OneWorldBooks - unsere aktuelle Buchempfehlung

Fleischatlas Band 1 und 2

Hg.: Heinrich Böll Stiftung, BUND – die dt. Sektion von Friends of the Earth, Le Monde diplomatique
Berlin 2013, jeweils 52 Seiten, gratis-Download

Die Fleischatlanten von Le Monde Diplomatique gelten landauf, landab als eine vorbildliche Dokumentation. Wie viele Ungereimtheiten und Fehler sich dort tummeln ist offenbar nur OneWorld.at aufgefallen.

Ein Bericht über meine abenteuerliche Reise durch die Fleischatlanten, Teil 4.


Fleischatlas 1 & 2 – Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel

Hg.: Heinrich Böll Stiftung, BUND – die dt. Sektion von Friends of the Earth, Le Monde diplomatique
Berlin 2013, jeweils 52 Seiten, gratis-Download

Die Fleischatlanten von Le Monde Diplomatique gelten landauf, landab als eine vorbildliche Dokumentation. Wie viele Ungereimtheiten und Fehler sich dort tummeln ist offenbar nur OneWorld.at aufgefallen.

Ein Bericht über meine abenteuerliche Reise durch die Fleischatlanten, Teil 3.

Fleischatlas 1 und 2

Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel
Hg.: Heinrich Böll Stiftung und BUND, die dt. Sektion von Friends of the Earth, Le Monde diplomatique
Berlin 2013, jeweils 52 Seiten, gratis-Download

Die Fleischatlanten von Le Monde Diplomatique gelten landauf, landab als eine vorbildliche Dokumentation. Wie viele Ungereimtheiten und Fehler sich dort tummeln ist offenbar nur mir aufgefallen.

Ein Bericht über meine abenteuerliche Reise durch die Fleischatlanten, Teil 2.

Fleischatlas 1 u. 2 – Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel

Hg.: Heinrich Böll Stiftung, BUND – die dt. Sektion von Friends of the Earth, Le Monde diplomatique
Berlin 2013, jeweils 52 Seiten, gratis-Download

Die Fleischatlanten von Le Monde Diplomatique gelten landauf, landab als eine vorbildliche Dokumentation. Wie viele Ungereimtheiten und Fehler sich dort tummeln ist offenbar nur OneWorld.at aufgefallen.

Ein Bericht über meine abenteuerliche Reise durch die Fleischatlanten, Teil 1.

João Paulo Cuenca: Mastroianni. Ein Tag

Roman, A1 Verlag, München 2013, 141 Seiten, € 17,40
Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Michael Kegler

Der junge Brasilianer João Paulo Cuenca wurde bereits sowohl unter die 40 führenden AutorInnen Lateinamerikas gewählt, als auch unter die Top 20 der jungen LiteratInnen Brasiliens. - Nicht schlecht für einen Jungspatz von gerade mal 35. Mit „Mastroianni. Ein Tag“ legt der Münchner A1-Verlag nun Cuencas erfolgreichen Dandy-Roman von 2007 auf.

Joe Sacco: Reportagen – Den Haag/Palästina/Kaukasus/Irak/Malta/Indien

Edition Moderne, Zürich 2013, grafic journalism, 199 Seiten, € 28,80

Der maltesisch/US-amerikanische Zeichner und Journalist Joe Sacco ist wohl der bekannteste Vertreter von Journalismus in Comic-Form. Seine Bücher über Palästina und Bosnien haben ihn auch hierzulande bekannt gemacht. Der Band „Reportagen“ enthält mittellange bis kurze Arbeiten von ihm aus den letzten 15 Jahren.

