Guatemala: Aufarbeitung des Traumas

In Guatemala widmet sich ein von der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gefördertes Projekt von GEZA in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation ECAP der psychosozialen Begleitung von Angehörigen der während des Bürgerkrieges in den 1980ern „Verschwundenen“.

www.geza.at

www.geza.at

Durch Exhumierung der Toten und eine würdevolle Bestattung soll den oft traumatisierten Angehörigen die Chance auf einen Heilungsprozess gegeben werden.


Der erste Schritt zur Heilung: nicht wegschauen

Das Projekt von GEZA, der Gemeinnützigen Entwicklungszusammenarbeit GmbH, und ECAP, Equipo de Estudios Comunitarios y Acción Psicosocial de Guatemala, beinhaltet die Suche nach den „Verschwundenen“ und die psychosoziale Betreuung der Angehörigen, während sie ihre Vermissten suchen. Die Arbeit findet dabei auf drei Ebenen statt: Die betroffenen Personen werden im individuellen, familiären oder dörflichen Kontext betreut; die Arbeit wird dokumentiert; und schließlich beteiligt man sich an der internationalen Vernetzung und der Diskussion um die notwendigen Standards bei Exhumierungen.

Im Hintergrund der Exhumierungen steht der Gedanke, dass die Heilung eines traumatischen Erlebnisses, wie es viele GuatemaltekInnen während des staatlichen Vernichtungsfeldzuges gegen die indigene Bevölkerung und der „Politik der verbrannten Erde“ erfahren mussten, erst möglich wird, wenn man die erlittenen Wunden beachtet und nicht wegschaut. Es ist besser, das Risiko einzugehen, dabei vielleicht einen schmerzvollen Weg zu beschreiten als die seelischen Wunden zu ignorieren und somit unbehandelt zu lassen, denn Menschen leiden mehr darunter, wenn die Wunde aufgrund des Nicht-Hinschauens offen bleibt. Der Ansatz von ECAP ist daher ein umfassender, der die Betroffenen von Anfang an begleitet und psychologische Unterstützung durch Experten und Expertinnen mit einem gut ausgearbeiteten psychologischen Interventionskonzept bietet, um zu verhindern, dass eine Person erneut traumatisiert wird. Der Heilungsprozess kann dabei als individueller wie gesellschaftlicher verstanden werden: So legt ECAP auch besonderen Wert auf die Aufklärungsarbeit in den Dörfern, damit die Menschen schon in den Schulen lernen, mit den tragischen Momenten der Geschichte ihres Landes einen Umgang zu finden anstatt wegzuschauen.

Santiago Cotzal (Pseudonym), ein ausgebildeter Archäologe, der in seiner Kindheit die Zeit des Bürgerkrieges erlebte und später an Exhumierungen teilnahm, kommentiert den schwierigen, oft mit Schmerzen verbundenen Prozess der Wahrheitsfindung durch eine Exhumierung: „Welchen Sinn hat es, diese Geschichte aufzuwühlen? Welchen Sinn, die Wunden aufzureißen? Für viele ist es eine Anerkennung ihrer Vergangenheit, für andere bedeutet es, den Toten „Genüge zu tun“, Zeremonien abzuhalten, Riten zu feiern, Gerechtigkeit zu suchen, die Seele zu heilen, anzuklagen.“ An anderer Stelle meint Cotzal in Bezug auf die Bedeutung der testimonios, den Zeugenaussagen von Überlebenden: „[Die] Begegnung mit den Toten [..] ist ein Prozess, der Gedächtnis hervorbringt und zwischen verschiedenen sozialen AkteurInnen Formen von Kooperation ausbildet, die den Wert des Wortes zurückerstatten, indem sie zum Schweigen gebrachte Wahrheiten vernehmbar machen.“ (1)


Der Prozess der Exhumierung

Die Arbeit mit und Begleitung von Menschen, die eine Exhumierung beantragen, weil sie auf der Suche nach ihren „verschwundenen“ Angehörigen sind, beginnt mitunter mit dem Wissen der Familie über den Ort eines Massengrabes. Allgemein kann gesagt werden, dass die Information über die Massengräber, in denen die Opfer der Massaker im Geheimen verscharrt wurden und die exhumiert werden, auf Hinweise von Überlebenden, die testimonios von Nachbarn und die systematische Arbeit der Organisationen der Familienangehörigen, von Witwen, Waisen, Menschenrechtsorganisationen und spezialisierten Gruppen zurückgehen. (2) Jedoch mangelt es den Menschen in den Dörfern in der Regel an Ausrüstung und Sachwissen, um eine Ausgrabung vorzunehmen, weshalb die Fachkompetenzen von forensischen Anthropologen und Anthropologinnen benötigt werden. ECAP ist im Bereich der psychosozialen Begleitung in ganz Guatemala eine bekannte Referenz, weshalb meistens die Menschen oder auch Verbände von Familienangehörigen an die Organisation herantreten.

