Marguerite Abouet & Clément Oubrerie: Aya - Leben in Yop City

Reprodukt, Comic/Graphic Novel, Berlin 2014, 360 Seiten, € 39.90

„Aya“ ist ein auf sechs Bände angelegter Graphic Novel über das Heranwachsen von Teenagern in Elfenbeinküste Ende der 70er Jahre.

Sammelband 1 – 3 wurden Ihnen von uns bereits an dieser Stelle vorgestellt. „Leben in Yop City“ beinhaltet nun die Folgen 4 – 6. Die Protagonisten sind die selben, doch die Handlung wird zunehmend burlesker, vor allem was Moussa, den kleinen Punk betrifft. Der hat sich nämlich mit gestohlenem Geld von seinem Big Daddy, seines Zeichens Firmenboss, aus dem Staub gemacht und reist nun als Wohltäter im Busch von Dorf zu Dorf. Ihm dicht auf den Fersen sind ein vor Wut schnaubender Vater und eine überaus besorgte Mutter. Die junge Felicite: Sie hat einen Schönheitswettbewerb gewonnen. Das ruft ihren leiblichen Vater am Land auf den Plan. Der hat seine Tochter einst verkauft; jetzt wittert er das große Geld und holt sie wieder zurück. Das schwule Paar Innocent und Albert: Sie haben sich getrennt. Während sich Albert auf eine „Rückkehr“ ins heterosexuelle Leben vorbereitet ist Innocent nach Frankreich losgestartet um dort sein Glück zu versuchen. Aber wird sein Charme ausreichen, um mit den Problemen, die dort unweigerlich auf ihn warten, zurecht zu kommen? Aya selbst hat nun doch ihr Medizinstudium begonnen. Doch besonders ein Professor macht ihr und anderen Mädchen das Leben sehr, sehr schwer.

In bester Nollywood-Manier bietet „Leben in Yop City“ jede Menge rasanter Handlungen, Intrigen, Tränen, Humor und natürlich viel Liebe. Zusätzlich interessante Akzente werden gesetzt, weil das Heranwachsen in Elfenbeinküste aus weiblicher Sicht geschildert wird.
 

Eine Leseprobe vom Buch finden Sie hier.
 

Autor: Thomas Divis, Nov. 2015

Share this:

Hinzufügen Del.icio.us Hinzufügen Facebook