Werner Hörtner: Kolumbien am Scheideweg

Rotpunktverlag, Zürich 2013. 292 Seiten, € 27,-

Wenige Monate bevor sich Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos der Wiederwahl stellt, steht der Friedensdialog mit der größten Guerillaorganisation FARC auf der Kippe. Die Verhandlungen könnten unter dem Zeitdruck, den der Präsident aufgebaut hat, platzen. Der älteste bewaffnete Konflikt des Kontinents könnte aber auch bald schon friedlich beigelegt werden. Noch nie standen die Chancen so gut. Werner Hörtner, ein ausgewiesener Kolumbienkenner, legt nach seinem Einführungsband Kolumbien verstehen ein neues Buch nach, das hilft, den Friedensprozess und die Hindernisse für eine Verhandlungslösung besser zu verstehen.

Ana Paula Maia: Krieg der Bastarde

A1 Verlag, München 2013, Roman, gebunden, 221 Seiten, € 19,40

Die junge Autorin Ana Paula Maia führt ihre LeserInnen in das urbane, zeitgenössische Brasilien. Die ProtagonistInnen ihres „Krieg der Bastarde“ leben in heruntergekommenen Vierteln und ein drohender Umzug in die Favelas hängt ständig als Damoklesschwert über ihnen. Also rackern sie sich einen weiteren Monat lang ab um Gelder für ihre Miete heranzuschaffen. Amadeu, ein junger Pornodarsteller ist einer von ihnen.

Luiz Ruffato: Mama, es geht mir gut

Assoziation A, Hamburg 2013, Roman, gebunden, 160 Seiten, € 18,50

Luiz Ruffato gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Brasiliens. „Mama, es geht mir gut“ ist Teil 1 seines auf fünf Bände angelegten Romanzyklus „Vorläufige Hölle“.

EU.L.E.N-Spiegel 4-6/2012: Vegetarier & Tierrechtler

Wissenschaftlicher Informationsdienst des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften, 72 Seiten, Großformat, € 45,-

Wir alles wissen es inzwischen: Mit mehr Vegetarismus retten wir die Welt. - Aber was wissen wir wirklich? Hält das gemeinhin vorgelegte Zahlenmaterial? Und werden daraus die richtigen Schlüsse gezogen?
Bereits Ende 2012 veröffentlichte das Europäischen Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften eine Sondernummer seines Periodikums „EU.L.E.N-Spiegel“ zum Thema „Vegetarier & Tierrechtler“. Das darin vorgelegte Material ist nicht nur hochbrisant, sondern für WeltverbesserInnen, wie wir es alle sind, oft auch höchst unbequem.

Andreas Kollender: Teori – Die Geschichte des Georg Forster

Unionsverlag, Zürich 2013, Taschenbuch, 219 Seiten, € 11,30

„ 'Ich bin Deutscher Revolutionär', sagte er. 'Ein Widerspruch in sich beinahe.' (…) Ich wußte, wen ich vor mir hatte. Das ganze gelehrte Europa kannte Georg Forster. Und seit er sich offen zu den Zielen der Revolution bekannt und in der Mainzer Republik die Regierungsarbeit angenommen hatte, die das Volk ihm anvertraute, hasste das ganze gelehrte Europa ihn.“

Sumaya Farhat-Naser: Im Schatten des Feigenbaums.

Lenos, Basel 2013, 223 Seiten, 19,90 €

Der Feigenbaum ist ein Symbol für Frieden, Sicherheit und Lebensglück und steht hier auch für den Aufbau eines Seminarzentrums, das unter seinem Schutz gedeihen soll. Das Projekt geht auf die Autorin, Sumaya Farhat-Nasher, selbst zurück, die in Palästina mit Frauen, Jugendlichen und Kindern Workshops zu gewaltfreier Kommunikation und Umgang mit Gewalt hält.

Ruedi Leuthold: Brasilien. Der Traum vom Aufstieg.

Nagel & Kimche, München 2013, 208 Seiten, 18,40 €

„Steilpass in Brasilia. (…) Der Ort, wo Brasilien seine Sehnsucht nach Größe und Harmonie in Beton fasste. Der Ort, wo Verbrechen aus Eitelkeit, Blindheit und Arroganz geschehen.“

In diesen Passagen fasst Ruedi Leuthold in seinem Buch „Brasilien. Der Traum vom Aufstieg“ nicht nur den Charakter der Hauptstadt Brasilia zusammen, sondern sie steht auch symbolhaft für die Thematik des Buches. Er versucht den Widerspruch zwischen dem rasanten wirtschaftlichen Fortschritt und der Realität der Menschen in Brasilien aufzuzeigen, die sich zwischen Armut, Korruption, Spontanität und Hoffnung bewegt.

