OneWorld.at sucht ehrenamtliche AutorInnen

Für die Nachrichten-Rubrik "Süd-News" sucht die entwicklungspolitische Internet-Plattform OneWorld.at ehrenamtliche AutorInnen.

Meditieren hinter Gittern

Mönche in Thailand besuchen Gefängnisse und meditieren mit den Inhaftierten. Sie sollen dadurch innere Stärke entwickeln und mit dem Leben hinter Gittern leichter zurechtkommen.
Eine Reportage von Carina Pichler

AfrikaAfrika!

„Die Zirkusextravaganz vom Kontinent des Staunens“ nennt sich die Show, die gerade in Wien zu Ende ging. Eine Kritik von Julia Siart.

Der Migrant als Ware

Malaysien ist für muslimische MigrantInnen aus Myanmar Hoffnungsträger Nummer 1. Doch am Weg dort hin sind sie eine Ware in den Händen von korrupten Behörden und kriminellen Schlepperbanden – vor allem in Thailand.

Auch Frauen sind brutal

Jahrzehnte lange Konflikte und Gewalt in der DR Kongo. V.a. die ausufernde Zahl an Vergewaltigungen zwang das Land zu Reformen: Frauen arbeiten nun auch im Militär und bei der Polizei, um die (sexuelle) Gewalt gegen ZivilistInnen einzudämmen. Doch das greift zu kurz und kann zu noch mehr Gewalt führen.

Impro auf Brasilianisch

Musik und improvisierte Texte sind der Kern des Maracatu in NO-Brasilien. Feminismus und Kritik am System haben die Tradition erneuert.

Das österreichische Spendengütesiegel: Ein Zeichen für Qualität?

Gütesiegel stehen für Transparenz und schaffen Vertrauen. Für soziale Belange und besonders in der Zeit rund um Weihnachten, in der Spendenvolumen ansteigen, ist die Frage berechtigt, ob das Spendegütesiegel tatsächlich zu mehr Transparenz und Vertrauen führt.

Kampf für faire Textilien

Beauty und Mantis wollen das gleiche. Die Südafrikanerin Beauty als Gewerkschafterin in Textilfirmen und die britische Firma Mantis indem sie ethisch produzieren lässt.

El Salvador: Neoliberalismus für alle Zeiten?

Im Februar 2014 finden wieder Präsidentschaftswahlen in El Salvador statt. Die Menschen stehen vor der Wahl, den sozialdemokratischen Reformkurs der FMLN zu bestätigen oder ihre Stimme für einen Wechsel nach rechts mit ARENA oder GANA abzugeben. Indessen befürchten kritische BeobachterInnen, dass die rechte Angst- und Schmutzkübelkampagne gegen die ehemalige Guerilla FMLN aufgehen könnte und rufen die US-Regierung dazu auf, von einer politischen Intervention abzusehen.

Bauernopfer in Myanmar

Myanmar hat innerhalb kürzester Zeit massive demokratische Reformen eingeleitet, ehemalige Feinde ins Parlament geholt, und freut sich über das Lob westlicher Staaten. Die brodelnden Konflikte zwischen Muslimen und Buddhisten möchte man gerne vom Tisch haben, doch stellen sich gerade hier fundamentale Fragen.

Multis gegen Staaten

Der Vorrang der Wirtschaft vor der Politik zeigt sich nirgendwo so deutlich wie bei den Streitfällen zwischen transnationalen Unternehmen und Nationalstaaten. Zahlreiche Konzerne haben im Rahmen des Weltbank-Schiedsgerichtes und internationaler Investitionsschutzabkommen Regierungen von Ländern geklagt, die meistens der ärmeren Erdhälfte angehören.

Mexiko: Wassernotstand ausgerufen

Am 20.9.2013 trafen sich hunderte VertreterInnen von sozialen Organisationen und beteiligten sich am Permanenten Tribunal des Volkes in San Miguel de Allende, Guanajuato. Dabei wurde der „nationale Notstand“ für Mexikos Wassersysteme ausgerufen.

