Matuto: The Devil & the Diamond

Motema/Membran
*** + 1/2

Der Jahreszeit entsprechend stolpern wir gerade über Engerl allerorts. Wie hartherzig muss man sein, um sich da nicht der Deklassierten anzunehmen? Auch wir auf OneWorldMusic beweisen Mitgefühl und Herzlichkeit und wenden uns daher heute dem Teufel zu.

Gefeaturet wird derselbe von Matuto, einer US-amerikanischen, in New York ansässigen Band mit ihrem Album „The Devil & the Diamond“. Matuto machen das, was man dort als „Roots-Music“ bezeichnet. Auf Matuto bezogen heißt das eine Mischung aus Bluegrass, Hillbilly, Irish, Cajun, Pop, Rock, Jazz und Funk. Auffällig ist allerdings, dass sie diese, nicht unübliche Mischung mit brasilianischen Rhythmen aufpeppen. Auch Akkordeonist Rob Curto erweckt mit seinem Instrument nicht nur einmal den Charme des ländlichen Norden Brasiliens. Dieser kurze Trailer hier erlaubt es ihnen kurz in einige Stile von Matuto einzutauchen:

 

 

 

Das ist nette, kurzweilige Arbeit mit teils wirklich guter Instrumentalarbeit. Doch wie man hören kann haben Matuto im vokalen Bereich durchaus noch Nachholbedarf. Deswegen tritt auf der „The Devil & the Diamond“-CD auch immer wieder Aoife O'Donavan, ein äußerst begabter Jazz-Funk-Sänger, als Gast auf. Es ist überhaupt eine der Stärken von Matuto, dass sie dort, wo sie kreative Schwächen haben, diese äußerst geschickt durch gelungene, stimmige Arrangements zu kaschieren verstehen. Daran erkennt man ihr gutes Gespür für gelungene, „runde“ Musik.

www.matutomusic.com

Autor: Thomas Divis

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*                         no!
**                       lauwarm
***                     Yin/Yang
****                   ziemlich gut
*****                 wir empfehlen aus- & nachdrücklich

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