Uganda: HIV-resistente Menschen gefunden

Das Uganda Virus Research Institut (UVRI) führt eine interessante Studie durch. Die Forscher suchen nach Menschen, die HIV-resistent sind. Frühe Zeichen von solcher Resistenz sind tatsächlich gefunden worden, aussagekräftige Ergebnisse können jedoch erst nach Beendigung der Studie veröffentlich werden.

www.pixelio.de, Günter Havlena

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Die fünf Jahre lang laufende Studie soll 2010 beendet sein. Sie ist von US National Institute of Health und British Medical Research Council (MRC) unterstützt und stellt einen Teil der multi-nationalen Untersuchung dar, die das amerikanische HIV/AIDS Vaccine Immunology Zentrum sowie die britische Universität Oxford gemeinsam koordinieren.
Schon im Jahre 2002 haben zwei Forscher bekannt gegeben, dass sie in Uganda acht Menschen identifiziert haben, die Zeichen einer HIV-Resistenz aufwiesen. Die Menschen haben mehrere Jahre in (ungeschützten) sexuellen Beziehungen mit infizierten Partnern gelebt, die sind selbst aber von einer Krankheitsübertragung verschont geblieben. Es konnten in deren Blut weiße Blutkörperchen nachgewiesen werden, die nur bei einer Infizierung produziert werden. Da jedoch auch mit sophistizierten Tests keine HIV-Infektion zu sehen war, kann man daraus schließen, dass das Immunsystem das Virus selbst aus dem Körper beseitigt hat.
Heiner Grosskurth von MRC/UVRI erläutert dazu: „Eine HIV-Resistenz ist ein außerordentlich seltenes Phänomen, aber die Beweise zeigen inzwischen, dass es resistente Menschen gibt: zwar in kleiner Zahl, aber weltweit.“ Sie zu erforschen könnte es den Wissenschaftlern ermöglichen, einen Impfstoff gegen HIV zu entwickeln. Weltweit versuchen dies viele Forscher, doch Grosskurth warnt:„Es gibt noch keinen Durchbruch. Es könnte noch Jahre dauern, bevor gute Kandidaten für eineImpfstoffforschung bereitstehen.“

Beitrag bearbeitet von Natalija Povodnik, 09.04.2009


Quelle:
http://allafrica.com/stories/200904040009.html

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