Die Welt in Zahlen: Wie unser Lebensstil das Weltklima beeinflusst

GLOBAL 2000 geht mit dem Thema „Lebensstil“ in die zweite Runde des MUTTER ERDE-Rahmenprogramms „Was wäre, wenn...?“

Global 2000

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Im Rahmen des diesjährigen Klima-Schwerpunktes von ORF MUTTER ERDE präsentiert GLOBAL 2000 nun den zweiten Teil der neuen Kurzstudien-Serie „Was wäre, wenn...?“ mit dem Thema Lebensstil. Die GLOBAL 2000-Reihe „Was wäre, wenn...“? stellt dabei die wichtigsten Fakten rund um das Thema Klimaschutz dar und zeigt, wie einfach sich die Welt zum Positiven verändern ließe, wenn wir bei Wohnen, Ernährung, Konsum und Mobilität umdenken und einen besseren, ökologischeren Weg einschlagen würden. Diese Reihe soll Bewusstsein darüber schaffen, dass wir etwas ändern können und müssen, denn jeder und jede von uns hat es in der Hand.

Die Auswirkungen unseres Lebensstils
Unser Lebensstil – also die Art, wie wir uns fortbewegen, was wir essen, was und wie viel wir kaufen und in welchen Häusern wir leben – hat direkten Einfluss auf unser Klima. Um die Auswirkungen unseres Lebensstils auf die Treibhausgasemissionen Österreichs aufzuzeigen, wurde das Leben von vier imaginären Personen modelliert und deren jährliche Klimabilanz errechnet.
Zwei Personen wohnen dabei in der Stadt, zwei in ländlichen Regionen. Jeweils eine Person davon kann sich als UmweltheldIn bezeichnen und die jeweils andere kann ihren Lebensstil stark verbessern. Als wichtigste Umwelthandlungsfelder wurden dabei die Bereiche Wohnen, Mobilität, Ernährung und Konsum identifiziert.

Umweltverhalten in der Stadt
UmweltheldInnen in der Stadt leben auf kleinem Raum in thermisch sanierten und mit Fernwärme bzw. erneuerbaren Energien beheizten Wohnungen. Ihr Strom kommt von einem der drei von GLOBAL 2000 anerkannten Ökostromunternehmen. Sie können auf das Auto leicht verzichten und gehen zu Fuß, fahren mit dem Rad oder benützen öffentliche Verkehrsmittel. UmweltheldInnen leben vegetarisch oder flexitarisch und kaufen ihre Lebensmittel nach dem Motto biologisch, saisonal und regional. Ihr CO2-Fußabdruck: 4,4 Tonnen CO2 pro Jahr.
Die in der Studie fiktiv gewählten Personen mit Verbesserungspotenzial leben in der Stadt in unsanierten Wohnungen, die mit fossilen Brennstoffen beheizt werden. Sie benützen für viele ihrer Wege das Auto, obwohl dies gar nicht erforderlich wäre, gehen verschwenderisch mit Energie um und freuen sich über ein jährliches Upgrade von Handy und anderen Konsumartikeln. Sie sind richtige Fleischtiger, wobei das einzige Kriterium beim Kauf der Preis darstellt. Ihr CO2-Fußabdruck: 21,4 Tonnen CO2 pro Jahr.

Umweltverhalten am Land
UmweltheldInnen am Land leben in richtig dimensionierten Passivhäusern, die mit Wärmepumpe und Photovoltaikanlage ausgestattet sind. Der weitere Strombedarf wird von einem Ökostromunternehmen bezogen. Das oftmals nötige Pendeln erfolgt mit dem Zug, wobei für manche ein E-Auto zur Erreichung des nächsten Bahnhofes oder der einen oder anderen abgelegenen Ortschaft erforderlich sein mag. UmweltheldInnen leben vegetarisch oder flexitarisch und bauen auch gerne selbst Obst und Gemüse im eigenen Garten an. Ihr CO2-Fußabdruck: 3,8 Tonnen CO2 pro Jahr.
Die Menschen mit Verbesserungspotenzial leben am Land in überdimensionierten und unsanierten Häusern, die mit fossilen Brennstoffen wie einem Ölkessel beheizt werden. Sie benutzen für beinahe alle Wege ihr Auto und sind wahre Fleischtiger. Ihr CO2-Fußabdruck: 19,8 Tonnen CO2 pro Jahr.

Was wäre, wenn...?
„Gäbe es nur UmweltheldInnen in Österreich, so würde sich unsere Klimabilanz auf rund 34 Millionen Tonnen CO2 belaufen. Im umgekehrten Fall würde das mit rund 173 Millionen Tonnen CO2 eine rund fünffache Klimabelastung bedeuten“, erklärt Studienautor Bernhard Wohner, Nachhaltigkeitsexperte der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.
„Der Mythos, man könne nur in der Stadt umwelfreundlich leben, wurde widerlegt“, so Wohner weiter. „Wir können ein gutes Leben führen, ohne ständig neuen Dingen nachlaufen zu müssen. Wir können zufrieden sein, mit dem was wir haben und unsere Produkte solange verwenden, bis sie tatsächlich defekt und nicht mehr reparierbar sind. Wir alle können zu einem Stromversorger mit Ökostrom wechseln, öfter mal das Auto stehen lassen und unseren Urlaub im wunderschönen Österreich genießen, ohne dabei ins Flugzeug steigen zu müssen. Wir alle können unsere Lebensmittel nach dem Motto Bio-saisonal-regional einkaufen und unseren Fleischkonsum reduzieren, um der Umwelt etwas Gutes zu tun.“

Hier geht's zur Studie „Was wäre, wenn wir anders leben würden?"

Nähere Infos zum ORF MUTTER ERDE-Schwerpunkt finden Sie unter www.muttererde.at

Aktuelles Video „Was wäre, wenn wir anders leben würden?"

Quelle: Presseaussendung, Global 2000, Mai 2017
 

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