zu jagen und zu fischen. Ebenfalls sollen Truppen mehrere Minenausrüstungen von dort ansässigen Bergarbeitern zerstört haben. Der französische Botschafter bestätigte einen Zwischenfall in diesem Gebiet. Jedoch werde der Litani See als offizielle Grenze zu Surinam gesehen, weshalb die Truppen das Recht gehabt hätten sich mit den Minenarbeitern auseinanderzusetzen.

Surinams Präsident reagierte bereits auf die Petition und teilte mit, dass die Seiten beider Regierungen das Anliegen besprechen werden.

Ein weiteres Problem besteht jedoch darin, dass die französische Regierung vorschlägt aus diesem Territorium einen Naturschutzpark zu gestalten. Dies würde jedoch den indigenen Gruppen ihre Lebensgrundlage nehmen, da in diesem Fall Jagen und Fischen verboten wäre.

Nun wird befürchtet, dass sich diese Probleme zu einem noch stärkeren Grenzkonflikt zwischen beiden Ländern entwickeln könnten.

Im Allgemeinen verfügen Indigene in Surinam über keine kollektiven Landrechte. Einige Gruppen haben aus diesem Grund bereits ihre Situation und ihre Lage vor der Inter – American Commission on Human Rights und vor dem Inter – American Court on Human Rights vorgetragen.

Beitrag bearbeitet von Lukas Meus, 06.08.07

Quelle:
http://www.insideworld.com/

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