Der eigentliche Prozess beginnt nicht erst mit der Exhumierung, sondern bereits im Vorfeld. Schon lange Zeit vorher wird mit den Betroffenen besprochen, wie die Situation der Menschen aussieht, was erlebt wurde und welche Erwartungen bestehen. Es kommt zu einer Auseinandersetzung mit den Umständen, die das Trauma verursachten. Ferner werden die Menschen darauf vorbereitet, dass sie ihre vermissten Angehörigen finden könnten oder auch nicht, denn oft wurden die Überreste der Opfer verbrannt und über die Zeit zerstört oder der Ort, an dem jemand begraben wurde, ist nicht mehr nachweisbar. Erst danach kommt es zur Ausgrabung und dem Versuch, die Überreste zu identifizieren. Dies wird ständig von ECAP durch Gruppensitzungen begleitet, bei denen über die Ängste und Sorgen der Betroffenen gesprochen wird. An die Exhumierung schließt sich die Phase der Bestattung an. Auch hier wird stets auf die Bedürfnisse und den kulturellen und religiösen Hintergrund der Menschen geachtet, indem danach gefragt wird, an welchem Ort und mit welchen Bestattungsritualen der oder die Tote begraben werden soll.

Andreas Boueke beschreibt in der deutschen Wochenzeitung „Freitag“ vom 18. August 2000 den Ablauf einer solchen Bestattungszeremonie im Dorf Chupol in der Region Quiché: „24 Stunden später wird die Zeremonie noch einmal wiederholt. Der zuständige Untersuchungsrichter hat die Reste der 23 Ermordeten endlich den Angehörigen übergeben. Pappkartons werden an Marktständen vorbei in die Kirche getragen. Die gleiche Zeremonie wie am Tag zuvor, und doch ist alles anders. Weihrauch, die Flammen hunderter Kerzen. Diesmal hält Pater Axel Mencos von der katholischen Glaubensgemeinschaft des Ortes die Andacht, mit der er auch vor Worten wie "Folter", "Massaker", "Zorn" und "Rassismus" nicht zurückschreckt: "Wie kann es sein, dass den Kriminellen noch immer applaudiert wird, dass die Täter heute hohe Regierungsämter besetzen, während die Opfer weiterhin diskriminiert werden?" [..] Die Halle der Kirche ist düster. Die Heiligenfiguren an den Wänden sind rußschwarz. Nachdem die Versammelten ihr Gebet gesprochen haben, werden die Kartons geöffnet. Zum Vorschein kommen Knochen, Schädel, alte Kleidungsstücke. Einige Frauen schluchzen, als die Reste der Toten wenig später für immer in den kleinen Holzsärgen verschlossen werden. [..] Noch einmal Pater Axel Mencos: "Ich weiß, wie wichtig es für die Mayas ist, dass ihre Verstorbenen ein angemessenes Grab bekommen. Sie pflegen einen besonderen Kult für die Toten. [..] Für die Mayas ist es schmerzhaft, nicht mit Sicherheit zu wissen, wo ihre Toten liegen. So tragen die Exhumierungen - so furchtbar sie auch sein mögen - viel zur seelischen Ruhe der Hinterbliebenen bei."“ (3)


Individueller und gesellschaftlicher Kontext

ECAP richtet sich primär an die indigene Bevölkerung Guatemalas, die vor allem in den ländlichen Gebieten lebt. Die Schwerpunktregionen des Projektes sind die departamentos Quiché, Baja Verapaz und Alta Verapaz. Zum Teil arbeitet ECAP dabei mit Übersetzern, jedoch wird die Zusammenarbeit mit den promotores de salud bevorzugt, also Menschen, die vor Ort leben und eine entsprechende Ausbildung erhalten, um anschließend in Teams mit diplomierten Psychologen und Psychologinnen tätig zu werden. Auf diese Weise fließen Kenntnisse aus traditionellen Heilungsmethoden mit Inputs aus der universitären Wissenschaft zusammen.

Die Dauer des ganzen Prozesses kann unterschiedlich lang sein. Ein verbindendes Element der Exhumierungen soll aber ein Moment der Erleichterung nach der Bestattung der Angehörigen sein. Es soll ein Sinn darin gesehen werden und die Menschen sollen das Gefühl haben, dass die Toten mit der Suche und Bestattung ausreichend gewürdigt wurden und dass die Toten wie auch die Lebenden nun Ruhe finden können. Gleichzeitig bedeutet das Abschiednehmen von den ermordeten Angehörigen auch einen Neubeginn, denn solange sie als „verschwunden“ galten, bleibt das tragische Ereignis des gewaltsamen Verlustes einer vertrauten Person ständig im Bewusstsein. Zwar kann man trotzdem im Alltag „funktionieren“, jedoch wird die Qualität des Lebens stark beeinträchtigt. Eine Schweizerin, die eine Exhumierung durch die katholische Kirche in Nebaj im Jahr 2001 beobachtete, berichtet über ihre Wahrnehmungen: „Was mich vor allem beeindruckte, war der langsame und ruhige, sehr schmerzhafte und heilende Prozess, der von den Menschen aber gemeinsam durchgemacht werden darf, dies mit unterstützender Begleitung eines Katecheten. Im Verlauf eines Prozesses, der über die eigentliche Ausgrabung hinausreicht, erfahren die Angehörigen direkte Anteilnahme, sie dürfen von dem sprechen, was lange Zeit und aus Angst verdrängt werden musste. Auch die Opfer erlangen dadurch ihre Würde wieder. Sie sind nicht einfach verscharrte Tiere oder gefährliche Guerillas, wie von der Regierungspropaganda ständig verkündet. Es sind Menschen, die das Anrecht auf eine würdige Beerdigung haben. [..] [Nach der Exhumierung] machten sich die Männer aus dem Dorf daran, die Grube eigenhändig wieder zuzuschaufeln, was ebenfalls ein höchst symbolischer und wichtiger Akt war. Nach diesem endgültigen Zuschaufeln von etwas Grausamen, das die Menschen jetzt aber benennen können, wird später die feierliche Beerdigung ihrer Angehörigen stattfinden.“ (4)

