Dona Rosa: Sou Luz

Jaro/Hoanzl
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Mit vier Jahren erblindete die Portugiesin Dona Rosa, als Heranwachsende schloss sie sich einer Blinden-Community in Lissabon an und begann allmählich ihren Lebensunterhalt durch Singen auf den Strassen zu verdienen.

Vor 12 Jahren wurde ein Team um Andre Heller auf die begnadete Sängerin aufmerksam und das brachte Dona Rosa inzwischen auf viele Bühnen der Welt. Die eben erschienene CD „Sou Luz“ ist ihr bereits viertes Album. Musikalisch sind die 11 Songs der CD recht abwechslungsreich: einmal klingt es nach einem rustikalem Volkslied, dann wieder fast wie ein klassischer Fado und beim nächsten Mal scheinen die Madredeus Pate gestanden zu sein. Fast durchgehend allerdings der leicht melancholische Charakter, Stichwort saudade, gegeben vom schweren, gutturalen Gesang Rosas'. Doch Instrumentierung und Stimme wollen nicht so recht miteinander und immer wieder spürt man einen gewissen Bruch zwischen der erfahrenen Stimme und der oft allzu glatten Begleitung. Aufgelöst wird dieser Widerspruch nur im Lied „Nesta Terra Purtuguesa“, wenn sich Dona Rosa auf ihre ursprüngliche Art begleitet, nämlich nur mit Triangel.

Als Clip gestaltet wurde der Eingangstrack von „Sou Luz“ „Asa De Anjo“:

Autor: Thomas Divis

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*                         no!
**                       lauwarm
***                     Yin/Yang
****                   ziemlich gut
*****                 wir empfehlen aus- & nachdrücklich

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