Guilia y los Tellarini: L'arrabbiata

Maik Maier/Harmonia Mundi
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Der Start war fulminant: der Zufall brachte Sängerin und Akkordeonistin Guilia Tellarini mit ihrer jetzigen Gruppe in einem Aufnahmestudio in Barcelona zusammen.

Von einader sehr angetan beschloss man eine CD einzuspielen, welche wiederum Herrn Woody Allen zugespielt wurde, der sich für die Dreharbeiten zu "Vicky Christina Barcelona" ebendort aufhielt. Beeindruckt von der Musik lies er zwei Songs in den Streifen einbauen und, zack-bum, so schnell kannst du gar nicht schauen, waren Guilia y los Tellarini schon sehr-sehr bekannt. Dies nicht zu unrecht, wie sie mit ihrem neuen Album „L'arrabbiata“ zu unterstreichen wissen. Pulsierend, frech und ausgelassen wird gekonnt durch verschiedenste Genres geswitcht. Hier ein Swing, dort eine Bossa. Kabarett-Songs mit Weill-Elementen sind ebenso zu hören, wie eine sanfte Musette, Rockabilly oder Beunruhigendes aus der Tom-Waits-Ecke. Wollten wir Guilia y los Tellarini in ein Schubladl stecken, dann würde das wohl in der Nachbarschaft von Fatima Spar und Lonley Drifter Kareen angesiedelt sein. „L'arrabbiata“ ist eine spannende Arbeit abseits vom Mainstream mit dichtgewobenen Strukturen, die zum Wiederhören einladen.

www.myspace.com/giuliaylostellarini

Autor: Thomas Divis

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*                      no!
**                    lauwarm
***                 Yin/Yang
****               ziemlich gut
*****             wir empfehlen aus- & nachdrücklich
 

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