Honduras: Staudammgegnerin mit Haft bedroht

Ein honduranisches Gericht hat am 20.9. Untersuchungshaft über Bertha Cáceres verhängt. Cáceres koordiniert den Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indigenas de Honduras (COPINH), der sich dem Widerstand gegen das Staudammprojekt Agua Zarca verschrieben hat. Amnesty International betrachtet Cáceres als eine Gewissensgefangene.

Mexiko: Der „Frühling der LehrerInnen“

Seit mehreren Monaten rebellieren die LehrerInnen in verschiedenen Bundesstaaten von Mexiko gegen eine neue „Bildungsreform“. Tatsächlich ist sie eine Arbeitsreform, mit der die LehrerInnen ins Prekariat gestürzt werden sollen. Für drei Wochen war sogar der Zócalo, der zentrale Platz von Mexiko-City besetzt – jetzt wurde er gewaltsam von der Polizei geräumt.

Erfolge in Guatemala

Außergerichtliche Hinrichtungen sind in Guatemala üblich und gelten als Akt “sozialer Säuberung”. Auch die guatemaltekische Polizei bedient sich dieser Praxis. Nun wurde der ehemalige Chef der Kriminalpolizei verurteilt.

Neue Hoffnung für Iran

Anfang August wurde Hassan Rohani als neuer Präsident Irans vereidigt. Die vorausgegangenen Wahlen verliefen ruhiger als noch 2009. Viele Frauen hoffen auf eine entspanntere Rechtslage gegenüber Frauen.

Choc vs. HudBay

Das kanadische Bergbau-Unternehmen HudBay, das in Guatemala tätig ist, wird angeklagt wegen Vergewaltigung, Mord und Schussverletzungen in Guatemala. Das Gerichtsverfahren findet in Kanada statt.

Brisanter Brennstoff Kohle

In Kolumbien boomen die Auslandsinvestitionen und der Export, vor allem von Gold und Bergbauprodukten. Größter Abnehmer für die Steinkohle ist Deutschland. Doch für Mensch und Umwelt hat diese Bonanza großteils nur Nachteile gebracht.

Mittelamerika: „Ja zum Leben – Nein zum Bergbau“

Das neoliberale Rohstoff-Extraktionsmodell stößt in Lateinamerika auf zunehmenden Widerstand. Besonders die betroffenen Communities und indigenen Gruppen vernetzen sich über Grenzen hinweg und protestieren gegen rücksichtslose Bergbauprojekte, die ihnen von der Industrie aufgezwungene werden. Mitte Januar 2013 versammelten sich nun BergbaugegnerInnen aus Zentralamerika und Kanada im mexikanischen Oaxaca zu einem Forum unter dem Motto „Ja zum Leben – Nein zum Bergbau“.

"Indigene Völker müssen nicht „entwickelt“ werden"

Survival ist die einzige Organisation, die ausschließlich der Arbeit für die Rechte indigener und tribaler Völker weltweit gewidmet ist. Linda Poppe ist Koordinatorin von Survival International Deutschland. In Berlin wurde sie von Madeleine Kassar zum Thema indigene Völker, ihre Bedrohungen und Perspektiven interviewt.

Lateinamerika: Bergbau macht krank

Der Bergbau-Boom in Lateinamerika profitiert von den lockeren Standards für die Industrie in den Herkunftsländern und geringen Steuern, was hohe Gewinne verspricht. Darunter leiden Menschen und Umwelt in den Regionen, in denen die Metalle abgebaut werden. Unterdessen wurde im Sommer beim ersten „Gesundheitstribunal des Volkes“ das kanadische Unternehmen Goldcorp wegen Missachtung der Rechte von lokalen BewohnerInnen und Umwelt schuldig gesprochen.

Der Kampf gegen HIV/Aids

Die Vereinten Nationen verabschiedeten im Jahr 2001 die Millenniumsentwicklungsziele. „Keine Neuinfektionen von HIV bis 2015“ ist eines der acht Ziele (1). Die Zeit läuft und vieles muss noch getan werden, um das Ziel zu erreichen. Doch der Bericht des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen zur Reduzierung von HIV/Aids (UNAIDS) für den diesjährigen Welt-Aids-Tag (1.12.) verspricht Gutes und die Zahlen weisen darauf hin, dass Schritte in die richtige Richtung getan werden.

