Catch-Pop String-Strong: Catch-Pop String-Strong

col legno
*** + 1/2

Angenehm ungewohnte Klangbilder werden uns vom Duo „Catch-Pop String-Strong“ offeriert: Rina Kaçinari, gebürtig aus der albanischen Tradition des Kosovos, spielt Cello und singt; und die geborene Serbin Jelena Popržan spielt Bratsche und singt ebenfalls.

Beide haben eine klassische Musik-Ausbildung und leben in Wien. Der Opener ihres Debut-Album „Gyere ide babe“ ist eine mit Scat-Gesang unterhobene Streicher-Attacke, Ohrwurm Hilfsausdruck:

In der Folge gibt es neben Songs vom Balkan auch eine Bach-Adaption, einen Brecht-Weill-Song (die berühmte „Seeräuber-Jenny“), ein Cover der schottischen Band Salsa Celtica und ein, in wahrhaft epischer Breite sich ergehendes herrliches „Highland Set“, das von den Mooren Schottlands bis in die Wälder Bulgariens führt. Allerdings kann nicht alles auf dem Album überzeugen, sei es z. B. der Gesang bei der „Seeräuber-Jenny“ oder der insgesamt deutlich unter-pointierte „Ska-Tango“. Beschlossen wird die CD in erweiterter Formation mit dem Bonus-Track „Turbofolkqueen or Slavica the Cleaning Maid“ von Richard Schuberth. Es ist dies gleichsam die musikalische Kurzfassung von Schuberths Theaterstück „Wie Branka sich nach oben putzte“, einer bitterböser Parodie auf kulturelle Stereotype. Ebensolcher Stereotype, Stichwort „Turbo-Folk“, bedient man sich auch in diesem Song:

Die CD-Präsentation findet am 8. Mai im Wiener Radiokulturhaus um 19.30h statt.

www.myspace.com/catchpop

Autor: Thomas Divis

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*                             no!
**                           lauwarm
***                         Yin/Yang
****                       ziemlich gut
*****                     wir empfehlen aus- & nachdrücklich
 

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