Fußball mit Freude

Angola hat sich erstmals in seiner Geschichte für eine Fußballweltmeisterschaft qualifiziert. Abseits von Bürgerkrieg, Not und Elend rückt das Land jetzt mit Positivschlagzeilen in den Fokus der Öffentlichkeit.

Der 8. Oktober 2005 wird wohl seinen Weg in die Geschichtsbücher Angolas finden: mit dem Sieg gegen Ruanda löste man das Ticket nach Deutschland. "Noch fehlen mir die Worte, um das auszudrücken, was wir nach der Qualifikation erlebt haben. Es war eine ganz große Feier. Die Fans haben uns gefeiert, als ob wir Weltmeister geworden wären", erklärte De Oliveira Goncalves, seit Ende 2003 Trainer der Nationalelf Angolas, gegenüber FIFAworldcup.com. Neben Angola wird man aus Afrika noch Ghana, Togo, die Elfenbeinküste und Tunesien bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland spielen sehen. Die Vier zuerst genannten haben eines gemeinsam: sie haben sich erstmalig für eine Fußball-WM qualifiziert. Dabei setzten sie sich gegen so starke Fußballnationen wie Südafrika, Senegal, Kamerun oder Nigeria durch. Angola behielt in der starken Gruppe mit Simbabwe, Ruanda, Nigeria, Gabun und Algerien die Nase vorn. Das von allen Experten als haushoher Favorit gehandelte Nigeria hatte das Nachsehen gegen die als "schwarze Antilopen" titulierten Angolaner. Der Schlüssel zum Erfolg war ihre Heimstärke. In sämtlichen Qualifikationsspielen konnte nicht ein Punkt aus dem heimischen Stadion "La Cidadela" entführt werden. . In Deutschland will man das Land würdig vertreten und die Chance nutzen, sich der Weltöffentlichkeit von einer positiven Seite zu präsentieren. Goncalves verspricht einen fröhlichen Fußball eigener Prägung zu zeigen. Freude, Engagement, Härte und taktische Disziplin sollen die Eckpfeiler einer erfolgreichen WM werden, bei "der man alles daran setzen wird, um für eine Sensation zu sorgen." (Beitrag von Stefan Heißenberger, 21.11.05) Link: http://fifaworldcup.yahoo.com/06/de/051024/1/2r2v.html

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