Honduras: ‚Charter Cities’ als neoliberaler Albtraum

Der Putsch gegen den honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya im Jahr 2009 trägt skurrile Blüten: Neoliberale Missionare unter Anleitung ihres Chefideologen Paul Romer nutzen die instabile Lage in Honduras aus, um ihre scheinbar aus einer dystopischen Science Fiction Phantasie entsprungene Vision von den ‚Charter Cities’ zu verwirklichen.

Presse(freiheit) in Haiti

Kritische JournalistInnen in Haiti müssen, um ihren Beruf nachgehen zu können, mit verschiedenen Schwierigkeiten kämpfen. Die Regierung erfüllt nicht immer ihre Pflicht Meinungs- und Pressefreiheit zu schützen. JournalistInnen stellen sich den Herausforderungen und hoffen auf Verbesserung durch den neuen „Minister of Communication“.(1)

Chile: Medienkonzentration schadet Meinungsvielfalt

Die Schließung der Tageszeitung La Nación in Chile wirft Fragen nach dem Pluralismus der Medien auf. Zwei große Konzerne – die El Mercurio Kette und das COPESA-Konsortium – kontrollieren de facto die gesamte Medienlandschaft in Chile. KritikerInnen warnen, dass diese duopolistischen Eigentumsstrukturen dem Meinungspluralismus und somit der Demokratie schaden.

El Salvador: Friede den Knästen

Ein Waffenstillstand zwischen den beiden größten Jugendbanden, den Maras, hat in El Salvador dazu geführt, dass seit Mitte März 2012 die Mordrate um über 60% zurückgegangen ist. Für die Gesellschaft hat sich ein Fenster geöffnet, um in einem Dialog die sozioökonomischen Ursachen der Kriminalität nachhaltig in Angriff zu nehmen, anstatt wie bisher durch eine repressive Politik der „harten Hand“ die Gewalt noch eskalieren zu lassen.

Neue Repressionswelle gegen NGOs in China

Im Vorfeld des 18. Nationalkongresses der Kommunistischen Partei Chinas (CCP), bei dem die neue Führungsriege bestimmt wird, wird „Soziale Stabilität“ als höchste Priorität der Provinzregierungen eingestuft - und durch die Unterdrückung abweichender Meinungen erwirkt. Seit Februar 2012 wurden sieben Arbeitsrechts-NGOs in Guangdong behördlich geschlossen. Als Grund wurden bei allen Interventionen Probleme mit den zuständigen Hausbesitzern angegeben.

Die wahre Geschichte der Olympischen Maskottchen Wenlock & Mandeville

Wenlock und Mandeville sind die offiziellen Maskottchen der in London stattfindenden Olympischen Spiele 2012 und der anschließenden Paralympics. Sie werden in den nächsten Wochen die Bilder zu diesen sportlichen Großereignissen prägen. Was hinter ihrer Herkunft steht, nämlich ihre Produktion in chinesischen Sweatshops, ist alles andere als sportlich oder fair.

Technologie aus dem Süden: Zahnbürste mit eingebauter Zahnpasta

Information für Weltreisende und Menschen mit nachhaltigem Lebensstil

Die EU als Ausgrenzungsprojekt: Massengrab für Flüchtlinge

In Europa ist Ausgrenzung ein Thema das vermutlich schon länger besteht als die Europäische Union selbst. Seit dem Jahr 2003 gehen in Frankreich, Österreich und Slowenien die Asylanträge stetig zurück. Der Vorschlag der französischen EU-Präsidentschaft mit dem "Pakt zur Einwanderung" die unterschiedliche Behandlung der Asylanträge in den einzelnen EU-Staaten zu vereinheitlichen und verbindliche Regeln für die Behandlung illegaler wie legaler MigrantInnen zu finden, ist ein weiterer Schritt die Asyl- und Aufenthaltgenehmigungen in der EU noch selektiver zu gestalten.