Mit dem Abschiednehmen durch die Bestattung wird es erst wieder möglich, sich neuen Zielen im Leben zu widmen. Daneben ergeben sich durch das gewaltsame „Verschwinden“ einer Person auch rechtliche Fragen im Bereich des Witwenstatus, der Wiederverheiratung und Erbschaft, die einer Klärung bedürfen. Im Text zu einer Konferenz in Manila heißt es zum Thema des „Verschwindenlassens“: „Die Familien der Opfer müssen nicht nur mit den ökonomischen und emotionalen Konsequenzen des Nicht-Mehr-Da-Seins zurecht kommen, sondern auch mit der Belastung der Unsicherheit und dem Nicht-Wissen um das Schicksal des geliebten Menschen, der Schwierigkeit legale Schritte einzuleiten, dem sozialen Stigma und den aus all dem resultierenden psychologischen Problemen.“ (5)

Allgemein beschreibt die Monatszeitschrift „Lateinamerika Nachrichten“ in einer Rezension aus dem Jahr 1997 die psychischen Folgen des Bürgerkrieges für die Opfer: „Schlaflosigkeit, Depressionen, Schuldgefühle und krankhaftes Mißtrauen sind nur einige der weitverbreiteten Symptome der psychischen Zerrissenheit. Die hohe Anzahl von Selbstmördern - in der Mehrzahl mißbrauchte Frauen - und das Zusammenbrechen sozialer Gefüge in den Flüchtlingscamps sind die sichtbarsten Alarmsignale dieses Elends. [..] Frozen grief heißt die Bezeichnung für diesen Zustand des gelähmten Schreckens, in dem sich die Opfer des Bürgerkriegs befinden. Angst vor Repressionen, die soziale Isolierung der Opfer, ihre Schuldgefühle und Sprachlosigkeit, sowie das permanente Abstreiten des angetanen Leids von Seiten staatlicher Institutionen verhindern das Aufbrechen dieser Eisschicht und damit einen effektiven nationalen Dialog.“ (6)

Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist auch die Aufklärungsarbeit, womit das Ziel verfolgt wird, die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in die Gesellschaft zu tragen. Denn ein wesentlicher Aspekt der Aufarbeitung der Geschichte ist, dass die Gesellschaft Stellung bezieht. Wenn etwa in einem Dorf ein Massaker durch das Militär verübt wurde, ist es notwendig, dass die Gesellschaft darauf in irgendeiner Weise reagiert. So achtet ECAP auch darauf, dass zu einer Exhumierung das gesamte Dorf eingeladen wird, um darüber zu diskutieren, denn das Feedback eines Nachbarn stellt einen wichtigen sozialen Aspekt des Heilungsprozesses dar. Ferner engagiert sich ECAP in Schulen und arbeitet themenspezifisch mit Lehrern und Lehrerinnen zusammen. Kinder sind meist die Ersten, die im Falle einer Exhumierung Fragen stellen, weshalb es auch darauf ankommt, Kinder und Jugendliche einzubeziehen, um ihnen einen Zugang zur geschichtlichen Auseinandersetzung zu eröffnen. ECAP bietet außerdem den staatlichen Institutionen eine Zusammenarbeit an. So gibt es in Kooperation mit dem Gesundheits- und Justizministerium Weiterbildungsprogramme und auch auf den Universitäten existieren Lehrgänge, etwa zum Thema „Sozialpsychologie und politische Gewalt“.

