gefördert durch Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

OneWorldBooks - unsere aktuelle Buchempfehlung

„Wirtschaft anders denken“

Frauen ermutigen und ermächtigen, sich in wirtschaftpolitischen Diskursen aktiv einzumischen – das ist eines der Ziele des Handbuchs „Wirtschaft anders denken“, das eine Gruppe engagierter Fachfrauen vom Netzwerk WIDE – Women in Development Europe, sowie vom Verein Joan Robinson 2010 in 2. Auflage veröffentlicht hat. Der Verein Joan Robinson, benannt nach der bedeutenden gleichnamigen Ökonomin, hat sich die Förderung frauengerechter Verteilung ökonomischen Wissens zum Ziel gemacht. Dieses Handbuch bietet dafür ein umfangreiches Instrumentarium an.

Frauenrechte und Globalisierung

„Gleich, gleicher, ungleich - Paradoxien und Perspektiven von Frauenrechten in der Globalisierung“ von Christa Wichterich gibt einen sehr guten Überblick über die Globalisierung aus feministischer Perspektive. Für ExpertInnen bzw. Menschen, die mit der Gender Thematik vertraut sind, zählt dieses Werk sicher zur Pflichtlektüre, für Gender-„AnfängerInnen“ ist das Buch eine ziemlich schwere Kost.

Zeit der Verheißungen

"Ein überwältigendes Erstlingswerk" wird "The Guardian" im Klappentext zitiert. Und das ist dieses Buch auch: Ein unglaublich einfühlsam und aus der Perspektive einer Frau geschriebenes Dokument des Unabhängigkeitskrieges von Bangladesch.

André Boesberg: Den Taliban entkommen

Nach der wahren Geschichte von Sohail Wahedi

Aus dem Niederländischen von Bettina Bach
Verlag Bloomsbury K&J, Berlin 2008

"Ende der Märchenstunde"

Eine neue gesellschaftliche Gruppe - die Lohas - beschäftigt die Journalistin Kathrin Hartmann. Menschen, die sich durch ethisches Konsumverhalten auszeichnen wollen. Doch Hartmann befürchtet, dass die Lohas nur ihrem eigenen Egoismus fröhnen und sich ein gutes Gewissen erkaufen. Eine Auseinandersetzung mit der Idee, dass Konsumverhalten die Welt verändern kann.

Johnny Lamprecht: Afrika bewegt uns

Mit Bewegungsspielen, Spielliedern und Tänzen für Kinder; Verlag Ökotopie, Münster 2009. Von Afrika lernen heißt, sich bewegen lernen, meint der Trommelpädagoge Johnny Lamprecht. Auf seinen über 80 Reisen quer durch den Kontinent Afrika hat er viele Bewegungsspiele, Tanz- und Spiellieder gesammelt und einen Teil davon in diesem Buch aufbereitet.

Peak Soil: Die globale Jagd nach Land

Land wird immer mehr zur heiß begehrten Ressource. Agrarkonzerne, Finanzinvestoren und Regierungen liefern sich ein heißes Rennen bei der globalen Erwerbung von Land. Thomas Fritz über die Triebkräfte der Ausbeutung unserer Erde und die Folgen für Milliarden von Menschen.

Die ganze Welt als kleines Dorf

Die Welt als Dorf mit 100 EinwohnerInnen, die in den sechs Weilern Nord- und Lateinamerika, Europa, Afrika, Asien und Ozeanien leben. Mit diesem (eigentlich einfachen) Kunstgriff machen die beiden Innsbrucker Wirtschaftswissenschaftler Josef Nussbaumer und Andreas Exenberger aus statistischen Daten eine Anklageschrift gegen die Ungleichheiten in der Welt.

AliRiza Kemera-Asmện: Domane Asmện - Kinder des Himmels

Der Autor AliRiza Kemera-Asmên hat in diesem Buch seine Erinnerungen an seine Kindheit in Kurdistan, seine Familie, die Unterdrückung und seine Vertreibung niedergeschrieben.
AliRiza Kemera-Asmên musste als Bub mit Mutter und Geschwistern aus seinem Heimatdorf in den Bergen von Dersim in die Stadt umziehen, musste vom Leben in und mit der Natur Abschied nehmen. Armut, vorher unbekannt, war die Folge, aber auch neue Erfahrungen, ein neuer Blick in die Welt.