Agrotreibstoffe – Probleme eines weltweiten Booms

Die Nutzung von Agrotreibstoffen aus Nahrungsmitteln oder Futterpflanzen ist seit der Jahrtausendwende Teil der EU-Politik. Im Kontext von Energieknappheit und Klimaerwärmung soll das "grüne Gold" Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern, CO2-Einsparungen bringen und neue Absatzmöglichkeiten für die Landwirtschaft, sowohl im globalen Norden als auch im Süden, schaffen. Während in zahlreichen Ländern, vor allem in der EU, Beimischungsverpflichtungen geschaffen werden, steigt die Nachfrage nach Agrotreibstoffen stark an. Gleichzeitig werden die negativen sozialen und ökologischen Folgen in den Produktionsländern ausgeblendet.

UNESCO veröffentlicht Weltatlas zum Thema Gender-Gleichberechtigung und Bildung

Vor 20 Jahren konnte ein Mädchen aus Subsahara-Afrika eine Ausbildungsdauer von insgesamt ca. fünf Jahren erwarten, heute eine Zeit von ca. acht Jahren. Ein Junge in ihrem Alter darf allerdings mit einer zusätzlichen Ausbildungsdauer von 18 Monaten rechnen. Diese bemerkenswerten jedoch ungleichen Entwicklungen werden in einem Atlas vorgestellt, der von der UNESCO am 8. März, dem internationalen Frauentag 2012, herausgegeben wird.

Thailand: „Menschenzoos“ als Tourismusattraktion?

Thailand ist die beliebteste Fernreisedestination der ÖsterreicherInnen. Neben den Stränden, der Hauptstadt Bangkok sowie den buddhistischen Tempelanlagen zählen die ethnischen Minderheiten zu einer der Hauptattraktionen des Landes. In diesem Zusammenhang stellen die international vielfach kritisierten und von der UNHCR als „Menschenzoos“ verurteilten Minderheitendörfer, in denen Frauen mit Messingspiralen um den Hals gegen Eintritt zur Schau gestellt werden, eine besonders fragwürdige Attraktion dar.

Asien: Rasch alternde Bevölkerung wird zur Herausforderung

Laut Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik der Vereinten Nationen (UNESCAP) wird 2050 jeder vierte Mensch in Asien 60 Jahre oder älter sein; 2010 war es nur jeder Zehnte. Dieser demografische Trend bringt viele Herausforderungen mit sich, warnen ExpertInnen.

Äthiopien – Land Grabbing auf dem Vormarsch

Landwirtschaftlich nutzbarer Boden wird aufgrund von Landnutzungskonflikten, Klimawandel und eines zunehmenden Bevölkerungsdruckes immer mehr zu einer knappen Ressource und rückt somit stärker in das ökonomische Interesse staatlicher und privater InvestorInnen – mit zum Teil verheerenden Auswirkungen.

Simbabwe: Landreform ging nach hinten los

Sie waren als Geniestreich gedacht, um die Spuren des Kolonialismus endgültig auszuradieren: Robert Mugabes Landreformen, bei denen Simbabwes Langzeit-Machthaber Land von Weißen beschlagnahmen ließ. Die Enteignungen begannen 1990. Mehr als zwanzig Jahre später ist das Land erfolgreich umverteilt – doch die Wirtschaft leidet.

Lateinamerika bleibt gefährlichste Region der Welt für JournalistInnen

Im Jahr 2011 kamen 41 JournalistInnen in 13 lateinamerikanischen Ländern gewaltsam ums Leben. Weltweit waren es 103. Im Vorjahr wurden 40 getötete JournalistInnen in sechs lateinamerikanischen Ländern gezählt.

Nigeria: Massenproteste gegen Streichung der Benzinpreisstützung

Die Entscheidung der nigerianischen Regierung, die staatliche Subvention für Benzinpreise zu streichen, hat zu einem Kostenanstieg bei den Gütern des täglichen Bedarfs geführt, von dem die einkommensschwachen Schichten am stärksten betroffen sind. Nach Aktionen des zivilen Ungehorsams und der Ausrufung des unbefristeten Streiks hat sich der Protest zu einer Massenbewegung ausgewachsen.

"Die Geschlechterdividende"

Die Teile der Weltwirtschaft, in denen der Frauenanteil in Top-Positionen am höchsten ist, funktionieren am besten, so das Ergebnis des UN Women-Reports „The Gender Dividend: A Business Case for Gender Equality“.