Der gesellschaftliche Umgang mit der Vergangenheit nimmt in Guatemala einen Stellenwert ein, der nicht untypisch für Post-Konflikt-Staaten ist. Eine Gruppe, die sich aus den Tätern und den Angehörigen des dahinter stehenden Apparates aus Militär und Polizei zusammensetzt, stellt sich gegen die Aufarbeitung der Geschichte. Thematisiert wird die Vergangenheit vor allem von den Opferverbänden, in den Medien und auf der Universität, wo es PsychologInnen, HistorikerInnen und besonders SozialwissenschafterInnen sind, die sich damit befassen. In den Zeitungen wird von Zeit zu Zeit über Exhumierungen und Entschädigungszahlungen berichtet und schließlich spielt auch das nationale Wiedergutmachungsprogramm eine Rolle, in dessen Rahmen die Vergangenheit aufgegriffen wird. In den Lehrplänen der Grund- und Mittelschulen findet allein das Datum der Friedensverträge von 1996 Erwähnung, während es keine Hinweise auf die Ereignisse davor und die Konsequenzen gibt. Unterschiede im Diskurs bestehen außerdem zwischen Stadt und Land: In den Dörfern ergibt es sich zwangsläufig als Gesprächsthema, wenn eine Exhumierung stattfindet. Doch auch wenn auf dem Land über die Vergangenheit gesprochen wird, so werden die Menschen meist nicht gehört, da die Medien nicht darüber berichten. Anders ist die Situation in den Städten, wo das „Verschwindenlassen“ einen anderen Charakter hatte, denn es richtete sich gezielt gegen politische und studentische AktivistInnen, GewerkschafterInnen und Intellektuelle, während das Militär auf dem Land mit massiver Vernichtung gegen die Bevölkerung vorging, was zum Teil die Auslöschung ganzer Dörfer zur Folge hatte.

Bei einer von ECAP durchgeführten Umfrage in Guatemala beantworteten 75 Prozent die Frage, ob Gerechtigkeit wichtig sei, positiv. Gerade im Rahmen des Heilungsprozesses der Opfer kommt der Frage eine große Bedeutung zu, wer die Verbrechen begangen hat, und es ist wesentlich, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Jedoch stellt die Straflosigkeit in Guatemala ein Hindernis dar, denn von den mehr als 1.000 Exhumierungen sind nur etwa zehn Fälle überhaupt vor Gericht gelandet. Die juristische Aufarbeitung ist ein langwieriger und schleppender Prozess, der zehn Jahre oder länger dauern kann und bei dem die Ressourcen sehr ungleich verteilt sind. Denn auf der einen Seite stehen die Täter, die den gesamten Militärapparat mit seinem wirtschaftlichen Einfluss hinter sich haben, während die DorfbewohnerInnen auf dem Land oft weder über ausreichende Lese- und Schreibkenntnisse noch über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen, um sich einen Anwalt leisten zu können. Daher kommt gerade den kleinen Erfolgen in diesem Bereich eine symbolische Bedeutung zu. Neben Gerichtsprozessen in Guatemala selbst fanden auch Verhandlungen vor dem Interamerikanischen Gerichtshof statt. Zu den bekannteren Fällen zählt der Plan de Sánchez: Dabei kam es 20 Jahre nach einem Massaker zu einem Prozess, bei dem die Dorfbevölkerung durch AnwältInnen aus NGO-Zusammenhängen vertreten wurde, die gratis oder aufgrund internationaler Unterstützung die Arbeit aufnahmen. Der Interamerikanische Gerichtshof sprach letztlich den guatemaltekischen Staat schuldig und verlangte neben finanziellen Entschädigungen auch das offizielle Eingeständnis der Verantwortung für das Massaker. Ein Repräsentant des Staates musste sich bei den DorfbewohnerInnen entschuldigen und das Urteil musste in den Medien publiziert werden.


 

James Rodríguez / mimundo.org

James Rodríguez / mimundo.org

Internationaler Austausch und Vernetzung

Die Militärdiktaturen der 1970er und 1980er Jahre in Lateinamerika sind am berüchtigtsten für die Praxis des Staates, Menschen gewaltsam zu verschleppen und „verschwinden“ zu lassen, in der Regel also zu ermorden und die Angehörigen in der Ungewissheit über den Verbleib der Opfer zu belassen. Weniger bekannt ist jedoch die Tatsache, dass Lateinamerika bei weitem nicht der einzige Ort war und ist, wo es „Verschwundene“ gibt. Eine weitere Aufgabe von ECAP ist die internationale Vernetzung und der inhaltliche Austausch über die psychosoziale Arbeit und Exhumierungen. In Guatemala fand im Jahr 2007, u.a. initiiert von GEZA und ECAP, die erste Weltkonferenz zu diesem Thema statt, gefolgt von Konferenzen in Asien und Zentralamerika. Im April 2010 wird es zu einer Folgekonferenz in Kolumbien kommen, an der neben psychologischen Fachleuten und NGOs auch VertreterInnen der Familienverbände teilnehmen werden. Von offizieller Seite gibt es nur ein geringes Interesse für die Thematik, weshalb die Sensibilisierung der staatlichen Institutionen als Ziel formuliert wird. Im Mittelpunkt der Konferenz soll die Ausarbeitung von minimalen Standards für Exhumierungen stehen, die als Instrument in der Praxis eingesetzt werden können und für die Betroffenen und die Gesellschaft verträglich sind.