ManuEla Ritz: Die Farbe meiner Haut – Die Antirassismustrainerin erzählt

Oberflächtlich betrachtet scheint die Tatsache, dass die Haut der Autorin etwas mehr Melanin aufweist als die der meisten Leute in ihrer Umgebung wohl kaum buchfüllend, doch wird eben diese dunklere Haut immer wieder als Projektionsfläche für rassistische Äußerungen und Diskriminierung genutzt. Und so ist dieses Buch ein autobiografischer Bericht über das Leben einer Schwarzen Frau im Weißen Deutschland, die sich bewusst mit der Diskriminierung und dem Alltagsrassismus auseinandersetzt.

Finanzkrise ist „Salamikrise“

Peter Wahl beschreibt in seinem Buch „Entwaffnet die Märkte!“ detailliert, welche Finanzinstrumente die Krise verursachten bzw. verstärkten und welche Unzulänglichkeiten es bei der Beaufsichtigung und Kontrolle der Finanzmärkte gibt.

Terry Pratchett: Eine Insel

ISBN: 978-3442546558
Manhatten Verlag, 448 Seiten
Ab und an sollte man sich nebst schwerer Kost auch einmal etwas Belletristik gönnen und was läge näher als zum neuen Pratchett zu greifen. Kaum ein Zweiter versteht es so gekonnt Fakt mit Fiktion zu vermengen und unter der Zugabe von einer Priese Zynismus das Ganze in eine fesselnde Geschichte zu verpacken.

„Der Hass auf den Westen“

Jean Ziegler gilt als ein scharfzüngiger Globalisierungskritiker, der unermüdlich Unterdrückung, Elend, Menschenverachtung, Ausbeutung und Arroganz der westlichen Reichen als „mörderische Weltordnung“ beschreibt. Auch in seinem neuen Buch „Der Hass auf den Westen. Wie sich die armen Völker gegen den wirtschaftlichen Weltkrieg wehren“ nimmt er sich kein Blatt vor dem Mund und konfrontiert den Leser/die Leserin mit aufschlussreichen, erschütternden Begebenheiten des erbarmungslosen Handelns des Westens.

Thomas Kohrs, Anselm Grün: Ethisch Geld anlegen

ISBN: 978-3-89680-374-0
Vier-Türme-Verlag, 191 Seiten, Münsterschwarzach 2008
Nicht nur in Zeiten einer Wirtschaftskrise werden die Stimmen gegen ruchlose Machenschaften an internationalen Börsen laut. Der Handel mit Wertpapieren aller Art genießt generell einen zweifelhaften Ruf, da zum Beispiel hinter hoch verzinsten Papieren immer seltener reale Werte stehen. Vielerorts mangelt es allerdings einfach nur an Wissen um diverse Entwicklungen nachzuvollziehen und zu beurteilen.

„In Reichtum geboren...“

... bedeutet der Name „Adesuwa“. Auf den ersten Blick mag das wie ein Segen wirken, doch für die junge Adesuwa spiegelt dieser Name auf sehr höhnische Weise ihr Leben wider. Von einer Juju-Priesterin als „Ogbanje“, als eine Wassergöttin identifiziert, ist sie fortan für den Wohlstand ihrer Familie verantwortlich. Denn Ogbanjes gelten als Garant für Reichtum und Glück – allerdings nur, wenn sie sich zu ihrer religiösen Identität bekennen.

Zur EU-Wahl: Europa, wie es werden sollte

Die Beiträge dieses visionären Europabuches sind zum größeren Teil als Rückblicke aus einer fernen Zukunft geschrieben. Sie spielen 2030 oder 2050 und längst ist Europa demokratisch und sozial, es ist ökologisch nachhaltig gestaltet, geschlechtergerecht, der öffentliche Verkehr funktioniert, der Handel mit den Ländern des Südens ist fair und an jeder europäischen Universität studieren (zumindest) 20 Prozent AfrikanerInnen.