Pinochets Militärdiktatur verschwindet aus den Schulbüchern Chiles

Dem Wahlsieg der Konservativen in Chile im Jänner 2010 folgt nun massive Geschichtsfälschung. Das Gewaltregime des Langzeitdiktators Pinochet wird in den Schulbüchern "geschönt". Worte wie "Militätputsch" und "Militärdiktatur" werden aus den Unterrichtsmateralien entfernt.

Politische Repression als Wahlergebnis in Guatemala

Seit dem Ende des Bürgerkriegs 1996 und damit dem Ende einer Reihe von Militärregimes haben sich einige Dinge in Guatemala kaum verändert: Gewalt und Repression gegenüber der indigenen Bevölkerung bleiben bestehen, der Einsatz von militärischer Gewalt wird als Streben nach Demokratie legitimiert.

Raumfahrtkongress: Kapstadt, Sterne, neue Chancen

Von 3. bis 7. Oktober beherbergte Kapstadt den 62. Internationalen Astronautischen Kongress (IAC). Afrikas Weltraumforschung hat in den letzten Jahren große Entwicklungen gemacht und der Trend setzt sich fort.

Tansania: Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs

Als eines der ärmsten Länder der Welt steht Tansania nicht als einziger Staat am afrikanischen Kontinent vor der Herausforderung, Krebskranke optimal zu behandeln. Die größte Aufgabe besteht darin, landesweiten Zugang zu Therapien zu schaffen. SüdNews-Redakteurin Madeleine Kassar sprach vor Ort mit dem Arzt Olola Oneko.

Honduras: Landkonflikte verschärfen sich

In der im Norden von Honduras gelegenen Region Bajo Aguán sehen sich die Kleinbauern und –bäuerinnen Enteignungen und damit einer zunehmenden Konzentration von Landbesitz in den Händen weniger ausgesetzt.

Lateinamerika: Sichere Straßen für Frauen

„Städte ohne Gewalt gegen Frauen – sichere Städte für alle“, so lautet der Name eines von UNIFEM initiierten Programms in mehreren Ländern Lateinamerikas. Da Gewalt gegen Frauen nicht allein in den eigenen vier Wänden stattfindet, sondern auch im öffentlichen Raum, ist das Ziel die Stärkung von Frauenorganisationen, um in Kooperation mit Regierungen auf kommunaler Ebene die Straßen und Plätze sicher für Frauen zu machen und damit ihre Lebensqualität zu verbessern.

Chile: Pinguinrevolution reloaded

Seit Ende April 2011 gehen in Chile die SchülerInnen und StudentInnen wieder für eine Reform des Bildungssystems auf die Barrikaden. Die Protestbewegung des „chilenischen Winters“ erfasst mit vielfältigen Methoden – von Schulbesetzungen und Massen-Kiss-ins bis hin zu Hungerstreiks – mittlerweile große Teile der Bevölkerung.

Kongo: NGOs fordern Schutz

Die Vereinten Nationen (UN) sollen mehr Schutz für ZivilistInnen im Kongo bereitstellen. Das forderte eine Delegation aus 46 NGOs (Nichtregierungsorganisationen) in New York: Die Zustände in dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land seien teils katastrophal.

Kolumbien: Historische Landreform beschlossen

Das kolumbianische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das einer Landreform den Weg ebnen könnte: Demnach sollen vertriebene BäuerInnen ihr Land zurückerhalten. Das berichtete CNN Online am 25. Mai 2011.

Uganda hetzt gegen Menschenrechte

Hängt sie! So titelt ein ugandisches Wochenmagazin im Oktober vergangenen Jahres. In der Ausgabe angeführt sind 100 Schwerverbrecher, ihr Delikt: Homosexualität.

Philippinen: Wirtschaftskrise und Kinderarbeit

Die ILO warnt in ihrem jüngsten Bericht davor, dass die Wirtschaftskrise Kampagnen behindert, die sich gegen die Ausbeutung der Arbeitskraft von Kindern richten. Am Beispiel Philippinen wird diese Auswirkung der Krise näher beleuchtet.

