Wie Landminen Existenzen zerstören

Alle zwanzig Minuten wird ein Mensch Opfer einer Minendetonation. Was dies für die Betroffenen und ihr Umfeld bedeutet, schildert Reine-Marguerite Bayle auf sehr einfühlsame Weise in ihrem Buch „Landminen – Ein Bein für fünf Dollar“.

„Niedergeschmettert betrachtet er diese Konstruktion aus Plastik, Holz und Gummi. Prich fühlt Verzweiflung in sich aufsteigen. Er fragt sich, ob es nicht besser gewesen wäre, an jenem Tag im Wald zu sterben.“
In ihrem Buch „Landminen – Ein Bein für fünf Doller“ befasst sich die Autorin Reine-Marguerite Bayle sehr emotional mit diesem Thema. Den Rahmen für einen fachlichen Teil bilden die schicksalhaften Geschichten zweier Kinder, welche Opfer von Landminen wurden. Dabei handelt es sich um den Jungen Prich aus Kambodscha und das Mädchen Zaida aus Mosambik, welche beide nach der Amputation ihrer Gliedmaßen von der NGO Handicap International betreut wurden. Kambodscha und Mosambik sind äußerst massiv von Minen betroffen. Der Sachteil der Publikation fasst recht komplex Wissenswertes über Minen, ihre Bedeutung für Opfer sowie die internationale Vorgehensweise gegen Antipersonenminen und das Geschäft damit zusammen.
Das Buch ist bereits 1999 das erste Mal auf Deutsch erschienen. Seither hat sich einiges verändert. Dennoch eignet sich dieses Buch sehr gut als Einstieg zur Auseinandersetzung mit diesen Verbrechen.

Bayle, Reine –Marguerite: Landminen – Ein Bein für fünf Dollar. Elefanten Press, Edition 2002: “Ich klage an!”, 127 Seiten.

Beitrag bearbeitet von Sarah Scheil, 4.3.2009


Links:
Handicap International: http://www.handicap-international.de/
International Campaign to ban Landmines: http://www.icbl.org/



 

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