Zwischen Ausbeutung und Emanzipation

„Im Gespräch mit uns erwähnt Hui immer wieder diese Freiheit, die sie empfindet, wenn sie zum Arbeiten fortgeht. Ohne die Kontrolle durch den Vater kann sie so leben, wie es ihr passt.“
Hui ist eine jener Wanderarbeiterinnen, eine „dagongmei“, die vom Chinesischen Land in Industriestädte wie Shenzhen kamen und hier von Pun Ngai und Li Wanwei interviewt worden sind. Daraus ist ein berührendes und informatives Buch geworden.

Gemeingüter – eine Antwort auf die Krise

Es ist eines der zentralen neoliberalen Dogmen, wonach Privat immer besser sei als Staat. Was sich in den letzten zwei, drei Jahrzehnten abgespielt hat, kann getrost als Gehirnwäsche bezeichnet werden, weltweit wurden zeitgleich unschätzbare Werte aus öffentlichen in private Hände verschoben. Fast ist dabei in Vergessenheit geraten, dass es neben privatem und staatlichem Eigentum auch Gemeingüter gab/gibt, die ihren NutzerInnen gehören.

Zhu Xiao-Mei: Von Mao zu Bach

Die Konzertpianistin Zhu Xiao-Mei schildert hier ihr Heranwachsen nach der Revolution in China unter Mao. Trotzdem sie glühende Anhängerin Maos war, erlebte sie zahlreiche Schikanen, da sie aus einer (klein-)bürgerlichen Familie kam. Zhu Xiao-Mei war Musikstudentin, als die so genannte „Kulturrevolution“ stattfand. Sie selbst war eines der unzähligen Rädchen, die den damaligen Terror, blind vor und verblödet durch lauter Ideale, stützte.

Leo Hickman: Und Tschüss! Was wir anrichten, wenn´s uns in die Ferne zieht

Pendo Verlag, München und Zürich, 2008. 420 Seiten.
Aus dem Englischen übertragen von Marion Hertle

Leo Hickman nimmt uns in diesem Buch wie in einem „globalen Reisetagebuch“ in beliebte Reisedestinationen mit und erforscht die Hintergründe und Auswirkungen der Tourismusindustrie. In vielen Gesprächen mit BewohnerInnen, Hotelangestellten, AktivistInnen, Reiseagenturen, ÖkologInnen u.a. sammelt er Fakten rund um soziale, ökologische und ökonomische Vor- und Nachteile, die das Reisen mit sich bringen.

Aravind Adiga: Der weiße Tiger

C.H. Beck 2008, München. 319 Seiten

In seinem Erstlingswerk „Der weiße Tiger“ übt Aravind Adiga schonungslos Kritik an seiner Heimat Indien. Der Roman wurde mit dem „Booker Award 2008“ ausgezeichnet.

Afrika als soziales und kulturelles Vorbild

Das Buchcover ist Programm: Ein alter Schwarzer, schallend lachend, in Händen einen Riesenkürbis. Selbst der Hintergrund passt nicht ins Afrika-Klischee: ein üppiges Feld und grüne Sträucher. Mit überbordendem Enthusiasmus präsentieren die beiden deutschen Soziologen Reimer Gronemeyer und Matthias Rompel ihr Anliegen, uns ein anderes Afrika-Bild zu vermitteln.

Wie Landminen Existenzen zerstören

Alle zwanzig Minuten wird ein Mensch Opfer einer Minendetonation. Was dies für die Betroffenen und ihr Umfeld bedeutet, schildert Reine-Marguerite Bayle auf sehr einfühlsame Weise in ihrem Buch „Landminen – Ein Bein für fünf Dollar“.

Bewegungen: Risse im Asphalt nutzen

Nicht mehr ganz frisch, aber immer noch gut: Der Sammelband zu wichtigen widerständigen Bewegungen wie den Zapatisten oder den sens papiers. Gerade im Vorfeld des Aktionstags am 28. März anlässlich des G20-Gipfels in London eine anregende Lektüre!

Mary Kreutzer & Corinna Milborn: Ware Frau

Auf den Spuren moderner Sklaverei von Afrika nach Europa
Ecowin-Verlag. Salzburg 2008. 240 S.; 19,95 EUR

Autorin: Alicia Allgäuer

Dunja Larise / Thomas Schmidinger: Zwischen Gottesstaat und Demokratie.

