Syrischen Flüchtlingen fehlt Geld für Nahrung und Medizin

Die von der Hilfsorganisation CARE publizierte Studie „8 Years Into Exile“ untersucht die Lebensbedingungen von syrischen Flüchtlingen in Jordanien.

© CARE

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Im achten Kriegsjahr des Syrienkonflikts sind die Zahlen ernüchternd: 90 Prozent der Flüchtlinge sind verschuldet, ihnen fehlt selbst für Grundbedürfnisse wie Nahrung und Medizin das Geld.

Unabhängig davon ob das Einkommen aus humanitärer Hilfe oder Arbeit stammt: Das durchschnittliche Familieneinkommen von syrischen Flüchtlingen in Jordanien beträgt 279 US-Dollar monatlich, die Ausgaben – ein Großteil davon für die Miete – betragen hingegen 328 US-Dollar. "Neunzig Prozent der syrischen Flüchtlinge sind deshalb verschuldet", berichtet Salam Kanaan, Länderdirektorin von CARE in Jordanien. "Kaum eine Familie kann sich noch genügend Nahrung und Medikamente leisten." Häufig sehen Familien keinen anderen Ausweg als ihre Töchter früh zu verheiraten oder ihre Kinder arbeiten zu schicken.

46 Prozent der syrischen Kinder in Jordanien besuchen keine Schule
"Es sind schockierende Zahlen, die zeigen, wie groß die Krise ist. Jede zehnte Familie muss ihren Sohn oder ihre Tochter verheiraten, um selbst über die Runden zu kommen", schildert Salam Kanaan die Lage. Lediglich 46 Prozent der syrischen Kinder besuchen eine Schule. Bei den Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahre sind es überhaupt nur 28 Prozent, die eine weiterführende Schule oder Universität besuchen.  Die Situation für syrische und irakische Flüchtlinge, aber auch bedürftige Jordanier müsse daher dringend verbessert werden, appelliert Kanaan – mithilfe der jordanischen Regierung, der internationalen Gemeinschaft und Hilfsorganisationen.

Quelle: Aussendung CARE, 24. Oktober 2018

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