Gabriel Bornstein: 45 Minuten bis Ramallah

Assoziation A, Hamburg 2013, Roman, 192 Seiten,
€ 16,50

Ab wann hast du ein Problem?
Wenn du deinen Job verloren hast?
Oder wenn du deinen Job verloren hast + der Gatte deines Onenight-Stands hat eine Sammelleidenschaft für die Eier der Lover seiner Frau?
Oder wenn du deinen Job verloren hast + der Eier-sammelnde Gatte des besagten Onenight-Stands hat dir bereits mit seiner Walther ein hübsches Loch in dein Fluchtboot geschossen?

Jaques Tardi: Ich, René Tardi, Kriegsgefangener im Stalag II B

Edition Moderne, Zürich 2013, Graphic Novel, Großformat, 188 Seiten, € 36,00

1,8 Millionen französischer Soldaten gerieten 1940 beim Kampf gegen Nazi-Deutschland in Kriegsgefangenschaft. Einer davon war René Tardi, dessen Geschichte sein Sohn hier schildert. Bemerkeswert ist die Art, wie er das tut, denn er stellt sich in diesem Graphic Novel selbst, als imaginierten Halbwüchsigen, an die Seite seines Vaters. So begleitet er ihn durch sein Leben, läßt sich von ihm die durchlebten Situationen erklären, nicht ohne gleichzeitig unbequemer, aber auch ein, seinen Vater nervender Fragesteller zu sein.

Dieter Eich, Ralf Leonhard: Umkämpfte Rohstoffe. Märkte, Opfer, Profiteure

Ch. Links Verlag, Berlin, Oktober 2013, 208 Seiten, € 17,40

Eigentlich sollten Bücher dieser Art überflüssig sein. Denn dass die mineralischen Rohstoffe auf unserem Planeten endlich sind, d.h. quantitativ und zeitlich begrenzt, ist wohl eine Binsenwahrheit. Doch die Politik kennt keine Binsenwahrheiten, sie gehorcht vielmehr den Interessen der Erdölkonzerne und Bergbaumultis als der Realität von der Beschränktheit unserer Ressourcen und von der Kollapsgefährdung der Erde. Immer noch beherrschen das Diktat des steigenden Wachstums und der Profitgier der Unternehmen die Wirtschaft.

Alexandra Kollontai:

Autobiographie einer sexuell emanzipierten Kommunistin
MPB – Marxist Pocket Books
Laika Verlag, Hamburg 2012, 99 Seiten, € 8,80

„Die Vorstellung von dem Eigentum erstreckt sich weit über die Grenzen der gesetzlichen Ehe, sie schleicht sich auch in die freien Liebesbeziehungen ein. Die Liebenden beiderlei Geschlechts würden sich, bei aller theoretische Achtung der Freiheit, durchaus nicht begnügen mit dem Bewußtsein der physischen Treue des Liebespartners. Um das ewig drohende Gespenst der seelischen Einsamkeit von uns zu bannen, brechen wir mit einer für die kommende Menschheit unbegreiflichen Grausamkeit und Unzartheit in die Seele des von uns geliebten Wesens ein und machen unsere Rechte auf sein geheimstes geistiges „Ich“ geltend. Der heutige Liebhaber verzeiht unvergleichlich leichter eine physische Untreue als eine seelische, und jedes Teilchen der Seele, das der Ehegenosse außerhalb der Schwelle seines Liebestempels verschwendet hat, scheint ihm ein unverzeihlicher Diebstahl an einem ihm persönlich gehörendem Schatz zugunsten anderer.“

Mana Neyestani: Ein iranischer Alptraum

Edition Moderne, Graphic Novel aus Iran, Zürich 2013, 200 Seiten, € 24,70

„Toller Plot!“, könnte man sagen. „Sehr fantasievoll ausgedacht... wirklich beeindruckend.“ Ja, könnte man sagen. Nur, dass es sich bei „Ein iranischer Alptraum“ nicht um eine erfundene Geschichte handelt, sondern um den tatsächlichen Alptraum, den der Cartoonist und Autor Mana Neyestani am eigenen Leib erfahren musste.