Ansätze einer geschichtlichen Aufarbeitung

Im „Freitag“ kommt der an Exhumierungen in Quiché beteiligte Anthropologe Fredy Peccerelli zu Wort: „Es gibt keine Erklärung für diesen Mordrausch. Wir haben schwangere Frauen ausgegraben, mit dem Fötus in ihrem Bauch. Kinder jeden Alters. Acht Tage alt, acht Monate, acht Jahre. In der Region von El Quiché wurde auf Geheiß einer Ideologie gemordet. Und die besagte, die Mayas sympathisieren mit der Guerilla, sie haben es verdient zu sterben. So dachten die Militärs, von denen die Befehle kamen. So denken sie noch immer ..." (7)

Nach Angaben der Wahrheitskommission CEH sind in 93 Prozent der von ihr untersuchten Fälle von Gewalt die staatlichen Sicherheitsorgane verantwortlich zu machen. Die CEH schätzt die Zahl der im Verlauf des Bürgerkrieges zwischen 1962 und 1996 Ermordeten und „Verschwundenen“ auf 200.000 Menschen – neuere Quellen sprechen mittlerweile von 250.000 Opfern, von denen etwa 45.000 als „Verschwundene“ gelten. Besonders die „Politik der verbrannten Erde“ gegenüber der indigenen Bevölkerung Guatemalas – überwiegend Maya-Achí – in deren Rahmen die Massaker vor allem während der Diktatur von Ríos Montt solche Ausmaße annahmen, dass die CEH die Ereignisse als Völkermord einstufte. Ferner wurde auch der spezifische Terror gegen Frauen hervorgehoben. (8) Die CEH kam zu der Erkenntnis, dass „die meisten Opfer nicht etwa Kämpfer der Guerilla [waren], sondern Zivilisten, überwiegend Arme und Indígenas, die begonnen hatten, sich in sozialen und politischen Bewegungen zu organisieren, um ihre Interessen zu vertreten. Der Bericht stellt fest, daß sich das Militär während der gesamten Kriegsjahre dessen bewußt war, daß die URNG [Unidad Revolucionaria Nacional Guatemalteca] keine reale Gefahr darstellte, da sie militärisch zu schwach war. Die Strategie der Militärs war dieser Situation angepaßt. Das eigentliche Ziel der militärischen Angriffe war die Zivilbevölkerung. Um dies zu legitimieren, wurde der Begriff des ‘internen Feindes’ geschaffen, beziehungsweise das Militär definierte die indigene Bevölkerung kurzerhand als ‘natürliche Alliierte der Guerilla’. Die Sicherheitskräfte kriminalisierten die Opfer und führten die Repression innerhalb eines Systems der Straffreiheit aus. Gewaltexzesse waren Teil der Strategie und keinesfalls Ausnahmen oder ‘Fehler’ niederer Ränge.“ (9) Martina Greiter schreibt für die kirchliche Organisation „Guatemalanetz Bern“: „Durch Massaker, öffentliche Hinrichtungen, öffentliche Zurschaustellung von Folteropfern sollte der Keim jeglichen Widerstandes ausgerottet werden. Das Wissen der Straflosigkeit der Täter schuf ein Klima des totalen Ausgeliefertseins, der absoluten Abwesenheit von Gerechtigkeit. Zehntausende flüchteten über die Grenze nach Mexiko und Zehntausende wurden in militärisch bewachte Siedlungen, sogenannte Modelldörfer interniert. Die totale Kontrolle durch die Armee zerstörte die Dynamik der Gemeinden, Versammlungen wurden verboten. Massaker an Frauen und Kindern waren eines der Mittel, um die Kontinuität des Lebens in den indianischen Gemeinden zu zerstören, die als Basis der Guerilla galten. Grausame Vergewaltigungen an Frauen vor ihren Familienmitgliedern wurden ähnlich wie in Bosnien gezielt zur Demonstration der Macht der Armee und als Mittel des Terrors und der Einschüchterung eingesetzt. Die Frauen, die den Terror überlebten, hatten keine Zeit für Trauerarbeit.“ (10)

Auf der Grundlage der Friedensverträge von 1996 zwischen der Regierung Arzú und der Guerilla URNG wurde eine Wahrheitskommission eingerichtet, die die Verbrechen des Bürgerkrieges in Guatemala untersuchen sollte. Der als Comisión de Esclarecimiento Histórico (CEH, Kommission für historische Klärung) bekannt gewordenen Institution unter Leitung des deutschen Völkerrechtlers Christian Tomuschat wurden jedoch enge Grenzen gesetzt. So durften weder die Namen von Tätern genannt noch die gewonnenen Erkenntnisse für eine strafrechtliche Verfolgung herangezogen werden. Dennoch nutzte die CEH ihren engen Spielraum, um die Basis dafür zu schaffen, dass – aufgrund der Nennung von Zeitangaben und der verantwortlichen Institutionen – die Befehlsketten eindeutig nachvollziehbar und die Täter haftbar gemacht werden können. Im Februar 1999 wurden schließlich die Ergebnisse der Studie der CEH unter dem Titel „Erinnerung an das Schweigen“ der Öffentlichkeit präsentiert. Sehr symbolisch ist die Weigerung des damaligen Präsidenten Alvaro Arzú, den Abschlussbericht der CEH persönlich entgegenzunehmen – ein Akt, der als Kniefall vor den GegnerInnen der Wahrheitskommission aus den Kreisen des Militärs und der Oligarchie interpretiert werden kann. (11) Erst zehn Jahre später wurde der symbolische Akt der offiziellen Annahme des Dokumentes durch Präsident Alvaro Colom nachgeholt.

