Prekäre Lage in den Sunderbans
Hilfe, die nicht eintrifft hat manchmal verheerendere Folgen als die eigentliche Katastrophe - wie derzeit in den Sunderbans in Ostindien. Das riesige Deltagebiet wurde am 25. Mai vom Zyklon Aila verwüstet.
Obwohl der Wirbelsturm verhältnismäßig wenige Todesopfer gefordert hat, sind die Auswirkungen für die Menschen in den Sunderbans einschneidend lebensverändernd. Drei Millionen Menschen sind dort von den Folgen des Zyklons direkt betroffen, 500 000 Häuser sind ganz oder teilweise zerstört, der meiste Viehbestand ist verendet. Durch Überschwemmungen mit dem salzhaltigen Wasser des Deltas sind die Felder für mindestens ein Jahr unbrauchbar geworden. Viele Menschen müssen nach wie vor unter freiem Himmel schlafen. Die Helfer in der Region fürchten das Ausbrechen von Seuchen, mit denen die Opferzahl massiv ansteigen könnte, wenn Hilfe nicht bald eintrifft und auch die bisher unzugänglichen Gebiete erreicht. |
