Tag der Hebammen

Wir brauchen mehr LebensretterInnen - täglich 800 Todesfälle wegen Müttersterblichkeit

"Jeden Tag sterben über 800 Frauen und Mädchen an Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt. Die allermeisten in Ländern des globalen Südens. Professionelle Geburtshilfe könnte viele dieser verlorenen Leben retten, aber es gibt Lücken in der medizinischen Betreuung, es herrscht Personalmangel oder die Schwangeren haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung“, betont Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung und Gründerin der Plattform Mutternacht, anlässlich des Internationalen Tages der Hebammen am 5. Mai. Die Plattform aus NGOs und Parlamentsparteien hat zum Ziel, über Gründe von Müttersterblichkeit im globalen Süden zu informieren und die österreichische Bundesregierung an ihr Commitment zu erinnern, sich an der Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele zu beteiligen. Das Ziel 3 der Agenda 2030 sieht vor, dass bis zum Jahr 2030 nur mehr 70 Todesfälle auf 100.000 Lebendgeburten kommen. „Ein wichtiger Beitrag wäre, mehr Gesundheitspersonal auszubilden“, betont Bayr.

Anlässlich der Mutternacht: Filmabend mit anschließender Publikumsdiskussion „I Am Nojoom, Age 10 and Divorced”

Jährlich werden 15 Millionen Mädchen vor deren 18. Geburtstag verheiratet. Basierend auf Tatsachen erzählt die Dokumentarfilmerin Khadija Al-Salami in ihrem Spielfilm von einem Mädchen aus dem Jemen (Reham Mohammed), das von ihren Eltern zwangsverheiratet und vom Mann missbraucht wird und schließlich vor dem Richter die Scheidung verlangt. Die Plattform Mutternacht lädt zum gratis Filmschauen und zur anschließenden Diskussion ein.

Wann: Donnerstag, 11. Mai, 17.00 bis 19.30 Uhr   Wo: wienXtra cinemagic, Uraniastr. 1, 1010 Wien, Eintritt frei!

Quelle: Presseaussendung, Petra Bayr, Mai 2017

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