Im Gegensatz zur CEH, die auf Basis der Verhandlungen zwischen Regierung und Guerilla zustande kam, stellen die Ergebnisse des Projektes REMHI des Menschenrechtsbüros der katholischen Kirche einen Prozess der Wahrheitssuche „von unten“ dar. Inhaltlich kommt der 1998 vorgestellte Bericht des Projektes zur „Wiedererlangung der historischen Erinnerung“ (Recuperación de la Memoria Histórica, REMHI) unter dem Titel „Nunca Más“ (Nie wieder) zu ähnlichen Ergebnissen wie die CEH. Allerdings unterscheidet er sich in Vorgehensweise und Zielsetzung: „Über das Sammeln von Zeugenaussagen, über die Arbeit in den Dörfern und Städten soll das kollektive Gedächtnis Guatemalas reaktiviert werden. Sowohl Opfer als auch Täter erzählten den speziell ausgebildeten Interviewern ihre jeweilige Wahrheit. Der im April letzten Jahres [1998] von REMHI vorgelegte Bericht stellt aber nur einen Schritt auf dem Weg zur Versöhnung dar. Die ausgewerteten Ergebnisse der Interviews werden wieder in die Gemeinden zurückgetragen. Damit kann im Umgang mit dem Bericht Versöhnungsarbeit geleistet werden, die auf der Suche nach der Wahrheit basiert. Hier haben die Opfer ihre Forderungen für eine Versöhnung selbst formuliert. Damit sollen letztendlich die Wunden im sozialen Gefüge, die der jahrelange Krieg hinterlassen hat, geheilt werden.“ (12)

Ein Aspekt, der eng mit dem gewaltsamen „Verschwindenlassen“ verknüpft ist, ist die Adoption der Kinder von „Verschwundenen“, ein Phänomen, das vor allem im Argentinien der Militärdiktatur berüchtigt war. Im Rahmen des Streits um die Öffnung und Analyse der Armeearchive in Guatemala, gegen die sich das Militär naturgemäß stellt, kommt auch dieses Thema zur Sprache: „Wir nehmen an, dass die Freigabe von Kindern zur Adoption zwischen 1976 und 1986 mit dem Verschwinden von tausenden von Kindern in Verbindung steht. In mindestens einem Fall können wir dies auch nachweisen“, so Marco Tulio Álvarez, der Direktor des Friedensarchivs. (13)

Sowohl die Wahrheitskommission CEH als auch das REMHI sprachen sich in ihren Empfehlungen zur Versöhnung dafür aus, die Exhumierungen voranzutreiben. (14) Doch faktisch werden diese Empfehlungen – genauso wie übrigens viele der in den Friedensverträgen von 1996 festgelegten Eckpunkte – vom Staat nicht eingehalten und stoßen auf gewaltsame Reaktionen des Militärs: „So werden bisher Exhumierungen von Menschenrechtsorganisationen durchgeführt, es besteht aber keine aktive ‘Exhumierungspolitik’, wie sie von der Wahrheitskommission empfohlen wird. Und auch diese Gruppen, die die Opfer vergangener Verbrechen suchen, werden selbst Opfer von Morddrohungen durch Mitglieder des Militärs.“ (15)

Wieder Santiago Cotzal: „Auf perverse Weise fuhren die Täter im Lauf der Zeit fort, die Bevölkerungen zu Opfern zu machen und sie zu kriminalisieren, indem sie die Tatsachen verleugneten und die Barbarei rechtfertigten. Von einer Exhumierung zur nächsten kam die Wahrheit ans Licht, die Sprecher der amtierenden Regierungen versuchten zuerst die Wahrheit zu bestreiten, indem sie sagten, dass die Hinrichtungen nicht stattgefunden hätten; als ihnen die (exhumierten) Körper vorgewiesen wurden, behaupteten sie, das wären Guerrilleros, die im Kampf umgekommen seien, als Zeichen von Fesselungen und Folterspuren nachgewiesen wurden, argumentierten sie, dass es sich um am Konflikt Beteiligte handle, als Körper von schwangeren Frauen und Kindern exhumiert wurden und die Intervention des Heeres nachgewiesen wurde, schwiegen sie. Etwas ist erreicht worden, den Überlebenden, die als Lügner, Manipulateure und Spinner verleumdet wurden, ist in einem schmerzhaften Prozess ein Teil ihrer Vergangenheit zurückgegeben worden.“ (16)


