"Die Geschlechterdividende"

Die Teile der Weltwirtschaft, in denen der Frauenanteil in Top-Positionen am höchsten ist, funktionieren am besten, so das Ergebnis des UN Women-Reports „The Gender Dividend: A Business Case for Gender Equality“.

VerfechterInnen der Gleichberechtigung von Frau und Mann wissen schon seit Langem, dass das Empowerment von Frauen allen etwas bringt – nicht nur den Frauen. In den letzten Jahren mehren sich die Belege für diese Theorie – auch von Seiten der Wirtschaft.

Laut einer in 134 Ländern durchgeführten Studie des Weltwirtschaftsforums hänge der Grad der Geschlechtergerechtigkeit direkt mit dem Bruttonationaleinkommen zusammen. Die Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik (ESCAP) schätzt, dass allein in dieser Region durch den beschränkten Zugang von Frauen zu Beschäftigung 40 Milliarden US-Dollar und dem geschlechterbedingten geringeren Zugang zu Bildung 16-30 Milliarden US-Dollar verloren gehen. McKinsey & Company zufolge gehen in der Privatwirtschaft diejenigen Unternehmen am besten gehen, die den größten Frauenanteil in Top-Management-Positionen aufweisen. Der Schritt von der Bewusstseinsbildung bezüglich der Kluft der Geschlechter im Management hin zu deren konkreten Behebung sei das Um und Auf in der Privatwirtschaft.

„The Gender Dividend: A Business Case for Gender Equality“ erklärt, wie Gleichberechtigung und Empowerment zu Entwicklungszielen beitragen, indem Schlüsselfaktoren zur Erreichung der Millennium Entwicklungsziele analysiert werden.
Die Millennium Entwicklungsziele und die Millenniums-Erklärung der Vereinten Nationen sind wohl die umfassendsten Erklärungen, denen je zugestimmt wurde. Die Ziele zu erreichen und die Vision einer „…friedlicheren, wohlhabenden und gerechteren Welt“ umzusetzen, braucht noch jede Menge Maßnahmen und Ressourcen. Die Stärkung von Frauenrechten und die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern sind dabei entscheidend und richtungweisend. Denn dort wo die Menschen ihr volles Potential nicht ausleben können, wo Frauen vom formalen Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind, keine Möglichkeiten haben Kredite zu bekommen oder einfach nicht gehört werden, gibt es weniger soziale und ökonomische Entwicklung.
 

Beitrag übersetzt und bearbeitet am 27.01.2012

 

Quelle: UN Women
 

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