Habib Selmi: Die Frauen von al-Bassatîn

Lenos Verlag, Roman aus Tunesien, Basel 2013, 220 Seiten, € 20,50

„Dich bedroht?“ - „Ja, terrorisiert haben sie mich. Einmal ging ich durch die Rue Ibn Khaldoun, da merkte ich, dass mir ein junger Kerl folgte. Erst dachte ich, es wäre irgend so ein Schürzenjäger. Ich kümmerte mich nicht um ihn und setzte meinen Weg fort. Aber nach ein paar Schritten holte er mich ein. Er beugte sich zu mir und zischte, ich wäre aufgedonnert wie 'ne Nutte und ich solle mich gefälligst anständig kleiden. Sonst würden sie mir Schwefelsäure ins Gesicht und über den Hals schütten. Stell dir das mal vor! Die wollen mich mit Säure bespritzen, mich verstümmeln – und warum? Bloss weil ich kurzärmelig gehe. Verbrecher sind das! Ich habe gehört, dass einer von ihnen seine geschiedenen Schwester erstochen hat, weil er sie verdächtigte eine Liebschaft zu haben.“

Hermann Knoflacher: Zurück zur Mobilität! - Anstöße zum Umdenken

Ueberreuter, Sachbuch, Wien 2013, 112 Seiten, € 9,95

Das etwa 100-seitige Büchlein des ehemaligen Vorstands des Instituts für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU Wien Hermann Knoflacher geht dem Thema Mobilität in Form einer Gedankensammlung auf den Grund. Ein roter Faden lässt sich streckenweise erkennen, vielmehr nähert sich der Autor aber seinem Thema immer wieder von verschiedenen Seiten her an. Entstanden sind dadurch kurzweilige, informative und zum Nachdenken anregende Texte, die in kleinen Happen auch vom stressgeplagten Zeitgenossen (zum Beispiel im Auto beim Warten im Stau) verdaut werden können.

Philippe Otié/Li Kunwu: Ein Leben in China

Band 3: Die Zeit des Geldes
Edition Moderne, Comic/Graphic Novel, Zürich 2013, 269 Seiten, € 24,70

„Ich bin mir bewusst, dass meine Ansichten gerade westliche Leser überraschen könnten, da der vorherrschende Diskurs in westlichen Gesellschaften fundamental anders aussieht. Es geht mir nicht darum, dem offiziellen Diskurs aus Prinzip zu widersprechen. Es geht mir im Gegenteil um ein sehr tief sitzendes Gefühl, das ich mit vielen anderen Chinesen teile. (…) Wer unsere Geschichte der Entbehrungen kennt und versteht, wird wohl begreifen, warum ich mich so sehr nach Stabilität und Ordnung sehne, auf denen unser Aufschwung und unsere Entwicklung beruht.
Und dennoch – jedem seine Meinung… einige werden mir vielleicht widersprechen, weil sie der Ansicht sind, die Menschenrechte seien wichtiger als die Notwendigkeit, sich zu entwickeln. Aber ich möchte diese Diskussion lieber kommenden Generationen überlassen, die nicht derart unbeschreiblichen Qualen ausgesetzt sein werden, wie wir sie lange erdulden mussten.“

Joaquim Maria Machado de Assis: Dom Casmurro

Manesse Bibliothek der Weltliteratur, Roman, Zürich 2013, 445 Seiten, € 23,60

„Schüttle den Kopf, lieber Leser, und zeige auf alle Arten Deine Ungläubigkeit. Wirf dieses Buch fort, falls dich die Langeweile nicht schon vorher dazu veranlasst hat; alles ist erlaubt.“ - Wer ist dieser sonderbare Autor, der seine LeserInnen mitten im Roman auffordert, sich seines Werkes auf sehr luftige Art & Weise zu entledigen? Susan Sontag nannte Joaquim Maria Machado de Assis den „großartigsten lateinamerikanischen Autor aller Zeiten“.