Impunidad und die Kontinuität der Gewalt

Santiago Cotzal stellt fest: „Wenig oder nichts wurde offen über den Krieg gesagt, über die Kämpfe, das Verschwinden, die Folterungen, die außergesetzlichen Hinrichtungen und Massaker, die sich Tag für Tag ereigneten und von denen ich Jahre später Beweise sammeln würde. Wir waren alle zum Schweigen gebrachte ZeugInnen, viele von uns waren in irgendeiner Weise KomplizInnen der Straflosigkeit, die bis zum heutigen Tag währt.“ (17)

Die Gesellschaft in Guatemala ist heute durch ein hohes Ausmaß von Gewalt gekennzeichnet, was etwa an einer der höchsten Mordraten der Welt erkennbar wird. Tief in die Gewalt verstrickt sind die Machtstrukturen, die dem Militär einen fortdauernden – gerade auch wirtschaftlichen – Einfluss garantieren. Der Diktator Ríos Montt, der während der Phase der schlimmsten Massaker des Bürgerkrieges 1982/83 regierte, sicherte dem Militär auch auf politischer Ebene bleibenden Machterhalt. Ríos Montt gründete 1989 die Partei FRG (Frente Republicano Guatemalteco), als deren Kandidat er – letztlich ohne Erfolg – noch 2003 bei den Präsidentschaftswahlen antrat. Ab 2000 amtierte Ríos Montt als Parlamentspräsident und sitzt heute als Abgeordneter der FRG im Kongress. Die während seiner Diktatur begangenen Verbrechen sind auch Gegenstand der internationalen Gerichtsbarkeit, denn 1999 brachte die Stiftung der Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú eine Klage gegen acht Funktionäre der Diktatur, unter ihnen Ríos Montt und sein Vorgänger als Staatschef Oscar Mejía Víctores, vor einem spanischen Gericht ein. Nach längerem juristischem Tauziehen und der Verzögerung des Prozesses auf Druck der post-faschistischen Volkspartei PP wurden ab 2005 doch Untersuchungen eingeleitet und das spanische Gericht unter dem Vorsitz von Santiago Pedraz erließ schließlich internationale Haftbefehle, die jedoch vom Verfassungsgericht in Guatemala zurückgewiesen wurden. (18)

Ein Zeuge der Anhörungen vor dem spanischen Gericht betonte die Bedeutung des Prozesses vor dem Hintergrund des Versagens der guatemaltekischen Justiz, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Im Fall des Massakers von Río Negro wurde 1999 ein Mitglied der paramilitärischen PAC in Guatemala zum Tode verurteilt, wobei allgemein anzumerken ist, dass es sich bei den Angehörigen der PAC häufig um Menschen aus den Dörfern handelte, die vom Militär gezwungen wurden, an den Mordoperationen teilzunehmen. Der Zeuge wies implizit auf den ungebrochenen Rassismus hin und kommentierte, dass „die Regierung bereit ist, einen Indígena zur Todesstrafe zu verdammen, [jedoch] niemand es wagt, dies den intellektuellen Urhebern des Genozides anzutun“. (19)

Im Jahr 2003 setzten AnhängerInnen von Ríos Montt durch gewaltsame Unruhen durch, dass auch den ehemaligen Paramilitärs, den PAC (Patrullas de Autodefensa Civil), Entschädigungszahlungen zugesagt wurden – die PAC werden für zahlreiche Massaker an der indigenen Bevölkerung verantwortlich gemacht. Eine ähnliche Terrorkampagne der Paramilitärs brachte bereits 1999 ein Referendum zum Scheitern, das ein Gesetzespaket zur Abstimmung brachte, das neben einer Demokratisierung auch die Rechte der Mayas und die Umsetzung der Friedensverträge von 1996 sichern hätte sollen. (20)

Ein Eckpfeiler, der sicherstellt, dass den Militärs eine Kontinuität ihrer Macht garantiert bleibt, ist die Straflosigkeit (impunidad) in Guatemala. Zwar wurden von der Diktatur – anders als in Chile, Argentinien und Uruguay – keine Amnestiegesetze erlassen, die die Verbrecher in Uniform vor juristischer Verfolgung schützen, aber dennoch kann man im Kampf für Gerechtigkeit nicht auf die Justiz in Guatemala setzen, die nur wenige Schritte unternimmt, um kriminelle Militärs zur Verantwortung zu ziehen. Das 1996 beschlossene Gesetz zur nationalen Versöhnung ermöglicht zwar die Amnestie bei Verbrechen während des Bürgerkrieges, die in Verbindung mit den unmittelbaren Kampfhandlungen stehen, jedoch werden damit Völkermord und andere Verbrechen nicht gedeckt. Die Straflosigkeit ist in Guatemala also de facto gegeben, aber nicht de jure. (21) Neben der Korruption hängt die Untätigkeit der Gerichte zum Teil auch damit zusammen, dass Richter und Staatsanwälte, die ernsthaft versuchen, die Verbrechen der Militärs vor Gericht zu bringen, damit ihr Todesurteil unterschreiben oder gezwungen werden, ins Exil zu flüchten. Im Anschluss an die Ermordung von Bischof Juan Gerardi, der 1998 unmittelbar nach der Veröffentlichung des REMHI-Berichtes erschlagen wurde, kam es zu einer jahrelangen Welle von Einschüchterungen und Attentaten, denen zahlreiche MenschenrechtsaktivistInnen, ZeugInnen und MitarbeiterInnen der Justiz zum Opfer fielen. (22)

