Sri Lanka: Bevölkerung von Bürgerkrieg und Naturkatastrophen bedroht

Die LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam), eine paramilitärische Organisation, die in den von ihnen kontrollierten Gebieten auf Sri Lanka allein die Staatsgewalt ausübt, gibt sich noch nicht geschlagen. LTTE Chef und oberster Kommandant Velupillai Prabhakaran verkündete in seiner alljährlichen Radioansprache, dass die Rebellen den Krieg gegen die Regierung, um der Tamilen Willen, fortsetzen werden.

© wuestenfux / www.pixelio.de

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Der Bürgerkrieg in Sri Lanka geht somit weiter. Die LTTE kämpft dabei für die Unabhängigkeit des von Tamilen dominierten Nordens und Ostens Sri Lankas vom Rest der Insel, in dem mehrheitlich Singhalesen leben.

Die srilankische Armee fordert hingegen die sofortige Einnahme des LTTE-Machtzentrums in Kilinochchi. Prabhakaran daraufhin: „Die Regierung lebt wohl in einer Traumwelt, wenn sie sich militärischen Frieden erhoffen.“ Der srilankische Verteidigungsminister bezeichnet Prabhakaran Rede als „Schrei aus dem Totenbett“.

Kampf den Naturkatastrophen
Zu den militärischen Unruhen kamen in den letzten Tagen auch noch Naturkatastrophen hinzu, welche die lokale Bevölkerung bedrohen. Ununterbrochene Regenfluten in Vanni, einer der Tamilenhochburgen im Norden des Landes, bedrohen die in der Region Zurückgebliebenen ebenso, wie die seit Mitte September andauernde Kämpfe.

Die Menschen suchen sich Notunterkünfte in Schulen, Tempeln, Kirchen und öffentlichen Gebäuden. Laut Amnesty International sind knapp 300.000 Menschen obdachlos und von der Katastrophe betroffen. „Die srilankische Regierung muss ihre Blockaden-Politik sofort beenden, um die internationale Hilfe an Betroffene weiterleiten zu können“, so AI Asien-Pazifik Direktor Sam Zarifi.

Beitrag bearbeitet von Sandra Hoffellner, 05.12.2008


Quelle:
http://southasia.oneworld.net/todaysheadlines/ltte-chief-says-struggle-to-continue

http://southasia.oneworld.net/todaysheadlines/humanitarian-crisis-looms-large-over-idps

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