Der Vielfalt von Land und Leuten Rechnung tragen

„Tschetschenien und Tschetschenen in Österreich“ heißt der treffende Untertitel des 2009 erschienenen Sammelbandes „Dem Krieg entkommen?“, der von Herwig Schinnerl und Thomas Schmiedinger herausgegeben wurde.

Frauenrechte und Globalisierung

„Gleich, gleicher, ungleich - Paradoxien und Perspektiven von Frauenrechten in der Globalisierung“ von Christa Wichterich gibt einen sehr guten Überblick über die Globalisierung aus feministischer Perspektive. Für ExpertInnen bzw. Menschen, die mit der Gender Thematik vertraut sind, zählt dieses Werk sicher zur Pflichtlektüre, für Gender-„AnfängerInnen“ ist das Buch eine ziemlich schwere Kost.

"Ende der Märchenstunde"

Eine neue gesellschaftliche Gruppe - die Lohas - beschäftigt die Journalistin Kathrin Hartmann. Menschen, die sich durch ethisches Konsumverhalten auszeichnen wollen. Doch Hartmann befürchtet, dass die Lohas nur ihrem eigenen Egoismus fröhnen und sich ein gutes Gewissen erkaufen. Eine Auseinandersetzung mit der Idee, dass Konsumverhalten die Welt verändern kann.

Johnny Lamprecht: Afrika bewegt uns

Mit Bewegungsspielen, Spielliedern und Tänzen für Kinder; Verlag Ökotopie, Münster 2009. Von Afrika lernen heißt, sich bewegen lernen, meint der Trommelpädagoge Johnny Lamprecht. Auf seinen über 80 Reisen quer durch den Kontinent Afrika hat er viele Bewegungsspiele, Tanz- und Spiellieder gesammelt und einen Teil davon in diesem Buch aufbereitet.

Peak Soil: Die globale Jagd nach Land

Land wird immer mehr zur heiß begehrten Ressource. Agrarkonzerne, Finanzinvestoren und Regierungen liefern sich ein heißes Rennen bei der globalen Erwerbung von Land. Thomas Fritz über die Triebkräfte der Ausbeutung unserer Erde und die Folgen für Milliarden von Menschen.

AliRiza Kemera-Asmện: Domane Asmện - Kinder des Himmels

Der Autor AliRiza Kemera-Asmên hat in diesem Buch seine Erinnerungen an seine Kindheit in Kurdistan, seine Familie, die Unterdrückung und seine Vertreibung niedergeschrieben.
AliRiza Kemera-Asmên musste als Bub mit Mutter und Geschwistern aus seinem Heimatdorf in den Bergen von Dersim in die Stadt umziehen, musste vom Leben in und mit der Natur Abschied nehmen. Armut, vorher unbekannt, war die Folge, aber auch neue Erfahrungen, ein neuer Blick in die Welt.

ManuEla Ritz: Die Farbe meiner Haut – Die Antirassismustrainerin erzählt

Oberflächtlich betrachtet scheint die Tatsache, dass die Haut der Autorin etwas mehr Melanin aufweist als die der meisten Leute in ihrer Umgebung wohl kaum buchfüllend, doch wird eben diese dunklere Haut immer wieder als Projektionsfläche für rassistische Äußerungen und Diskriminierung genutzt. Und so ist dieses Buch ein autobiografischer Bericht über das Leben einer Schwarzen Frau im Weißen Deutschland, die sich bewusst mit der Diskriminierung und dem Alltagsrassismus auseinandersetzt.

Finanzkrise ist „Salamikrise“

Peter Wahl beschreibt in seinem Buch „Entwaffnet die Märkte!“ detailliert, welche Finanzinstrumente die Krise verursachten bzw. verstärkten und welche Unzulänglichkeiten es bei der Beaufsichtigung und Kontrolle der Finanzmärkte gibt.

Terry Pratchett: Eine Insel

ISBN: 978-3442546558
Manhatten Verlag, 448 Seiten
Ab und an sollte man sich nebst schwerer Kost auch einmal etwas Belletristik gönnen und was läge näher als zum neuen Pratchett zu greifen. Kaum ein Zweiter versteht es so gekonnt Fakt mit Fiktion zu vermengen und unter der Zugabe von einer Priese Zynismus das Ganze in eine fesselnde Geschichte zu verpacken.

„Der Hass auf den Westen“

Jean Ziegler gilt als ein scharfzüngiger Globalisierungskritiker, der unermüdlich Unterdrückung, Elend, Menschenverachtung, Ausbeutung und Arroganz der westlichen Reichen als „mörderische Weltordnung“ beschreibt. Auch in seinem neuen Buch „Der Hass auf den Westen. Wie sich die armen Völker gegen den wirtschaftlichen Weltkrieg wehren“ nimmt er sich kein Blatt vor dem Mund und konfrontiert den Leser/die Leserin mit aufschlussreichen, erschütternden Begebenheiten des erbarmungslosen Handelns des Westens.

„In Reichtum geboren...“

... bedeutet der Name „Adesuwa“. Auf den ersten Blick mag das wie ein Segen wirken, doch für die junge Adesuwa spiegelt dieser Name auf sehr höhnische Weise ihr Leben wider. Von einer Juju-Priesterin als „Ogbanje“, als eine Wassergöttin identifiziert, ist sie fortan für den Wohlstand ihrer Familie verantwortlich. Denn Ogbanjes gelten als Garant für Reichtum und Glück – allerdings nur, wenn sie sich zu ihrer religiösen Identität bekennen.

Zur EU-Wahl: Europa, wie es werden sollte

Die Beiträge dieses visionären Europabuches sind zum größeren Teil als Rückblicke aus einer fernen Zukunft geschrieben. Sie spielen 2030 oder 2050 und längst ist Europa demokratisch und sozial, es ist ökologisch nachhaltig gestaltet, geschlechtergerecht, der öffentliche Verkehr funktioniert, der Handel mit den Ländern des Südens ist fair und an jeder europäischen Universität studieren (zumindest) 20 Prozent AfrikanerInnen.

Gemeingüter – eine Antwort auf die Krise

Es ist eines der zentralen neoliberalen Dogmen, wonach Privat immer besser sei als Staat. Was sich in den letzten zwei, drei Jahrzehnten abgespielt hat, kann getrost als Gehirnwäsche bezeichnet werden, weltweit wurden zeitgleich unschätzbare Werte aus öffentlichen in private Hände verschoben. Fast ist dabei in Vergessenheit geraten, dass es neben privatem und staatlichem Eigentum auch Gemeingüter gab/gibt, die ihren NutzerInnen gehören.

Zhu Xiao-Mei: Von Mao zu Bach

Die Konzertpianistin Zhu Xiao-Mei schildert hier ihr Heranwachsen nach der Revolution in China unter Mao. Trotzdem sie glühende Anhängerin Maos war, erlebte sie zahlreiche Schikanen, da sie aus einer (klein-)bürgerlichen Familie kam. Zhu Xiao-Mei war Musikstudentin, als die so genannte „Kulturrevolution“ stattfand. Sie selbst war eines der unzähligen Rädchen, die den damaligen Terror, blind vor und verblödet durch lauter Ideale, stützte.