Weltflüchtlingstag: Kunstprojekt in Uganda bringt Farbe in den tristen Alltag der Flüchtlingskinder

In Bidibidi im Norden Ugandas leben 280.000 südsudanesische Flüchtlinge – 68 Prozent von ihnen sind Kinder. World Vision brachte in Kooperation mit der Online-Community „Apartial“ Farbe und Hoffnung in die größte Flüchtlingssiedlung der Welt.

© World Vision

© World Vision

Ziel des Projekts #ABrighterFuture war es, den Kindern zu helfen, ihre Geschichten zu erzählen. „Diese Kinder haben sehr viel durchgemacht. Viele von ihnen mussten mitansehen, wie ihre Eltern und Geschwister ermordet wurden. Manche haben eine Entführung überlebt. Die Teilnahme an diesem Projekt gibt ihnen ein Gefühl von Hoffnung“, sagt James Kamira, Kinderschutzkoordinator bei World Vision Uganda.
 
Der irische Künstler Maser arbeitete direkt mit den jungen Flüchtlingen und gestaltete ein Kinderschutzzentrum von World Vision in seinem typischen Stil komplett neu: bunte Farben und abstrakte, geometrische Formen. In Kinderschutzzentren erhalten Kinder psychosoziale Unterstützung, Training in Konfliktbewältigung sowie Vorschulbildung. Es sind sichere Plätze, an denen die Kinder spielen und vertrauensvoll, um Hilfe fragen können.  „Ich liefere nur die Vorlage und lasse dann die Kinder übernehmen, es ist schließlich ihr Platz. Das Kunstwerk ist ein Werkzeug – ein Vermittler für Gespräche und neue Erfahrungen“, erklärt Maser, der auf der ganzen Welt bereits großflächige Werke gestaltet hat.
 
100 unbegleitete Flüchtlingskinder pro Tag
World Vision geht davon aus, dass täglich mehr als 100 von ihren Familien getrennte und unbegleitete geflüchtete Minderjährige aus dem Südsudan nach Uganda kommen. Wenn sie ankommen, sind sie zwar vor Krieg sicher, aber oft anderen Formen von Gewalt ausgesetzt.  „World Vision vermittelt diese unbegleiteten Minderjährige vorübergehend an Pflegefamilien. Wir machen geeignete Flüchtlingsfamilien ausfindig und beobachten weiterhin das Wohlergehen der Kinder“, sagt Gilbert Kamanga, Nationaldirektor von World Vision Uganda.
 
Uganda hat eine der progressivsten Flüchtlingspolitiken der Welt. Das Land lässt die Grenzen nach wie vor offen. Flüchtlingsfamilien bekommen ein Stück Land, eine Arbeitsbewilligung sowie Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen und Bildung.

Quelle: Aussendung Word Vision, 19. Juni 2017

Share this:

Hinzufügen Del.icio.us Hinzufügen Facebook