Brasil! – The Ultimate Party Collection (Various Artists)

3 CDs
Decca/Universal Music
*** + 1/2

Sonido Gallo Negro: Sendero Mistico

Glitterbeat/Hoanzl
*** + 1/2

Als musikalischer Begleiter durch die Fußball-WM wurde der 3-CD-Sampler „Brasil! – The Ultimate Party Collection“ konzipiert. CD 1 richtet sich dabei mit seinen großteils Techno-Nummern an Menschen, denen es bei Musik weniger auf die Musik ankommt. Weitaus spannender sind CD 2 und CD 3.

Dort treffen wir auf viele großen Namen der MPB (Música Popular Brasileira), Samba und Bossa. Jorge Ben etwa gibt ein Stelldichein mit dem Klassiker „Taj Mahal“ und etwas später mit seinem funkigen „Se Segura Malandro“:

 „Girl from Ipanema“, „Agua De Beber“, „Berimbau“ und viele berühmte Titel mehr sind da zu finden. Und weil bei der Bossa Jazz oft gleich um die Ecke wartet gibt es hier auch einige sehr feine jazzige Stücke zu hören. Sehr genial zum Beispiel  „Não me diga adeus“ von Bossa Tres aus dem Jahre 1965:

Dass auf die Kompilation auch der kubanische Percussionist Mongo Santamaria mit seiner Version von Herbie Hancocks berühmten "Watermelon Man" Aufnahme fand nehmen wir freilich erstaunt zur Kenntnis. Auch Quincy Jones‘ „Soul Bossa Nova“ ( >> die „Austin Powers-Kennmelodie) ist eine kleine Schummel-Nummer, aber wer wird bei so einem netten Song schon kleinlich sein? Wenn Sie sich also schon immer mal einen ganz passablen Brazil-Sampler mit gängigen Nummern der letzten Jahrzehnte zulegen wollte (und die überflüssige CD 1 in Kauf nehmen), dann sind Sie mit „Brasil! – The Ultimate Party Collection“ durchaus gut beraten.

 

Ein sehr nettes Album haben wir für Sie diesmal auch noch aus Mexiko: die 9köpfige Band vom Schwarzen Hahn „Sonido Gallo Negro“ spielt so etwas wie Cumbia – allerdings ist es eine recht spezielle Cumbia-Form, weil mit Surfgitarren und psychedelischen Klängen kombiniert wird. „Sonido Gallo Negro“ spielen nicht unbedigt die Musik, mit der man World Music Awards gewinnen könnte, aber sie klingen so ungemein frisch und haben scheints so viel Freude beim Musizieren, dass das unweigerlich ansteckend auf die HörerInnen wirkt. - Und so eine Unbeschwertheit, frisch weg von der Leber gespielt, ist doch immer wieder fein anzuhören. Als Hörbeispiel haben wir hier für Sie von Sonido Gallo Negro den Song“ Tzantza Soul“:


Sonido Gallo Negro auf Soundcloud: https://soundcloud.com/sonido-gallo-negro

 

Autor: Thomas Divis, Juli 2014

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*                         no!
**                       lauwarm
***                     Yin/Yang
****                    ziemlich gut
*****                  wir empfehlen aus- & nachdrücklich

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