Nachhaltig wohnen in einem Earthship

Potential für ressourcenschonendes Bauen in Guatemala

Von der Traufe in den Regen

Die Aufnahme von ehemaligen Guantánamo-Häftlingen erweist sich für Uruguay als komplikationsreich. Ein Syrer ging in den Hungerstreik

„Viele sehen sich in einer Sackgasse“

Der uruguayische Sozialökologe Eduardo Gudynas erklärt im Gespräch mit oneworld.at, wie es zu den Bergbau-Konflikten in Bolivien kam – und welche Perspektiven es gibt.

Guatemala: Indigener Widerstand gegen Mega-Projekte

Am 17.April, dem Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes, haben etwa 450 Familien aus der indigenen Gruppe der Q’eqchi’ Maya im Zentrum von Guatemala-Stadt ihre Zelte aufgebaut, um vor dem Präsidentensitz ihre politischen Forderungen an die Öffentlichkeit zu tragen. Sie rufen Präsident Otto Pérez Molina dazu auf, die Politik der Zwangsräumungen und die Kriminalisierung der sozialen Bewegungen zu beenden und ein neues Landreformgesetz zu beschließen. (1)

Der Fluch des Goldes

Den guatemaltekischen Mayas aus San Marcos wurde Wohlstand versprochen. Heute sind die Flüsse vergiftet und die Kinder krank.

Mexiko: Im Gefängnis wegen Kritik an der Bildungsreform

Jorge Mario González García wurde auf dem Weg zu einer Demonstration gemeinsam mit anderen verhaftet und mit Schlägen und Elektroschocks gefoltert. Im Januar 2014 wurde er wegen „Angriff auf den öffentlichen Frieden“ und „Empörung gegen die Autoritäten“ zu fünf Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Sein Gesundheitszustand hat sich nach einem 56-tägigen Hungerstreik verschlechtert.

In die Enge getrieben

Die argentinische Erdgasabhängigkeit entwickelte sich aus der patriotischen Idee, das Land wirtschaftlich zu befreien. Die protektionistische Politik mündete in eine 15-jährige Rezession und bringt Argentinien heute wieder in eine Zwicklage.

Chile: Soziale Bewegungen bauen eine Stadt wieder auf

Am 12.April wurde die chilenische Hafenstadt Valparaíso von einem verheerenden Brand heimgesucht. Die Stadtregierung muss schwere Vorwürfe wegen mangelhaftem Katastrophenschutz einstecken. Gleichzeitig arbeiten die sozialen Bewegungen daran, die Schäden zu beseitigen und die Stadt wieder bewohnbar zu machen.

Brasilien: Ein Land steht Kopf

Die ganze Welt blickt gespannt auf Brasilien. Doch nicht alle BrasilianerInnen sind in Feierlaune.

Guatemala: Vom „Nunca mas“ (Nie wieder) zum „Nie passiert“

Die Militärdiktatur von Efrain Rios Montt hat zwischen 1981 und 1983 Tausende Menschen, vor allem aus indigenen Gruppen, ermordet. Doch die juristische Aufarbeitung dieses Völkermordes bewegt sich nicht vom Fleck. Eine Verurteilung von Rios Montt zu 80 Jahren Gefängnis letztes Jahr wurde kurz darauf wegen Verfahrensmängeln wieder aufgehoben. Nun verhöhnt das Parlament die Opfer des Völkermordes noch weiter durch die Annahme einer Resolution, in der geleugnet wird, dass überhaupt ein Völkermord in Guatemala stattgefunden hat.

Impro auf Brasilianisch

Musik und improvisierte Texte sind der Kern des Maracatú in NO-Brasilien. Feminismus und Kritik am System haben die Tradition erneuert.

El Salvador: Neoliberalismus für alle Zeiten?

Im Februar 2014 finden wieder Präsidentschaftswahlen in El Salvador statt. Die Menschen stehen vor der Wahl, den sozialdemokratischen Reformkurs der FMLN zu bestätigen oder ihre Stimme für einen Wechsel nach rechts mit ARENA oder GANA abzugeben. Indessen befürchten kritische BeobachterInnen, dass die rechte Angst- und Schmutzkübelkampagne gegen die ehemalige Guerilla FMLN aufgehen könnte und rufen die US-Regierung dazu auf, von einer politischen Intervention abzusehen.

Mexiko: Wassernotstand ausgerufen

Am 20.9.2013 trafen sich hunderte VertreterInnen von sozialen Organisationen und beteiligten sich am Permanenten Tribunal des Volkes in San Miguel de Allende, Guanajuato. Dabei wurde der „nationale Notstand“ für Mexikos Wassersysteme ausgerufen.

Honduras: Staudammgegnerin mit Haft bedroht

Ein honduranisches Gericht hat am 20.9. Untersuchungshaft über Bertha Cáceres verhängt. Cáceres koordiniert den Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indigenas de Honduras (COPINH), der sich dem Widerstand gegen das Staudammprojekt Agua Zarca verschrieben hat. Amnesty International betrachtet Cáceres als eine Gewissensgefangene.

Mexiko: Der „Frühling der LehrerInnen“

Seit mehreren Monaten rebellieren die LehrerInnen in verschiedenen Bundesstaaten von Mexiko gegen eine neue „Bildungsreform“. Tatsächlich ist sie eine Arbeitsreform, mit der die LehrerInnen ins Prekariat gestürzt werden sollen. Für drei Wochen war sogar der Zócalo, der zentrale Platz von Mexiko-City besetzt – jetzt wurde er gewaltsam von der Polizei geräumt.