Edwidge Danticat: Der verlorene Vater

Unionsverlag, Roman, Frankfurt am Main, 2013, 240 Seiten, € 12,95

Edwidge Danticat erzählt von einer haitianischen Generation, die unter der Diktatur ihre Väter als Vertreter der Milizen bzw. als ihre Opfer verloren hat. Sie erzählt aber auch von Vätern, die ihrerseits ohne Eltern den Weg „verloren haben“. Da ist zum Beispiel die Bildhauerin Ka, deren künstlerische Hauptinspiration ihr Vater ist, der in einem haitianischen Gefängnis war und den sie wie einen Helden verehrte. Jahre später erfährt sie von seiner dunklen Vergangenheit als Folterer... Dann gibt es Dany, der während der Diktatur seine Eltern verliert.

Jeet Thayil: Narcopolis

S. Fischer, Roman, Frankfurt/Main 2013, 279 Seiten, € 23,70

„Es war Heroin, sagte Rumi, und schaute Dimple ohne zu blinzeln in die Augen, schaute sie so unverwandt an, dass sie seinen Blick erwidern musste. Ihr fielen seine ungewöhnlich langen Wimpern auf, wie bei einem Mädchen, doch hätte sie nicht sagen können, von welcher Farbe seine Augen waren, da im Rauch aus den Ohren troff und sich in Wolken um seine Haut sammelte, schwerer Rauch, der ihm aus den Poren zu Boden fiel, die Ecken des Raumes füllte und inwärts drängte. Als der Rauch bis an ihre Lippen stieg, schmeckte sie Gülle, stand auf, ging zur Tür und stürzte blindlings nach unten, aber da wurde der Rauch noch dicker, also floh sie in die andere Richtung, floh an ihrer Tür vorbei, vorbei an Rashids Tür hinauf aufs Dach, von wo aus sie sah, dass die Strasse, die Stadt und womöglich die Welt in ihrer unvorstellbaren Gänze im Rauch ertrank, und obwohl sie zu kaum auszumachenden Gestalten herunterschrie, schrie, bis sie heiser war, konnte niemand sie hören, denn jetzt war der Rauch auch in ihrem Mund, stieg ihr in die Nase und füllte sie mit seinem weißen, lebenden Dampf.“

Philippe Otié/Li Kunwu: Ein Leben in China

Band 1: Die Zeit meines Vaters
Band 2: Die Zeit der Partei
Edition Moderne, Comic/Graphic Novel, Zürich 2012/13, 254 bzw. 196 Seiten, je € 24,70

„Ein Leben in China“ ist die Lebensgeschichte von Li Kunwu, gestaltet als autobiographischer Comic. Die Zeit die er behandelt könnte ereignisreicher nicht sein. Li Kunwu wurde 1955 in eine kommunistische Familie geboren, also gerade sechs Jahre nachdem Mao mit seinen AnhängerInnen die Macht in China erobern konnte.

Yaşar Kemal: Auch die Vögel sind fort

Unionsverlag, Zürich 2013, Erzählung, 156 Seiten, gebunden, € 12,95

„Ich denke, dass jede Chronik von Istanbul wertlos ist, wenn ihr Verfasser nichts von Floryas Vögeln und ihren Fängern berichten. Schade um ihre Mühe! Ist das Glück von Abermillionen Vögeln, freigelassen im Laufe der Jahrhunderte vor Kirchen, Synagogen und Moscheen, und das Glück der Menschen darüber nicht ein Abenteuer, über das man berichten muß?“