Bananenterror in Kolumbien

Aus jüngst veröffentlichten Akten des Justizministeriums gehen schwerwiegende Vorwürfe gegen den US-Konzern Chiquita Brands International hervor. Laut ihnen soll der Bananenproduzent jahrzehntelang mit rechten Paramilitärs zusammengearbeitet haben und von den US-Behörden obendrein gedeckt worden sein.

HIV/Aids: Die Krankheit der Frauen?!

52 Prozent der weltweit mit HIV infizierten Menschen sind Frauen. Im subsaharischen Afrika liegt der Anteil der Frauen sogar bei 60 Prozent. Die höhere Betroffenheit der Frauen von HIV/Aids ist klar zu erkennen. Ursachen dafür sind die spärliche Anerkennung ihrer Rechte und (sexuelle) Gewalt.

Sierra Leone: Kriegsverbrechergerichtshof droht das Aus

Ein Brief des Generalsekretärs der UNO an den Special Court for Sierra Leone macht deutlich, dass dieser kein Geld mehr zur Verfügung hat. Die freiwilligen Unterstützungsgelder der UN-Mitgliedsstaaten sind aber notwendig, damit der Gerichtshof für Kriegsverbrechen seine Arbeit weiterführen kann.

Indigene Amazoniens rufen Notstand aus

Bereits viermal versammelten sich die VertreterInnen indigener Organisationen aus dem Drei-Länder-Eck Brasilien, Peru und Bolivien in den letzten sechs Jahren, um über die akute Bedrohung ihres Lebensraumes zu diskutieren. Diesmal riefen sie in Anbetracht der geplanten Staudammprojekte den Notstand für Amazonien aus.

Ecuador: Regierung unterzeichnet Yasuní-Abkommen

Nach jahrelangen Verhandlungen auf lokaler wie internationaler Ebene hat die Regierung Ecuadors am 3. August 2010 das Yasuní-ITT-Abkommen mit der Organisation der Vereinten Nationen unterzeichnet. Damit verzichtet zum ersten Mal in der Geschichte ein Staat freiwillig auf die Förderung von fossilen Brennstoffen. Der Erfolg des Projekts ist jedoch noch keineswegs gesichert.

El Salvador: Umweltrechte unter Druck

Ein Schiedsgericht der Weltbank hat Anfang August 2010 ein Verfahren im Rahmen der Regulierungen des zentralamerikanischen Freihandelsvertrages CAFTA freigegeben, das dem kanadischen Bergbaukonzernen Pacific Rim die Möglichkeit eröffnet, entgangene Profite vom salvadorianischen Staat einzuklagen. Dieses Tribunal könnte nun einen gefährlichen Präzedenzfall setzen, der weit über die Grenzen El Salvadors seine Wirksamkeit entfaltet.

Peru: Konzessionierte Entwicklung im Amazonastiefland

„Sie kamen bei Nacht, durchs Fenster, nicht durch die Türe. Wie die Diebe kamen sie.“ Die Schilderungen der Umweltaktivistin Pilar Guadalupe über die Vergabe einer der vielen Erdölkonzessionen macht die Undurchsichtigkeit des aktuellen „Entwicklungsbooms“ in Amazonien deutlich.

Kolumbien: Kampagne für die Menschenrechte

Während in aktuellen Umfragen überraschend der Kandidat der Grünen Partei für die Präsidentschaftswahlen am 30. Mai 2010, Antanas Mockus, voran liegt, fällt die kolumbianische Regierung weiterhin durch menschenrechtliche und demokratiepolitische Skandale auf. Nun wurde eine internationale Kampagne ins Leben gerufen, die die prekäre Lage der MenschenrechtsverteidigerInnen in Kolumbien thematisiert.

Mexiko: Neuer Terror in Oaxaca

Am 27. April 2010 überfielen im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca von der regierenden konservativen Partei PRI gesponserte Paramilitärs eine Karawane von MenschenrechtsaktivistInnen und ermordeten zwei Personen. Während der mexikanische Staat offiziell im Namen des Anti-Drogenkampfes die Gesellschaft militarisiert, zeigt ein Blick unter die Oberfläche, dass vor allem soziale Bewegungen zunehmend ins Schussfeld der staatlichen Repression geraten.