Erfolge in Guatemala

Außergerichtliche Hinrichtungen sind in Guatemala üblich und gelten als Akt “sozialer Säuberung”. Auch die guatemaltekische Polizei bedient sich dieser Praxis. Nun wurde der ehemalige Chef der Kriminalpolizei verurteilt.

Choc vs. HudBay

Das kanadische Bergbau-Unternehmen HudBay, das in Guatemala tätig ist, wird angeklagt wegen Vergewaltigung, Mord und Schussverletzungen in Guatemala. Das Gerichtsverfahren findet in Kanada statt.

Brisanter Brennstoff Kohle

In Kolumbien boomen die Auslandsinvestitionen und der Export, vor allem von Gold und Bergbauprodukten. Größter Abnehmer für die Steinkohle ist Deutschland. Doch für Mensch und Umwelt hat diese Bonanza großteils nur Nachteile gebracht.

Mittelamerika: „Ja zum Leben – Nein zum Bergbau“

Das neoliberale Rohstoff-Extraktionsmodell stößt in Lateinamerika auf zunehmenden Widerstand. Besonders die betroffenen Communities und indigenen Gruppen vernetzen sich über Grenzen hinweg und protestieren gegen rücksichtslose Bergbauprojekte, die ihnen von der Industrie aufgezwungene werden. Mitte Januar 2013 versammelten sich nun BergbaugegnerInnen aus Zentralamerika und Kanada im mexikanischen Oaxaca zu einem Forum unter dem Motto „Ja zum Leben – Nein zum Bergbau“.

Lateinamerika: Bergbau macht krank

Der Bergbau-Boom in Lateinamerika profitiert von den lockeren Standards für die Industrie in den Herkunftsländern und geringen Steuern, was hohe Gewinne verspricht. Darunter leiden Menschen und Umwelt in den Regionen, in denen die Metalle abgebaut werden. Unterdessen wurde im Sommer beim ersten „Gesundheitstribunal des Volkes“ das kanadische Unternehmen Goldcorp wegen Missachtung der Rechte von lokalen BewohnerInnen und Umwelt schuldig gesprochen.

Honduras: ‚Charter Cities’ als neoliberaler Albtraum

Der Putsch gegen den honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya im Jahr 2009 trägt skurrile Blüten: Neoliberale Missionare unter Anleitung ihres Chefideologen Paul Romer nutzen die instabile Lage in Honduras aus, um ihre scheinbar aus einer dystopischen Science Fiction Phantasie entsprungene Vision von den ‚Charter Cities’ zu verwirklichen.

Presse(freiheit) in Haiti

Kritische JournalistInnen in Haiti müssen, um ihren Beruf nachgehen zu können, mit verschiedenen Schwierigkeiten kämpfen. Die Regierung erfüllt nicht immer ihre Pflicht Meinungs- und Pressefreiheit zu schützen. JournalistInnen stellen sich den Herausforderungen und hoffen auf Verbesserung durch den neuen „Minister of Communication“.(1)

Chile: Medienkonzentration schadet Meinungsvielfalt

Die Schließung der Tageszeitung La Nación in Chile wirft Fragen nach dem Pluralismus der Medien auf. Zwei große Konzerne – die El Mercurio Kette und das COPESA-Konsortium – kontrollieren de facto die gesamte Medienlandschaft in Chile. KritikerInnen warnen, dass diese duopolistischen Eigentumsstrukturen dem Meinungspluralismus und somit der Demokratie schaden.

El Salvador: Friede den Knästen

Ein Waffenstillstand zwischen den beiden größten Jugendbanden, den Maras, hat in El Salvador dazu geführt, dass seit Mitte März 2012 die Mordrate um über 60% zurückgegangen ist. Für die Gesellschaft hat sich ein Fenster geöffnet, um in einem Dialog die sozioökonomischen Ursachen der Kriminalität nachhaltig in Angriff zu nehmen, anstatt wie bisher durch eine repressive Politik der „harten Hand“ die Gewalt noch eskalieren zu lassen.

Lateinamerika bleibt gefährlichste Region der Welt für JournalistInnen

Im Jahr 2011 kamen 41 JournalistInnen in 13 lateinamerikanischen Ländern gewaltsam ums Leben. Weltweit waren es 103. Im Vorjahr wurden 40 getötete JournalistInnen in sechs lateinamerikanischen Ländern gezählt.

Pinochets Militärdiktatur verschwindet aus den Schulbüchern Chiles

Dem Wahlsieg der Konservativen in Chile im Jänner 2010 folgt nun massive Geschichtsfälschung. Das Gewaltregime des Langzeitdiktators Pinochet wird in den Schulbüchern "geschönt". Worte wie "Militätputsch" und "Militärdiktatur" werden aus den Unterrichtsmateralien entfernt.

Politische Repression als Wahlergebnis in Guatemala

Seit dem Ende des Bürgerkriegs 1996 und damit dem Ende einer Reihe von Militärregimes haben sich einige Dinge in Guatemala kaum verändert: Gewalt und Repression gegenüber der indigenen Bevölkerung bleiben bestehen, der Einsatz von militärischer Gewalt wird als Streben nach Demokratie legitimiert.