Carlos Sampayo, José Muñoz: Carlos Gardel – Die Stimme Argentiniens

Reprodukt, Graphic Novel, Berlin Juli 2013, 127 Seiten, Großfromat, € 26,60

Carlos Gardel, der erste Superstar des Tangos, wurde quasi zum gemeinsamen Nenner der argentinischen Nation - ohne das sich diese Nation allerdings je darauf einigen konnte, was dieser Nenner tatsächlich beinhaltet. Der wohl beliebteste Literat des Landes, Osvaldo Soriano, meint einmal über Gardel: „Es ist nicht wichtig, was er war, wie er war. Entscheidend ist, was er ist: ein Vorrat an Träumen, Illusionen, Versprechen, Ressentiments. Er ist auch all das, was die Menschen aus ihm gemacht haben.“ und „Wie das Land Argentinien hat Carlos Gardel Schein und Geheimniskrämerei kultiviert.“

Roy Lewis: Edward – Wie ich zum Menschen wurde

Unionsverlag, Zürich 2013, 217 Seiten, Hardcover, € 15,40

Die Handlung von „Edward“ führt uns nach Ostafrika, allerdings in das östliche Afrika um ca. 9,650 Millionen Jahren vor unserer Zeitrechnung. Das Ende des Pleistozäns also, eine Zeit in der nicht nur Mammuts und Säbelzahntiger leben, Riss, Günz, Mindel und Würm Nordeuropa abkühlen, sondern auch die Hominiden auftreten.

Andreas Böhm: Teuflische Schatten. Zwei Frauen gegen die Mara Salvatrucha

Horlemann Verlag, 2011, geb., 297 Seiten

Die 2011 erschienene biografische Erzählung „Teuflische Schatten. Zwei Frauen gegen die Mara Salvatrucha“ des Schweizer Journalisten Andreas Böhm handelt von der Lebensrealität zweier Frauen in einem von Armut, Repression, Krieg und Straflosigkeit gebeutelten Land: Guatemala ...

Kiran Nagarkar: Die Statisten

Roman. Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini. A1 Verlag, München 2012, 633 Seiten, € 28,80

Bombay Ende der 60er: Musik, Hindi-Filme & natürlich Liebe dominieren die Fantasie der Heranwachsenden. Allerdings meldet sich auch die nüchterne Realität kräftig zu Wort.

James Palmer: Der blutige weiße Baron

Die Andere Bibliothek/Eichborn, Frankfurt am Main, 379 S., geb.

Es ist wenig bekannt, dass der letzte mongolische Khan ein geborener Grazer war. Allerdings erinnert man sich in der Mongolei auch heute noch seiner unbeschreiblichen Grausamkeit, die er als überzeugter Antisemit, Antikommunist und Anhänger des kriegerischen Buddhismus vertrat und lebte.

Stephen Corry: Tribal peoples for tomorrow’s world

Freeman Press Verlag, Alcester 2011, 303 Seiten, ISBN 9781447424130

Eine Rezension von Sandra Schildhauer

Von Träumen verfolgt, von der Fantasie getrieben

Manchmal kommt einem die Vergangenheit wie ein Traum vor. Erinnerungen verwischen, gehen über in Vorstellungen, wie es gewesen sein könnte und wie es war doch nie war. Das Thema der Erinnerung und Aufarbeitung der Vergangenheit steht im Vordergrund des Romans „Hinter dem Paradies“ von Mansura Eseddin.

Skizzen einer Gesellschaftsutopie

Der Mitbegründer von Attac-Österreich, Christian Felber, hat sich mit der „Gemeinwohl-Ökonomie“ das ganz und gar unbescheidenes Ziel gesteckt, „dem notorischen Diskussions-Dilemma ‚Wer gegen den Kapitalismus ist, ist für den Kommunismus’ zu entrinnen und eine konkrete Systemalternative vorzulegen“. Auf knapp über 150 Seiten skizziert er – wie es im Untertitel heißt – „Das Wirtschaftsmodell der Zukunft“.

