Coffee to go, aber bitte bio-fair!

Bäckereien versorgen die ÖsterreicherInnen längst nicht mehr nur mit Brot und Gebäck, sondern ebenso mit Kaffee für Unterwegs. Südwind hat zwölf Bäckerei-Ketten und ihre Kaffees im Hinblick auf ihr bio-faires Angebot untersucht. Der Großteil der Bäckereien schenkt ihren KundInnen weder Kaffee mit Bio- noch mit Fairtrade-Siegel aus.

© Daniel Auer

© Daniel Auer

Nur die zwei Ketten Ströck und Gradwohl bieten bio-fairen Coffee to go an. Mit der Forderung „Zeit für fairen Kaffee“ gingen heute Südwind-AktivistInnen auf die Straße. Bei den in Wien vertretenen Bäckerei-Ketten Anker, Der Mann, Felber, Geier und Backwerk bestellen KundInnen vergeblich einen fairen Kaffee, so das Ergebnis des Südwind Kaffee-Checks. Der Test zeigte auch, dass bio- und Fairtrade-zertifizierter Kaffee nicht teurer sein muss. Die Testsieger Ströck und Gradwohl liegen beim Preis für einen Becher Espresso to go im Mittelfeld.

Über 1.000 KonsumentInnen haben bereits die von Südwind gestartete Petition für den Ausbau des bio-fairen Kaffee-Angebots unterstützt. „Für die großen Bäckerei-Ketten gibt es keine Ausreden mehr. Ein Umstieg auf nachhaltigen Kaffee ist möglich. Sie müssen ihn nur machen!“, fordert Elisabeth Schinzel von Südwind.

Kaffeebauern und -bäuerinnen kämpfen mit steigenden landwirtschaftlichen Kosten, den Schwankungen des Kaffeepreises und zunehmend auch den Auswirkungen des Klimawandels. Fairtrade-Kooperativen bieten einen fairen Mindestpreis und Unterstützung an, um mit den Anforderungen des Klimawandels besser umzugehen.

Quelle: Aussendung Südwind, 11. Dezember 2017

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