Chile: Pinguinrevolution reloaded

Seit Ende April 2011 gehen in Chile die SchülerInnen und StudentInnen wieder für eine Reform des Bildungssystems auf die Barrikaden. Die Protestbewegung des „chilenischen Winters“ erfasst mit vielfältigen Methoden – von Schulbesetzungen und Massen-Kiss-ins bis hin zu Hungerstreiks – mittlerweile große Teile der Bevölkerung.

Kolumbien: Historische Landreform beschlossen

Das kolumbianische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das einer Landreform den Weg ebnen könnte: Demnach sollen vertriebene BäuerInnen ihr Land zurückerhalten. Das berichtete CNN Online am 25. Mai 2011.

Argentinien: Disput um neues Mediengesetz

Private Konzernmedien und Teile der argentinischen Opposition laufen Sturm gegen ein neues Mediengesetz, das den Meinungspluralismus erweitern soll. Vor allem die größte Tageszeitung Clarín fürchtet um ihre dominierende Marktstellung und wirft der Regierung vor, angeblich die Medien unter ihre Kontrolle bringen zu wollen. Unterdessen beteiligen sich europäische Medien an der PR-Kampagne der Tageszeitung und färben deren wirtschaftliche Motive in einen Kampf für die Demokratie um.

Indigene Amazoniens rufen Notstand aus

Bereits viermal versammelten sich die VertreterInnen indigener Organisationen aus dem Drei-Länder-Eck Brasilien, Peru und Bolivien in den letzten sechs Jahren, um über die akute Bedrohung ihres Lebensraumes zu diskutieren. Diesmal riefen sie in Anbetracht der geplanten Staudammprojekte den Notstand für Amazonien aus.

Ecuador: Regierung unterzeichnet Yasuní-Abkommen

Nach jahrelangen Verhandlungen auf lokaler wie internationaler Ebene hat die Regierung Ecuadors am 3. August 2010 das Yasuní-ITT-Abkommen mit der Organisation der Vereinten Nationen unterzeichnet. Damit verzichtet zum ersten Mal in der Geschichte ein Staat freiwillig auf die Förderung von fossilen Brennstoffen. Der Erfolg des Projekts ist jedoch noch keineswegs gesichert.

El Salvador: Umweltrechte unter Druck

Ein Schiedsgericht der Weltbank hat Anfang August 2010 ein Verfahren im Rahmen der Regulierungen des zentralamerikanischen Freihandelsvertrages CAFTA freigegeben, das dem kanadischen Bergbaukonzernen Pacific Rim die Möglichkeit eröffnet, entgangene Profite vom salvadorianischen Staat einzuklagen. Dieses Tribunal könnte nun einen gefährlichen Präzedenzfall setzen, der weit über die Grenzen El Salvadors seine Wirksamkeit entfaltet.

Peru: Konzessionierte Entwicklung im Amazonastiefland

„Sie kamen bei Nacht, durchs Fenster, nicht durch die Türe. Wie die Diebe kamen sie.“ Die Schilderungen der Umweltaktivistin Pilar Guadalupe über die Vergabe einer der vielen Erdölkonzessionen macht die Undurchsichtigkeit des aktuellen „Entwicklungsbooms“ in Amazonien deutlich.

Kolumbien: Kampagne für die Menschenrechte

Während in aktuellen Umfragen überraschend der Kandidat der Grünen Partei für die Präsidentschaftswahlen am 30. Mai 2010, Antanas Mockus, voran liegt, fällt die kolumbianische Regierung weiterhin durch menschenrechtliche und demokratiepolitische Skandale auf. Nun wurde eine internationale Kampagne ins Leben gerufen, die die prekäre Lage der MenschenrechtsverteidigerInnen in Kolumbien thematisiert.

Mexiko: Neuer Terror in Oaxaca

Am 27. April 2010 überfielen im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca von der regierenden konservativen Partei PRI gesponserte Paramilitärs eine Karawane von MenschenrechtsaktivistInnen und ermordeten zwei Personen. Während der mexikanische Staat offiziell im Namen des Anti-Drogenkampfes die Gesellschaft militarisiert, zeigt ein Blick unter die Oberfläche, dass vor allem soziale Bewegungen zunehmend ins Schussfeld der staatlichen Repression geraten.

Guatemaltekisch für Anfänger/innen

Freiwilligendienste in Verbindung mit Sprachkursen sind sehr beliebt. Auch in Guatemala, das als "Armenhaus" Mittelamerikas gilt. Doch oft kommen die Freiwilligen mit falschen Erwartungen und sind überfordert. Eine Vorort-Recherche aus Antigua von einer österreichischen Volontärin.

Kolumbien: Frauen pflanzen Hoffnung

Im zentralkolumbianischen Tolima organisieren sich indigene Frauen bei der NGO Manos de Mujer (Hände der Frauen), um die Ausbreitung der Wüste in der Region aufzuhalten. Durch die gemeinsame Anstrengung zur Aufforstung und den landwirtschaftlichen Anbau mit nachhaltigen Methoden soll das durch die Rinderzucht zerstörte Ökosystem regeneriert und das Selbstbewusstsein der Frauen gestärkt werden.

Chile: Extreme Rechte steuert auf Präsidentschaft zu

„Change“ auf chilenisch: Die Präsidentschaftswahlen in Chile brachten am 13. Dezember gleich mehrere Neuerungen. Erstmals seit dem Übergang von der Diktatur zur Demokratie könnte ab März 2010 die extreme Rechte den Präsidenten stellen.