Ein inneres Protokoll eines Ab- und Aufbruchs

Der autobiografische Roman "Honigmann" von Elisabeth Karamat als Reflexion über das Sein und seine unterschiedlichen Prägungen in den Kulturen.

Zu-Flucht

In ihrem neuen Buch widmet sich die Journalistin Susanne Scholl der Situation von Asylwerbenden in Österreich. Geschichten von Flüchtlingen ergänzt sie mit ihrer eigenen Erfahrung in Bezug auf den Umgang mit dem Asylrecht in Österreich.

Nizami: Leila und Madschnun (Hörbuch)

Stimme: Anne Bennent/Musik: Otto Lechner & Ensemble; 2 CDs; Mandelbaum Verlag und Extraplatte + 1 Extra-*chen.

Nonnen einmal anders

Wer an ein Klosterleben denkt, hat häufig eine antiquierte Vorstellung, die ein freudloses, schweres Leben beinhaltet, das mit zahlreichen Opfern verbunden ist. Mit dem Buch „Lachen und Beten. Nonnen im Himalaya“ muss man sich jedoch von diesem Klischee Schritt für Schritt verabschieden.

Integration: Ein Begriff mit verschiedenen Bedeutungen

Integration ist zur Zeit in aller Munde, doch wer weiß wirklich, was das ist, welche Rahmenbedingungen gebraucht werden und wie der Arbeitsmarkt damit umgeht? In diesem Band setzen sich 15 AutorInnen wissenschaftlich mit dem Themenbereich auseinander.

Tears to Energy

Theater in Afghanistan – wie kann, wie soll das funktionieren in diesem Land? In einem Land, das sich, je nach Betrachtungsweise, seit 10 Jahren, seit 30 Jahren oder seit über hundert Jahren, seit dem ersten britisch-afghanischen Krieg 1839, mehr oder minder dauerhaft im Krieg befindet, in einem Krieg, der auch als Krieg gegen die Vorstellungen und Kolonialansprüche der westlichen Welt beschrieben werden könnte.

Protest und seine Ausdrucksformen

Was eigentlich ist Guerilla Gardening, wie klingt eine Cacerolada oder wer macht Radical Cheerleading? Wie wird man zu einem rebellischen Clown und was bedeutet „Torten“? Antworten auf diese Fragen findet man in diesem Protest-Handbuch.

Selbstbedienungsladen Landwirtschaft

Der Vorarlberger Fruchtsafthersteller Rauch ist mit Abstand der größte Empfänger von Agrarsubventionen in Österreich. 9,5 Millionen Euro hat das Unternehmen 2008 dafür bekommen, dass es Zucker aus der EU verwendet, um damit u.a. den Energie-Drink Red Bull abzufüllen. Gleich sechs der zehn reichsten Österreicher (unter ihnen Red-Bull-Eigentümer Dietrich Matschitz, Julius Meinl V., VW-Miteigentümer Hans Michael Piech) bekommen für ihre Ländereien fünf- bis sechsstellige Eurobeträge überwiesen. Kurioserweise lautet die offizielle Begründung auch bei diesen Multimillionären „Gewährleistung eines stabilen Einkommens“.

"Widerstand im Netz"

Der an der Universität Klagenfurt lehrende Sozial- und Medienwissenschaftler Rainer Winter beschäftigt sich mit der Demokratisierung im Internet. Er untersucht, wie transnationale zivilgesellschaftliche Netzwerke entstehen. Eines dieser thematisierten Netzwerke ist die OneWorld.

"Neues Afrikanisches Kino": Ein Glücksfall

Die (west)afrikanische Filmproduktion ist die jüngste in der Filmgeschichte. Wichtige Impulsen kamen etwa vom senegalesischen Regisseur Ousmane Sèmbene oder durch das Konzept der Négritude u.a. von Léopold Sédar Senghor. Mittlerweile stellt das panafrikanische Festival FESPACO in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, einen wichtigen Fixpunkt in der Filmbranche dar.