Klimaflüchtlinge: Salziger Beigeschmack des Klimawandels

Klimawandel ist in aller Munde. Vor einigen Jahren noch verleugnet und ignoriert, zeigen sich vermehrt die Auswirkungen der Globalen Erwärmung und das in äußerst drastischer Form. Ein Beispiel aus Bangladesch liefert einen kurzen Eindruck.

Guatemaltekisch für Anfänger/innen

Freiwilligendienste in Verbindung mit Sprachkursen sind sehr beliebt. Auch in Guatemala, das als "Armenhaus" Mittelamerikas gilt. Doch oft kommen die Freiwilligen mit falschen Erwartungen und sind überfordert. Eine Vorort-Recherche aus Antigua von einer österreichischen Volontärin.

Kolumbien: Frauen pflanzen Hoffnung

Im zentralkolumbianischen Tolima organisieren sich indigene Frauen bei der NGO Manos de Mujer (Hände der Frauen), um die Ausbreitung der Wüste in der Region aufzuhalten. Durch die gemeinsame Anstrengung zur Aufforstung und den landwirtschaftlichen Anbau mit nachhaltigen Methoden soll das durch die Rinderzucht zerstörte Ökosystem regeneriert und das Selbstbewusstsein der Frauen gestärkt werden.

Chile: Extreme Rechte steuert auf Präsidentschaft zu

„Change“ auf chilenisch: Die Präsidentschaftswahlen in Chile brachten am 13. Dezember gleich mehrere Neuerungen. Erstmals seit dem Übergang von der Diktatur zur Demokratie könnte ab März 2010 die extreme Rechte den Präsidenten stellen.

El Salvador: Morden im Namen des Profites?

Im Departement Cabañas verschärft sich die Gangart gegen politische GegnerInnen des Goldbergbaus. Nach dem Erhalt von Todesdrohungen wurden am 20. Dezember Ramiro Rivera Gómez und am 26. Dezember die hoch schwangere Dora “Alicia” Recinos Sorto ermordet.

Guatemala: Aufarbeitung des Traumas

In Guatemala widmet sich ein von der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gefördertes Projekt von GEZA in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation ECAP der psychosozialen Begleitung von Angehörigen der während des Bürgerkrieges in den 1980ern „Verschwundenen“.

Honduras: Traurige Aussichten für Wahlen

Zwei NGO-Vertreterinnen aus Honduras gaben Mitte November 2009 in Österreich Einblicke in die aktuelle politische Situation in ihrem Land, das kurz vor Wahlen steht. „Die Wahlen sind für uns bereits verloren,“ befürchten die beiden, die der Widerstandsbewegung angehören.

Guinea: Mehr als 150 DemonstrantInnen ermordet

Am Unabhängigkeitstag, dem 28. September, versammelten sich 50.000 Menschen bei einer behördlich untersagten Demonstration in Guineas Hauptstadt Conakry. Sie richteten einen Appell an den seit einem Militärputsch im Dezember 2008 regierenden Juntachef, Hauptmann Moussa Dadis Camara, bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen nicht zu kandidieren. Kurz nachdem die Massen in das Stadion von Conakry geströmt waren, eröffneten Militär und Polizei das Feuer.

Kongo: Brutalität gegen Frauen reißt nicht ab

Die UNO-Sonderermittlerin Yakin Ertürk berichtet nach 4-jähriger Tätigkeit im Kongo über extreme Brutalitäten gegenüber Frauen, vor allem in Süd-Kivu. Die Hauptverantwortlichen seien Rebellen, die nach dem Völkermord in Ruanda in den Kongo geflüchtet sind, aber auch kongolesische Regierungstruppen und Polizisten sind beteiligt.

Honduras: Politische Instrumentalisierung von Fußball

Die aktuelle politische Krise in Honduras wird durch eine sportliche Sensation vergessen gemacht: Honduras hat sich für die Fußball-WM in Südafrika qualifiziert. Aus Freude über die Qualifikation hat die honduranische Übergangsregierung einen nationalen Feiertag ausgerufen und versucht die aktuellen Ereignisse politisch zu instrumentalisieren.