El Salvador: Morden im Namen des Profites?

Im Departement Cabañas verschärft sich die Gangart gegen politische GegnerInnen des Goldbergbaus. Nach dem Erhalt von Todesdrohungen wurden am 20. Dezember Ramiro Rivera Gómez und am 26. Dezember die hoch schwangere Dora “Alicia” Recinos Sorto ermordet.

Die Guarani Mbyá von Rio de Janeiro

Wenn Nomaden nicht mehr Nomaden sein können: Márcia Gomes und Norbert Suchanek über die Guarani Mbyá, die aufgrund des Autoverkehrs nicht mehr durch ihr traditionelles Territorium, den sogenannten Atlantischen Regenwald ziehen können.

Guatemala: Aufarbeitung des Traumas

In Guatemala widmet sich ein von der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gefördertes Projekt von GEZA in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation ECAP der psychosozialen Begleitung von Angehörigen der während des Bürgerkrieges in den 1980ern „Verschwundenen“.

Honduras: Traurige Aussichten für Wahlen

Zwei NGO-Vertreterinnen aus Honduras gaben Mitte November 2009 in Österreich Einblicke in die aktuelle politische Situation in ihrem Land, das kurz vor Wahlen steht. „Die Wahlen sind für uns bereits verloren,“ befürchten die beiden, die der Widerstandsbewegung angehören.

Honduras: Politische Instrumentalisierung von Fußball

Die aktuelle politische Krise in Honduras wird durch eine sportliche Sensation vergessen gemacht: Honduras hat sich für die Fußball-WM in Südafrika qualifiziert. Aus Freude über die Qualifikation hat die honduranische Übergangsregierung einen nationalen Feiertag ausgerufen und versucht die aktuellen Ereignisse politisch zu instrumentalisieren.

Mexiko: Regierung setzt 44.000 Leute auf die Straße

Mitte Oktober erließ der mexikanische Präsident Felipe Calderón ein Dekret, mit dem das staatliche Elektrizitätsunternehmen Luz y Fuerza del Centro aufgelöst und die unabhängige Gewerkschaft SME zerschlagen wurde. Mehrere Werke von Luz y Fuerza wurden daraufhin militärisch besetzt. Doch die betroffenen ArbeiterInnen und die mexikanische Zivilgesellschaft reagierten mit der Abhaltung einer riesigen Demonstration in Mexiko-Stadt, bei der gegen die befürchtete Privatisierung protestiert wurde.

Brasilien: „Friedensarbeiterinnen“ gegen Gewalt

Im Rahmen eines Programms der Regierung von Präsident Lula da Silva setzen Tausende Frauen der alltäglichen Gewalt in den Favelas der großen Städte Brasiliens ihr soziales Engagement entgegen. Oft haben die Frauen selbst Erfahrungen mit Gewalt gemacht, da viele von ihnen aus den Favelas kommen. Ziel ihrer Arbeit ist die Prävention und ein Beitrag zu einer „Kultur des Friedens“ und der Gewaltlosigkeit.

Peru: Massaker an protestierenden Indígenas

Seit Monaten protestieren im peruanischen Teil des Amazonas indigene Gruppen gegen Gesetzesdekrete, die den Regenwald für die Ausbeutung durch private Unternehmen freigeben sollen. Nach Massakern an der indigenen Bevölkerung Anfang Juni dieses Jahres hat nun laut Kurier vom 20.6.2009 das peruanische Parlament bei den Dekreten einen Rückzieher gemacht.

Guatemala: Chronik einer angekündigten Kampagne

Die Ermordung von Rodrigo Rosenberg am 10.5. hat in Guatemala für einiges Aufsehen gesorgt. Der Anwalt hatte kurz vor seinem Tod in einer Videoaufzeichnung angekündigt, dass Präsident Colom ihn ermorden lassen werde. Die Ermittlungen in diesem Fall laufen zwar noch auf Hochtouren, jedoch hat die politische Rechte bereits eine dubiose Kampagne losgetreten, die den Sturz des Sozialdemokraten Colom zum Ziel hat. Eifrige Unterstützung erhält sie dabei von der internationalen Presse.

Guatemala: „Wenn sie diese Nachricht sehen, wurde ich vom Präsidenten ermordet“

Ein Anwalt kündigt seine Ermordung in einem Video an und sorgt damit für Massendemonstrationen in Guatemala. In den vergangenen Wochen gingen tausende GuatemalthekInnen auf die Straßen, um den Rücktritt ihres Präsidenten Alvaro Colom zu fordern.

Mexiko: Indigene Frauen kämpfen für ihre Rechte

Die Frauenorganisation Quiego engagiert sich im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca für die Durchsetzung von Frauenrechten. Dabei müssen die Frauen mit Widerständen seitens der Autoritäten der indigenen Gemeinschaften, bis hin zu Todesdrohungen, rechnen. Die Gemeindeautoritäten berufen sich auf die Traditionen und Bräuche, um den Frauen etwa den Zugang zu politischen Ämtern zu verwehren.

