Isabel Peterhans: Yallabyebye - Bloggeschichten aus Jerusalem

Edition Moderne, Graphic Novel, Zürich 2014, 96 Seiten, € 22,70

„Mit Jerusalem ist es wie mit dem Rauchen. Du weißt, dass es nicht gut für dich ist, aber du kannst trotzdem nicht damit aufhören.“

Diese Aussage stammt von Ala. Ala hat polnisch/palästinensische Wurzeln und arbeitet für eine polnische Nachrichtenagentur: "Der Job ist hart: sie soll positive Nachrichten aus Israel liefern.“. Mehr erfahren die LeserInnen über Ala nicht. Nur dass sie wohl ein hübsches Gesicht und eine asymmetrische Frisur hat ist ihrem Portrait neben dem Text anzusehen. Ala ist eine der vielen Personen, die Isabel Peterhans bei ihrem Studienaufenthalt in Israel kennen gelernt hat. Von September 2011 bis Jänner 2012 studierte Peterhans dort an der Bezalel Hochschule für Kunst & Design. Schlaglichtartig werden in „Yallabyebye“  junge, zumeist „alternative“ eingestellte Israelis und PalästinenserInnen vorgestellt. Ihnen allen ist das Leben in einem Ausnahmezustand gemein („Taher erklärte mir, dass er einen Ohrring trägt, um die Checkpoints leichter zu passieren, da die Grenzpolizisten dann annehmen, er sei Israeli.“).
Isabel Peterhans lose Portraits wurden zumeist legere mit Buntstiften, Wasserfarben und Filzstiften angefertigt und dann als „Yallabyebye“-Blog veröffentlicht, der reges Interesse verzeichnen konnte. „Yallabyebye“ war aber gleichzeitig auch Isabel Peterhans‘ Diplomarbeit, die mit dem Förderpreis der Stiftung Zeugindesign bedacht wurde.


Zu einer kleinen Leseprobe geht’s hier.

www.isabelpeterhans.ch

www.editionmoderne.ch


Autor: Thomas Divis, Oktober 2014

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