13 Millionen Menschen benötigen Nothilfe. Derzeitige Mittel reichen nicht aus

Die Hilfsorganisation CARE ruft anlässlich der am 13. April in Genf stattfindenden Geberkonferenz für den Kongo die Geberstaaten auf, die notwendigen Mittel zur Bewältigung der humanitären Krise in der Demokratischen Republik Kongo zu erhöhen.

© Care

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Ziel der Geberkonferenz ist es, rund 1,7 Milliarden Dollar für Hilfsmaßnahmen aufzustellen – viermal so viel, wie 2017 für die Nothilfe im Kongo zur Verfügung stand. Nach Angaben der Vereinten Nationen hungern mehr als 7,5 Millionen Menschen im Kongo – das sind 30 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Mehr als 2 Millionen Kinder sind von akuter Mangelernährung betroffen. Frauen und Mädchen haben unvorstellbare sexuelle Gewalt erlebt. Der Ausbruch von Krankheiten wie Cholera, Masern und Malaria trifft jedes Jahr zehntausende Menschen. Die zunehmende Gewalt zwang im Vorjahr hunderttausende Menschen, darunter überwiegend Frauen und Mädchen, zur Flucht.

Rund 740.000 Menschen sind in die Nachbarländer Angola, Burundi, Ruanda, Uganda und Sambia geflüchtet. „Derzeit ist es uns nicht möglich, alle der 7,5 Millionen hungernden Menschen mit Nothilfe zu erreichen“, berichtet Bisimwa. „Wir brauchen dringend mehr Mittel und Unterstützung, sonst können wir nicht allen helfen, zu überleben.“

Die Krise im Kongo wird als „stiller humanitärer Tsunami” bezeichnet, die Lage verschlechtert sich rasant. „Der blutige Konflikt fordert jeden Tag Menschenleben“, berichtet David Bisimwa, Nothilfe-Koordinator von CARE in der Demokratischen Republik Kongo. „Wir gehen davon aus, dass in diesem Jahr 13 Millionen Menschen im Kongo humanitäre Hilfe benötigen werden. Das ist jeder sechste Einwohner.“

Aussendung CARE, 11. April 2018

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