Uruguay: BewohnerInnen von Armenvierteln brauchen langen Atem

Uruguay galt früher einmal als die „Schweiz Südamerikas“. Doch auch in diesem Land weist der relative Wohlstand soziale Bruchlinien auf, die sich etwa darin zeigen, dass vor allem seit der neoliberalen Trendwende der 1990er Jahre die Armenviertel (Barrios) rund um die Städte angewachsen sind. Eine NGO hat nun in einer Studie untersucht, unter welchen Bedingungen die Menschen in diesen Siedlungen leben.

Brasilien: Landenteignung durch Biosprit-Boom

Auch im brasilianischen nordöstlichen Bundesstaat Bahia ist die „Agrosprit-Welle“ angekommen. Die dort geplanten Biodiesel-Projekte stellen eine große Gefahr für die artenreichen Cerrado- und Caatinga-Wälder, für die traditionellen Weiden in Gemeindebesitz, Küstenwälder und die kleinbäuerliche Landwirtschaft dar.

Haiti: Bauern fordern aktives Vorgehen gegen Ernährungskrise

In Haiti ist eine neue Allianz von Bauern und Bäuerinnen entstanden, die eine Intervention gegen den Hunger fordert. Dabei steht vor allem die Beendigung der Abhängigkeit von Importen bei Nahrungsmitteln im Zentrum. Die haitianische Landwirtschaft soll nach Jahrzehnten der neoliberalen Strukturanpassung und der daraus folgenden Hungerkrise wieder in die Lage versetzt werden, die eigene Bevölkerung zu ernähren.

Chile: Theater soll Wunden heilen

Ehemalige politische Gefangene versuchen ihre leidvollen Erfahrungen während der Diktatur von Augusto Pinochet zu verarbeiten, indem sie Bühnenstücke aufführen, die während der Zeit ihrer Gefangenschaft oder im Exil entstanden. Der Ort, an dem das Theater stattfindet, ist das heute zu einer Gedenkstätte umgewandelte ehemalige Gefangenenlager Villa Grimaldi.

Chile: „Falsche“ Verschwundene erschüttern die Gesellschaft

In Chile sind mittlerweile vier Personen wiederaufgetaucht, die als unter der Pinochet-Diktatur „Verschwundene“ galten. Die dadurch ausgelöste gesellschaftliche Debatte zeigt, wie umkämpft das Feld der Vergangenheitsaufarbeitung immer noch ist. Dabei nutzt die pinochetistische Rechte die Gunst der Stunde und versucht, nicht nur ihre Version der Geschichte zu propagieren, sondern auch politisches Kapital für den Wahlkampf daraus zu schlagen.

El Salvador: Schmutziger Wahlkampf und Gefahr des Wahlbetruges

Im März finden in El Salvador Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Umfragen sagen dabei einen klaren Sieg der linken FMLN mit ihrem Spitzenkandidaten, dem Journalisten Mauricio Funes, voraus. Der Wahlkampf ist jedoch einmal mehr von einer Angst- und Schmutzkübelkampagne der von europäischen und US-Konservativen unterstützten ARENA geprägt, die eine „kommunistische Verschwörung“ wittert. Gleichzeitig steigt die Furcht vor einem möglichen Wahlbetrug durch ARENA.

Chile: Ablehnung von Staudämmen und Wasserkraftwerken wächst

Gegen den Ausbau der Wasserkraft in Chile formieren sich wachsende Proteste. Es werden Einwände aufgrund der ökologischen Folgen und der Auswirkungen für die lokale Bevölkerung erhoben. So wehren sich etwa Angehörige der indigenen Mapuche gegen ihre wiederholte Umsiedlung. Von Seiten der sozialen Bewegungen wird darauf hingewiesen, dass in Chile das Potential der erneuerbaren Energien lange nicht ausgeschöpft wird.

Kolumbien: ZuckerrohrschneiderInnen beenden erfolgreich ihren Streik

Seit Mitte September 2008 streikten die kolumbianischen ZuckerrohrschneiderInnen. Sie forderten höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Nun haben die ArbeiterInnen einige Zugeständnisse errungen und ihren Streik am 04.12. beendet. Fraglich bleibt allerdings, ob die UnternehmerInnen ihre Zusagen in dieser zunehmend mechanisierten Industrie auch wirklich einhalten werden.

Kolumbien: „Legion der Zuneigung“ kämpft gegen Gewalt auf den Strassen

Die Legión del Afecto („Legion der Zuneigung“) holt Jugendliche in Kolumbien von der Strasse und versucht, ihnen ein neues Selbstwertgefühl zu vermitteln. Junge Menschen, die oft nichts anderes kennen als die Gewalt der Gangs, des bewaffneten Konfliktes und der „sozialen Säuberung“, werden dazu ermuntert, ihre Energien in kreative Aktivitäten wie Tanz, Sport oder Musik umzusetzen.

El Salvador: Bergbaukonzern möchte Staat wegen Umweltrechten verklagen

Der kanadische Bergbaukonzern Pacific Rim Mining Corp. droht der Regierung von El Salvador mit einer Klage, falls diese nicht erlauben sollte, dass das Unternehmen eine Gold- und Silbermine eröffnet, die die lokale Wasserversorgung und die Gesundheit der GemeindebewohnerInnen beeinträchtigen könnte. Es soll dabei eine Bestimmung des Zentralamerikanischen Freihandelsabkommens (CAFTA) zur Anwendung kommen, die es Konzernen ermöglicht, Regierungen vor Gericht zu stellen, wenn Gesetze oder politische Entscheidungen dem öffentlichen Interesse Vorrang vor dem Profit geben.