Handbuch des politischen Islam

Zsolnay Verlag, Wien 2008, 320 Seiten, € 20,50

Thomas Schmidinger (Hg.): Vom selben Schlag

Migration und Integration im niederösterreichischen Industrieviertel
Verein Alltag Verlag, Wien 2008, 405 Seiten, Preis: €19,90

Von Lars Dietrich

Le Monde diplomatique (Hg.): Atlas der Globalisierung spezial: Klima

taz-Verlag, 2008

Der erste Teil des Buches befasst sich anschaulich und übersichtlich mit der Vielfalt der Themen, die im Zusammenhang mit Klima stehen. Da geht es unter anderem natürlich um den Klimawandel, dessen Ursachen und Auswirkungen, Transportwege und Flächenfraß, Industrie und Landwirtschaft, Zugang zu Wasser und Hochseefischerei.

Baby Halder: Kein ganz gewöhnliches Leben

Draupadi Verlag. Ein Verlag für Indien. Heidelberg 2008
Aus dem Englischen übertragen von Annemarie Hafner

Baby Halder hat ein eindrucksvolles Buch geschrieben über ihre Kindheit und Jugend: mit vier Jahren von der Mutter verlassen, vom Vater immer wieder misshandelt, mit dreizehn Jahren mit einem doppelt so alten Mann verheiratet, der sie mehrfach fast zu Tode prügelt und missbraucht.

Klaus Füsser: Bin ich eine Klimasau?

Klimaschützen und damit besser leben
Riemann Verlag, 2008, München

„Wer will das nicht, gut leben, Geld sparen und dabei noch die Umwelt schützen?“, so beginnt das vorliegende Buch.

Galsan Tschinag: Das Menschenwild

Eine Erzählung aus dem Altai
Insel Verlag Frankfurt am Main und Leipzig 2008

Der „Gijik“, das legendäre Menschenwild, dicht behaart, mit einer primitiven Sprache versehen, raubt die junge Tuwa Hünej, eine Tochter aus wohlhabendem Hause und verschleppt sie in die einsame Weite des Altai-Gebirges.
Das ungleiche Paar kommt sich in der Isolation der Bergwelt näher.

Elsa Osoria: Im Himmel Tango

Insel Verlag, 2007, Frankfurt am Main

Der Roman erzählt die Geschichte von Ana Lasalle, Pariser Tangotänzerin mit argentinischer Abstammung und Luis Montes, einem argentinischem Filmemacher.

Christa Markom/Heidi Weinhäupl: Die anderen im Schulbuch

Rassismen, Exotismen, Sexismus und Antisemitismus in österreichischen Schulbüchern

Wilhelm Braumüller 2007

Daniel Goetsch: Ben Kader

Daniel Goetsch, 2006, Bilgerverlag

Daniel Goetsch erzählt in seinem dritten Buch die Geschichte eines jungen Mannes – Dan Kaders – dessen Vater Ben 1957 in die Geheimdienstarbeit Frankreichs in Algerien involviert war.

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Santiago Roncagliolo Roter April Suhrkamp, Frankfurt am Main 2008; 333 Seiten; € 20,40 Übersetzung: Angelica Ammar

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Uzodinma Iweala Du sollst Bestie sein! Ammann Verlag, Zürich 2008; 157 Seiten; € 19,50 (Übersetzer: Marcus Ingendaay)

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Chimamanda Ngozi Adichie: Die Hälfte der Sonne Roman Luchterhand, München 2007, Euro 29, 95

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Ian Buruma Die Grenzen der Toleranz Der Mord an Theo van Gogh Hanser, München 2007, Euro 23,90

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Hisham Matar Im Land der Männer Roman Luchterhand, München, 2007, Euro 19,95

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Vikram Chandra: Der Gott von Bombay Aufbau-Verlag, 2006 774 Seiten

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Tanja Busse Die Einkaufsrevolution Konsumenten entdecken ihre Macht Blessing Verlag, München 2006, 319 Seiten, 15,40 Euro