Zahl der Morde an Frauen in Guatemala steigt dramatisch!

Die Regierung in Guatemala sieht weg!

In den letzten vier Jahren wurden in Guatemala mehr als 1.500 Frauen ermordet, Tendenz steigend. Seit 2001 werden seperate Statistike für Männer und Frauen geführt. 2001 wurden demnach 222 Frauen brutal ermordet, 2004 bereits 494 und im ersten Halbjahr 2005 225, das sind mehr als ein Mord pro Tag. Viele von ihnen waren vorher mit ausgesprochener Brutalität misshandelt, verstümmelt und vergewaltigt worden.

23 Polizisten werden mit diesen Mordfällen in Verbindung gebracht. Es wird vermutet, dass der Armee nahe stehende Sicherheitskräfte versuchen, über die Morde die politische Stabilität des Landes zu untergraben. Die "Guatemala Human Rights Commission" sieht die Regierung als Mitschuldige, da gezielte Maßnahmen, die Situation zu verbessern, unterlassen werden. Die Spezialeinheit der Polizei für die Aufklärung von Morden an Frauen wurde von 22 auf 5 MitarbeiterInnen reduziert.

Hilda Morales Trujillo (Guatemala´s Network for Non-Violence Against Women) kann sich diese grausamen Morde nur durch Frauenfeindlichkeit und einen extremen Hass auf Frauen erklären. Aufgrund des Bürgerkrieges wurden in der von Männern dominierten Gesellschaft Guatemalas das Tragen von Waffen und das Anwenden extremer Gewalt zum Alltag. Viele junge Frauen drücken sich heutzutage viel freier aus als früher, sie besuchen länger Schulen oder gehen arbeiten, doch immer mit einem Gefühl der Angst und Ungewissheit.

Quelle & weitere Informationen:

► Guatemala Human Rights Commission

► BBC Beitrag von Tobias Pilz (7. Februar 2005) Überarbeitet von Sabine Oberhofer (10.6.2005)

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