Internationale Hilfe für Opfer der schweren Regenfälle in Peru

Aufgrund der Sturzfluten, Überschwemmungen und Schlammlawinen hat die peruanische Regierung in 750 Distrikten in 13 Regionen des Landes den Notstand erklärt, zahlreiche Gemeinden sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten.

© Ministerio de Defensa del Perú, CC by 2.0

© Ministerio de Defensa del Perú, CC by 2.0

Insgesamt sind circa 742.000 Personen direkt von den seit Wochen anhaltenden Regenfällen betroffen. 13.000 Häuser sind komplett zerstört, weitere 120.000 beschädigt. In der Hauptstadt Lima, die besonders betroffen ist, wurde fließendes Wasser rationiert, die Schulen bleiben vorerst geschlossen. Die Höhe der entstandenen Sachschäden ist derzeit noch nicht absehbar. 1.900 Kilometer Straße sind unpassierbar und 159 Brücken kollabiert. Mindestens 35 Schulen und elf medizinische Versorgungszentren sind zerstört wurden.

Indes haben die Mitglieder der Andengemeinschaft, zu der neben Peru Kolumbien, Ecuador und Bolivien gehören, eine "Erklärung über klimatischen Notfall in Peru" einstimmig verabschiedet. In dieser bekennen sie sich zur absoluten Solidarität und kündigen an, sämtliche Tätigkeiten des peruanischen Präsidenten Pedro Pablo Kuczynski und dessen Kabinett sowie des Kongresses zu unterstützen, welche die soziale und humanitäre Krise im Land zu lösen versuchen. Des weiteren aktivierte das Andenparlament ein Komitee für Notfälle, das die Hilfe der Andenstaaten koordinieren soll. Erste Spenden und Freiwillige sind in Peru angekommen.

Auch andere lateinamerikanische Staaten leisten Unterstützung. So trafen am Wochenende bereits mehrere Flugzeuge mit insgesamt 83 Tonnen Hilfsgütern, darunter vor allem Medizin und nicht verderbliche Lebensmittel, aus Venezuela ein. Präsident Nicolas Maduro bedankte sich bei Kuczynski für die Autorisierung der Lieferungen und sprach seine Hoffnung für die Verbesserung der Beziehungen beider Länder aus.

Quelle: amerika21, 29. März 2017

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