Chile: Gewerkschafterinnen melden sich zu Wort

In Chile wurde ein Buch publiziert, in dem neun Gewerkschafterinnen ihre Geschichte erzählen. Anhand ihres persönlichen Weges werden die Schwierigkeiten deutlich, mit denen Menschen bei der Organisierung der ArbeiterInnen in diesem Land immer noch zu kämpfen haben. Aber es gibt auch Grund zur Hoffnung, dass insbesondere die Frauen in Chile wieder Mut fassen und sich für ihre Rechte einsetzen.

Peru: Bergbau bedroht Gemeinden und Umwelt

Zu einem Thema von „nationalem Interesse“ wurde der Bergbau in Peru von Präsident Alan García erklärt. Doch das Thema ist höchst umstritten. Während Konzerne die Folgen für die „Entwicklung“ anpreisen, sehen sich die betroffenen Gemeinden mit Umsiedlungsplänen konfrontiert, und die Menschen leiden an Erkrankungen, die durch den industriellen Bergbau ausgelöst werden. Unterdessen wird eine überwältigende Mehrheit, die bei einem lokalen Referendum den Bergbau ablehnte, von der Regierung ignoriert.

Kolumbien: Indigener Protest und dessen Kriminalisierung

Bei der Niederschlagung von Protesten der indigenen Gemeinschaften, die sich über ganz Kolumbien ziehen, wurden in der Provinz Cauca zwei DemonstrantInnen getötet und dutzende verletzt. Seit dem 12. Oktober gehen zehntausende Menschen auf die Strasse, um für Landrechte, die Aufarbeitung von Massakern an Indigenen und andere Forderungen zu demonstrieren. Die Regierung Uribe gibt sich jedoch unnachgiebig und verweigert das Gespräch, stattdessen werden die DemonstrantInnen in die Nähe der Guerilla gerückt.

Ecuador: Klimaschutz statt Erdölförderung?

Die Regierung Ecuadors könnte eine Vorreiterrolle im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel einnehmen. In der am 28.9. 2008 bei einem Referendum angenommenen Verfassung werden erstmals die Rechte der Natur festgeschrieben. Doch auch in der Praxis scheint Präsident Rafael Correa auf ökologische Nachhaltigkeit zu setzen: Er unterbreitete der Welt das Angebot auf die Erdölförderung im Yasuní-Nationalpark zu verzichten, sollte die „internationale Gemeinschaft“ für den finanziellen Einnahmeausfall aufkommen.

Paraguay: Kleinbauern und –bäuerinnen vs. Soja-Industrie

Die besonders durch die Nachfrage nach Agrartreibstoffen angeheizte Ausweitung des Soja-Anbaus führt in Paraguay zu negativen Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung. Viele Menschen leiden an Erkrankungen, die durch die chemische Besprühung der Soja-Felder verursacht werden. Kleinbauern und –bäuerinnen werden vertrieben, damit noch mehr Boden für den Soja-Anbau genutzt werden kann. Doch es regt sich Widerstand.

Migration aus Mexiko und Zentralamerika

Die wachsende Armut in den Ländern Zentralamerikas und in Mexiko zwingt viele Menschen dazu, das Land zu verlassen und ihr Glück im Norden zu suchen. Die US-Regierung reagiert darauf mit einer verstärkten Militarisierung der Grenzen zur Abwehr der papierlosen MigrantInnen. Ergänzt wird dies durch „Gastarbeiterprogramme“, die billige Arbeitskräfte für die US-amerikanische Wirtschaft garantieren sollen. Die Geldüberweisungen der MigrantInnen an ihre Familien in den Herkunftsländern sind zu einem wichtigen Faktor in den Ökonomien Zentralamerikas und Mexicos geworden.

Chile: Aufstand der Pinguine geht in die nächste Runde

In Chile gehen die SchülerInnen, die aufgrund ihrer Schuluniform „Pinguine“ genannt werden, gemeinsam mit den StudentInnen und LehrerInnen wieder auf die Strasse. Sie verleihen ihrem Protest gegen die Reform des Unterrichtsgesetzes Ausdruck und fordern ein Ende der sozialen Benachteiligung der ärmeren Bevölkerungsschichten, die gerade auch im privatisierten Bildungswesen deutlich wird. Die Ereignisse erinnern an das Frühjahr 2006, als die Bewegung der Pinguine der Regierung von Präsidentin Michelle Bachelet einige Zugeständnisse abtrotzen konnte.

Guatemala: Gewalt in Zeiten des Friedens

Vor bald 12 Jahren beendete ein Friedensabkommen den jahrzehntelangen Bürgerkrieg zwischen Guerilla, Staat und rechten Todesschwadronen in Guatemala. Doch die heutige Gesellschaft ist immer noch durch ein hohes Ausmaß an Gewalt gekennzeichnet, insbesondere gegen Frauen. Während viele Menschen kriminellen Jugendbanden, sog. maras, dafür die Schuld zuschreiben, machen andere den Staat und die fortwirkenden Gewaltstrukturen verantwortlich.

Chile: Späte Gerechtigkeit für die Opfer der Diktatur

Obwohl sich General Augusto Pinochet bis zu seinem Tod am Tag der Menschenrechte 2006 einer gerichtlichen Verfolgung durch den taktischen Rückzug in die geistige Unzurechnungsfähigkeit entziehen konnte, scheint endlich Bewegung in die juristische Aufarbeitung der während seiner Diktatur begangenen Verbrechen zu kommen.