Das Militär verübt zwar heute seltener Massaker an der Zivilbevölkerung, aber es wendet inzwischen subtilere Methoden an, etwa wenn es darum geht, im Dienste der Oligarchie Landkonflikte niederzuschlagen oder Repression gegen Gewerkschaften auszuüben – also in Bereichen, wie der ungleichen Verteilung von Land, die schon maßgebliche Ursachen für den Bürgerkrieg waren und unverändert bis heute bestehen. Im Widerspruch zu der in den Friedensverträgen von 1996 vereinbarten Abrüstung findet heute in Guatemala wieder eine Militarisierung statt, teilweise auch im Zuge der Expansion der privaten Sicherheitsindustrie. Das Militär konnte seine strukturelle Macht auch durch wirtschaftliche Aktivitäten, etwa in der Sicherheitsindustrie, festigen. Auch dies ist ein Faktor, der die juristische Verfolgung der Verbrechen erschwert, da sich die Militärs teure Anwälte leisten können, die mit allen erdenklichen Tricks einen Gerichtsprozess – oder die Auslieferung ihrer Mandanten an ein Gericht im Ausland – hintertreiben.

 

 

 

 

 

 

(Beitrag bearbeitet von Alexander Stoff, 3.12.09)





Quellen:
Die Informationen in diesem Artikel beruhen – so nicht anders angegeben – auf einem persönlichen Interview, das der Autor am 24.11.09 mit Franc Kernjak, der als psychologischer Berater für ECAP tätig ist, geführt hat.
Franc Kernjak (2003), „Tote suchen - Leben finden“. Studienverlag, Innsbruck
http://www.studienverlag.at/titel.php3?nr=1208518&bl=1208518,-1


(1) http://eipcp.net/transversal/0408/cotzal/de
(2) Ebd.
(3) http://www.freitag.de/2000/34/00341001.htm
(4) http://www.guatemala.de/Fijate/Archiv/01/FIJ237_A01.html
(5) http://www.geza.at/fileadmin/home/shared/Dokumente/konferenz_manila_nov09_de_en.pdf
(6) http://www.lateinamerikanachrichten.de/?/artikel/2581.html
(7) http://www.freitag.de/2000/34/00341001.htm
(8) http://www.giga-hamburg.de/dl/download.php?d=/content/ilas/archiv/brennpunkt_la/bpk9906e.pdf
(9) http://www.giga-hamburg.de/dl/download.php?d=/content/ilas/archiv/brennpunkt_la/bpk9906e.pdf
(10) http://www.guatemalanetz.ch/de/Dokumente/ai/36Jahre-Buergerkrieg.pdf
(11) http://www.giga-hamburg.de/dl/download.php?d=/content/ilas/archiv/brennpunkt_la/bpk9906e.pdf
(12) http://www.giga-hamburg.de/dl/download.php?d=/content/ilas/archiv/brennpunkt_la/bpk9906e.pdf
(13) http://www.lateinamerikanachrichten.de/index.php?/artikel/3595.html
(14) http://www.guatemala.de/Fijate/Archiv/01/FIJ237_A01.html
(15) http://www.giga-hamburg.de/dl/download.php?d=/content/ilas/archiv/brennpunkt_la/bpk9906e.pdf
(16) http://eipcp.net/transversal/0408/cotzal/de
(17) Ebd.
(18) http://ipsnews.net/news.asp?idnews=41032
(19) http://www.gwu.edu/~nsarchiv/guatemala/genocide/round1.htm
(20) http://www.gerechtigkeit-heilt.de/texte/chile-argentinien-peru-guatemala-2002.html
(21) http://cgs.gmu.edu/publications/hjd/hjd_wp_2.pdf
(22) http://news.nacla.org/2008/02/04/guatemala%E2%80%99s-court-wars-and-the-silenced-genocide

Weiterführende Informationen:
http://www.geza.at
http://www.ecapguatemala.org

Internationale Kampagne, um die für das Inkrafttreten ausreichende Anzahl an Staaten zur Ratifizierung einer Konvention gegen das „Verschwindenlassen“ zu bewegen (Österreich hat die Konvention zwar unterzeichnet, jedoch nicht ratifiziert): http://www.icaed.org

Guatemala: Chronik einer angekündigten Kampagne
http://www.oneworld.at/start.asp?ID=228356
Guatemala: Gewalt in Zeiten des Friedens
http://www.oneworld.at/start.asp?ID=223108




 

 

 

 

 

 

Share this:

Hinzufügen Del.icio.us Hinzufügen Facebook