Ramsch & Rosen: Bellver

Beide ProtagonistInnen des Duos „Ramsch & Rosen“ sind VertreterInnen der jungen Volksmusik in Österreich und sind unseren LeserInnen bereits aus anderen Formationen bekannt. Julia Lacherstorfer, die bevorzugterweise mit Violine und Stimme arbeitet, war u. a. Teil der Gruppe „Aufstrich“, die allerdings nicht mehr existiert. Simon Zöchbauer ist ebenfalls vokal, aber auch per Trompete unterwegs – ihn kennen Sie als Leiter der Bläser-Truppe „Federspiel“, deren letztes Album an dieser Stelle vor gar nicht allzu langer Zeit wärmstens empfohlen wurde.

Gegeben wird altes Volksliedgut (neben dem durchaus auch mal eine Blumen-Huldigung von Jazzer Freddie Hubbard Platz hat) und kleine Eigenkompositionen. Die reichen vom witzigen „minimal“ Zöchbauers bis zu Lacherstorfer Reverenz an Nils Økland, einem zeitgenössischen Vertreter der skandinavischen Fiddel und die damit untrennbar verbundenen herrlich-elegischen Weisen des Nordens. Dennoch: Ton-angebend bleibt auf „Bellver“ die alpenländische Musik. Ruhige, berührende und mitunter besinnliche Lieder prägen den Charakter des Albums. Es sind Echos aus einer Zeit, „als die Uhren noch anders tickten“, wie es das Booklet trefflich beschreibt, die hier neue Aufnahme finden und in der unorthodoxen Kombi Violine + Trompete wiedergegeben werden. Damit erfreuen Ramsch & Rosen nicht nur unsere Ohren, sondern auch unsere Seele.
Hören Sie hier im Trailer den Endtrack der CD, die Miniatur „Tan“ von Simon Zöchbauer, bei der er ausnahmsweise einmal an der Zither zu hören ist.

Hörbeispiele zu weiteren Liedern des Albums „Bellver“ von Ramsch & Rosen sowie zwei Videos finden Sie hier.

www.ramschundrosen.at

Autor: Thomas Divis, April 2014

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*                         no!
**                       lauwarm
***                     Yin/Yang
****                   ziemlich gut
*****                 wir empfehlen aus- & nachdrücklich

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