Haiti: Revolte gegen hohe Lebensmittelpreise

In Haiti gehen seit einer Woche zahlreiche Menschen auf die Strasse, um gegen die hohen Preise von Lebensmitteln zu protestieren. Bei Ausschreitungen kamen bisher fünf Menschen ums Leben. Vereinzelt wurde bereits die Forderung nach einem Rücktritt der Regierung von René Préval laut.

Paraguay: Politischer Linkstrend in Lateinamerika setzt sich fort

Bei den Präsidentschaftswahlen in Paraguay setzte sich am 20. April der ehemalige Bischof und Befreiungstheologe Fernando Lugo durch. Mit diesem Wahlerfolg der Opposition wurde das seit 61 Jahren ununterbrochene Regime der konservativen Colorado-Partei überwunden, der weltweit am längsten herrschenden Partei. Die Erwartungen der sozialen Basis an Lugo sind hochgesteckt, denn er versprach im Wahlkampf u.a. eine tiefgreifende Landreform und die Beendigung der Korruption.

Krieg zwischen Kolumbien, Ecuador und Venezuela abgewendet

Nachdem die kolumbianische Armee am 1. März 2008 auf ecuadorianischem Gebiet ein Lager der Guerilla-Organisation FARC bombardiert hatte, schickten sowohl die ecuadorianische als auch die venezolanische Regierung Truppen an die Grenzen. Der Ausbruch eines regionalen Krieges konnte jedoch durch Verhandlungen der Rio-Gruppe in der Dominikanischen Republik verhindert werden.

MüllsammlerInnen etablieren eine globale Plattform

Anfang März 2008 fand der erste Weltkongress der MüllsammlerInnen (First World Congress of Waste Pickers) in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá statt. Menschen aus über 40 Ländern, die berufsmäßig städtische Abfälle aussortieren und recyceln, machten ihre Position als produktive Mitglieder der globalen Wirtschaft geltend.

Bolivien: Konflikt um die Verfassung dauert an

In Bolivien spitzt sich die Auseinandersetzung zwischen der Regierung von Präsident Evo Morales und der rechten Opposition zu. Gestritten wird um den Entwurf einer Verfassung. Während der Opposition jedes Mittel recht ist, um den Verfassungsprozess zu boykottieren, befindet sich Präsident Evo Morales im Zwiespalt zwischen politischen Zugeständnissen und der konsequenten Umsetzung der vor der Wahl 2005 gemachten Reformversprechen.

Kuba: Fidel geht, Castro bleibt!

Fidel Castro trat mit 24. Februar 2008 von seinem Amt als Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der kubanischen Revolution zurück. Aufgrund seiner gesundheitlichen Lage entschied sich der 81-jährige zu diesem wichtigen Schritt, die Regierungsaktivitäten ohne sein Einwirken von seinem Bruder, Raul Castro fortführen zu lassen. Aus der öffentlichen Debatte will er sich aber noch nicht ganz zurückziehen und weiterhin als Ansprechperson fungieren.

Ecuadors Aufbruchsstimmung und ihre GegnerInnen

Während viele Menschen große Hoffnungen in Ecuadors Präsidenten setzen, versucht sich die konservative Opposition wieder zu reorganisieren und wird dabei immer stärker.

Lateinamerika geht auf Distanz zu den USA

Lateinamerika kam lang aus seiner Position als „Hinterhof“ der USA nicht heraus. Im letzten Jahrzehnt verlor der mächtige Nachbar im Norden jedoch zunehmend an Terrain in den lateinamerikanischen Ländern. Nun setzt Washington politische und wirtschaftliche Druckmittel ein, um seinen Einfluss zu sichern.

Die Geiseln des chilenischen Staates

Um die Mapuche - Bevölkerung zu unterdrücken, werden in Chile immer wieder indigene Menschen, welche für ihre Rechte kämpfen, aufgrund Verdachts des Terrorismus eingesperrt. Ein Hungerstreik von einigen dieser Häftlinge jedoch führte nun zu einer Welle der Solidarität mit den Eingesperrten im ganzen Land.

Die Bergarbeiter von Bolivien: Ihre neue Generation

Kaum in einem anderen Land spielte der Minensektor eine derartig wichtige Rolle in seiner Geschichte wie in Bolivien. Doch der Neoliberalismus veränderte den Wirtschaftszweig und damit auch das Bild des Bergarbeiters. Eine neue Generation an „mineros“ entstand.

Surinams Indigene und der Grenzkonflikt

Mit einer Petition protestieren indigene Gruppen im lateinamerikanischen Land Surinam gegen das Vordringen französischer Truppen in ihr Territorium. Einige glauben nun, dass ein ernsthaftes Grenzproblem mit Französisch – Guyana entstehen könnte.

Brasilien zahlt keine Patentgebühren für Aids Medikament mehr

Die brasilianische Regierung hat im April dieses Jahres beschlossen, die Patentgebühren für ein Aids- Medikament der Firma Merck nicht mehr zahlen zu wollen. Stattdessen wird sie das Medikament von einem billigeren indischen Produzent beziehen bzw. selber produzieren. In Brasilien versorgt die Regierung alle Aids- PatientInnen gratis mit den notwendigen Medikamenten und muss so hohe Kosten tragen. Zusätzlich hat Merck dasselbe Medikament viel billiger an die thailändische Regierung verkauft als an die brasilianische.

