Jan Bauer: Der salzige Fluss

Avant-Verlag, Comic/Graphic Novel, 2014, 234 Seiten, € 20,60

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.“ Aber gesetzten Falles man ist ein Graphiker, dann kann man natürlich auch was zeichnen, nach einer Reise. So wie der Deutsche Jan Bauer, der mit seinem Rucksack im Herzen Australiens unterwegs war und nun seinen ersten Graphic Novel vorlegt.

Zum Trip nach Australien entschloss er sich nach mehreren einschneidenden persönlichen Erlebnissen. Mit dem Vorsatz der Selbstreflexion und -analyse zog er, andere meidend, in die dortige sprichwörtliche Pampa der Outbacks. Das klingt jetzt mal nicht unbedingt spannend und wäre es tatsächlich auch nicht, wenn dem Protagonisten nicht auf einmal das Schicksal in Form einer jungen Französin über den Weg gelaufen wäre. Plötzlich wird ganz neu fokussiert und nach einer kleinen Bedenkpause beschließt man gemeinsam weiter zu wandern. Bis zu dem Punkt, an dem sich beide schließlich wieder voneinander verabschieden werden müssen.

Sehr sympathisch und voller Selbstironie schildert Jan Bauer diese Reise. Es ist nicht nur eine kräftezehrende Reise durch die  beeindruckende Landschaft der Outbacks, sondern auch eine zaghafte Reise in die Nähe des anderen.

 

 Einen Trailer zu „Der salzige Fluss“ von Jan Bauer und die ersten 16 Seiten des Buches als Leseprobe finden Sie hier.

 

Autor: Thomas Divis, September 2014

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