Indien: Britische Regierung setzt Unternehmen unter Druck

Das britische Bauunternehmen Vedanta Resources plant seit längerer Zeit eine Bauxit-Mine auf dem heiligen Berg des indigenen Volks Dongria Kondh in der indischen Stadt Orissa zu errichten. Auf dieses Vorhaben hin brachte die Bewegung für indigene Völker, Survival International, unterstützt von der britischen Regierung, eine Beschwerde bei den Vereinten Nationen ein. Jetzt kritisiert die britische Regierung das Unternehmen scharf.

„Gandhi der Westsahara“ im Hungerstreik

34 Jahre nach der Besetzung der Westsahara durch die marokkanische Monarchie sind die Menschen dieser Region wieder verstärkter Repression ausgesetzt. Zwei Tage nach ihrer Abschiebung auf die kanarische Insel Lanzarote durch die marokkanischen Behörden trat am 16. November 2009 die als „Gandhi der Westsahara“ bekannte Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar in den Hungerstreik.

Mexiko: Regierung setzt 44.000 Leute auf die Straße

Mitte Oktober erließ der mexikanische Präsident Felipe Calderón ein Dekret, mit dem das staatliche Elektrizitätsunternehmen Luz y Fuerza del Centro aufgelöst und die unabhängige Gewerkschaft SME zerschlagen wurde. Mehrere Werke von Luz y Fuerza wurden daraufhin militärisch besetzt. Doch die betroffenen ArbeiterInnen und die mexikanische Zivilgesellschaft reagierten mit der Abhaltung einer riesigen Demonstration in Mexiko-Stadt, bei der gegen die befürchtete Privatisierung protestiert wurde.

Brasilien: „Friedensarbeiterinnen“ gegen Gewalt

Im Rahmen eines Programms der Regierung von Präsident Lula da Silva setzen Tausende Frauen der alltäglichen Gewalt in den Favelas der großen Städte Brasiliens ihr soziales Engagement entgegen. Oft haben die Frauen selbst Erfahrungen mit Gewalt gemacht, da viele von ihnen aus den Favelas kommen. Ziel ihrer Arbeit ist die Prävention und ein Beitrag zu einer „Kultur des Friedens“ und der Gewaltlosigkeit.

Gemeinsam gegen die Krise

Die Talsohle ist noch nicht erreicht. Das Schlimmste steht uns noch bevor. Berichte über die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sind dieser Tage medial stets präsent und zeichnen ein düsteres Bild der nahen Zukunft. Im Zentrum der Analysen stehen vorrangig Industriestaaten. Doch die Krise macht auch vor den sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern keinen Halt.

Peru: Massaker an protestierenden Indígenas

Seit Monaten protestieren im peruanischen Teil des Amazonas indigene Gruppen gegen Gesetzesdekrete, die den Regenwald für die Ausbeutung durch private Unternehmen freigeben sollen. Nach Massakern an der indigenen Bevölkerung Anfang Juni dieses Jahres hat nun laut Kurier vom 20.6.2009 das peruanische Parlament bei den Dekreten einen Rückzieher gemacht.

Guatemala: Chronik einer angekündigten Kampagne

Die Ermordung von Rodrigo Rosenberg am 10.5. hat in Guatemala für einiges Aufsehen gesorgt. Der Anwalt hatte kurz vor seinem Tod in einer Videoaufzeichnung angekündigt, dass Präsident Colom ihn ermorden lassen werde. Die Ermittlungen in diesem Fall laufen zwar noch auf Hochtouren, jedoch hat die politische Rechte bereits eine dubiose Kampagne losgetreten, die den Sturz des Sozialdemokraten Colom zum Ziel hat. Eifrige Unterstützung erhält sie dabei von der internationalen Presse.

Guatemala: „Wenn sie diese Nachricht sehen, wurde ich vom Präsidenten ermordet“

Ein Anwalt kündigt seine Ermordung in einem Video an und sorgt damit für Massendemonstrationen in Guatemala. In den vergangenen Wochen gingen tausende GuatemalthekInnen auf die Straßen, um den Rücktritt ihres Präsidenten Alvaro Colom zu fordern.