Evo Morales gibt Indigenen Land zurück

Nach jahrelangem Kampf hat es die indigene Gruppe Chiquitano geschafft jenes Land in Bolivien wieder zu bekommen, welches traditionell ihr gehört. ExpertInnen sprechen von einem historischen Moment.

Kolumbiens jahrzehntelanger Konflikt

Nach einem Bombenattentat in der kolumbianischen Stadt Cali gingen am Donnerstag, den 12.04.07 tausende Menschen auf die Strasse, um einmal mehr ihren Ärger und ihre Besorgnis über den Konflikt in dem südamerikanischen Land Ausdruck zu verliehen.

Spannungen zwischen Bolivien und Paraguay

In der Chaco Region beider Länder sieht man seit einiger Zeit wieder neue militärische Aktivitäten. Versuchen einige diese Situation zu beruhigen, sehen andere darin den Beginn neuer Auseinandersetzungen.

Hugo Chávez macht einen Bestseller

Hugo Chávez, Präsident der Republik Venezuela, spricht vor der 61. Vollversammlung der Organisation der vereinten Nationen (UNO) und macht dabei einen Bestseller.

Arbeiten, um arm zu bleiben

Peru: In der Hauptstadt Lima fand vom 29. September bis zum 1. Oktober 2006 der dritte nationale Kongress der CONACAMI statt. Die Organisation kümmert sich um Gemeinschaften, welche vom Bergbau betroffen sind.

Nach wie vor trügerische "United Colores of Benetton"

Seit vier Jahren kämpfen indigene Gruppen in Süd- Argentinien um Land ihrer Vorfahren, das von Benetton einverleibt wurde. Schenkungen zur Wiedergutmachung sollen immer wieder beitragen das angekratzte Image der "Saubermann"- Kampagne des italienischen Konzerns wiederherzustellen.

Nicaragua in den Fängen des IWF

Es wird prognostiziert, dass Nicaragua wegen der Vorgaben des IWF die Hälfte der acht Entwicklungsziele nicht erreichen wird.

Der Widerstand der Mapuche

Chiles größte indigene Gruppe kämpft seit Jahrzehnten für ihre Rechte und die Aufrechterhaltung ihrer Traditionen. Mit der neoliberalen Wirtschaftsform ist es für die Mapuche jedoch nicht leichter geworden.

Bolivien: Reformpläne und neues Grundgesetz

Boliviens Präsident Evo Morales löst nun sechs Monate nach seinem Amtsantritt sein wichtigstes Wahlkampfversprechen ein: Die Agrarreform. Weiters soll eine Versammlung eine neue Verfassung erarbeiten, die der indigenen Mehrheit des Landes mehr Rechte einräumen soll.

Mehr Ausgaben und weniger Gesundheit für die Yanomamis

Die Situation der Yanomamis in Brasilien verschlechterte sich, seitdem die Regierung 2004 die Gesundheitsversorgung der Indigenen übernommen hat.

Rückgang der Ungleichheit in Brasilien

Von 1998 bis 2004 ist der brasilianische Ungleichheitsindex rasant gefallen. Wenn das Land diesen Rhythmus beibehält, so fehlt Berechnungen zufolge etwa ein halbes Jahrhundert um das Niveau von Industrieländern, wie z.B. Frankreich, zu erreichen.

Wie viel Geld braucht die Gesundheit?

Ärzte und Angestellte des Gesundheitssystems befinden sich seit über drei Monaten im Streik um Gehälter.

Bauern zerstören Forschungslabors

Brasilien - Etwa 1500 Kleinbauern der brasilianischen Landlosenbewegung MST, drangen in den Morgenstunden des 8. März in eine Versuchsfarm des Zellstoff-Unternehmens Aracruz ein und zerstörten Forschungslabors und fast 5 Millionen Eukalyptus-Setzlinge.

Die soziale Bewegung in Guatemala

20 Jahre nach dem Ende der Militärdiktaturen wird die Demokratie in Guatemala aufs Neue kritisch hinterfragt. Der Grund dafür liegt in der Intoleranz der Regierung des Landes gegenüber Demonstrationen und Protestaktionen.

Proteste der Landlosen in Brasilien

Besetzungen in Pernambuco in Gedenken an den Massaker vor zehn Jahren in Eldorado dos Carajás.

Lateinamerika: Sichere Straßen für Frauen

„Städte ohne Gewalt gegen Frauen – sichere Städte für alle“, so lautet der Name eines von UNIFEM initiierten Programms in mehreren Ländern Lateinamerikas. Da Gewalt gegen Frauen nicht allein in den eigenen vier Wänden stattfindet, sondern auch im öffentlichen Raum, ist das Ziel die Stärkung von Frauenorganisationen, um in Kooperation mit Regierungen auf kommunaler Ebene die Straßen und Plätze sicher für Frauen zu machen und damit ihre Lebensqualität zu verbessern.

Honduras: Landkonflikte verschärfen sich

In der im Norden von Honduras gelegenen Region Bajo Aguán sehen sich die Kleinbauern und –bäuerinnen Enteignungen und damit einer zunehmenden Konzentration von Landbesitz in den Händen weniger ausgesetzt.