Ruanda: Ruanderin gewinnt den Africa Leadership Prize

Der Africa Leadership Prize ehrt jedes Jahr AfrikanerInnen, die außergewöhnliches Engagement im Kampf gegen Hungers auf nationaler, regionaler oder kontinentaler Ebene beweisen.

© andreas stix / www.pixelio.de

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Der Africa Prize geht an Menschen, die für die öffentliche Hand, Wissenschaft, Landwirtschaft, Bildung und Gesundheitswesen arbeiten und deren Handlungsweise Mut, Initiative, Kreativität und persönliche Aufopferung widerspiegeln. Die Absicht ist das Bewusstsein der Gesellschaft für die Arbeit dieser AfrikanerInnen zu schärfen und Unterstützung für sie zu schaffen.


Die Gründerin der ruandischen Organisation „Peace Baskets“ (Friedenskörbe) Janet Nkubana wurde als Mitpreisträgerin des Africa Prize for Leadership for the Sustainable End of Hunger 2008 geehrt.
Nkubana hat den Preis zusammen mit der somalischen Frauenrechtekämpferin, Faiza Jama Mohamed letztes Wochenende auf der Festgala in New York übernommen. Er ist US$ 100,00 wert.


Janet Nkubana ist die Gründerin und Präsidentin einer ruandischen Kunsthandwerksorganisation, die heimische Frauen zur wirtschaftlichen Stabilität befähigt. Ungefähr 4000 Frauen gehören der Organisation an, unter anderem Opfer vom Genozid, Witwen und HIV-positive Frauen. Nkubana will die Versöhnung der Tutsi und Hutu - Frauen bewirken, indem sie zusammen arbeiten, daher der Name „Peace Baskets“.


Die Organisation leitet Schulungen, in denen die Frauen Weben lernen, gleichzeitig aber auch Informationen über die Familienplanung, HIV/AIDS, das Finanzwesen und die Ernährung bekommen. Für die Frauen bedeutet die Angehörigkeit zu dieser Organisation einen aktiven Weg zur Selbstbestimmung – sie verdienen selbst ihr Geld, nehmen ihre Zukunft in die Hand und übernehmen Führungspositionen in ihren Gemeinden.
Zur Zeit werden somit 40 örtliche Genossenschaften und Interessenverbände überall in Ruanda verbunden.


Nkubana hat sich der Reihe der bisherigen PreisträgerInnen angeschlossen: Ellen Johnson Sirleaf (Liberia), Nelson Mandela (Südafrika), Wangari Mathai (Kenia), Graça Machel (Mosambik) und Joachim Chiçssano (Mosambik).


Übersetzt und angepasst von Natalija Povodnik, 20.10.2008


Quellen:  http://www.newtimes.co.rw/index.php?issue=13689&article=10066


 


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