Leo Hickman: Und Tschüss! Was wir anrichten, wenn´s uns in die Ferne zieht

Pendo Verlag, München und Zürich, 2008. 420 Seiten.
Aus dem Englischen übertragen von Marion Hertle

Leo Hickman nimmt uns in diesem Buch wie in einem „globalen Reisetagebuch“ in beliebte Reisedestinationen mit und erforscht die Hintergründe und Auswirkungen der Tourismusindustrie. In vielen Gesprächen mit BewohnerInnen, Hotelangestellten, AktivistInnen, Reiseagenturen, ÖkologInnen u.a. sammelt er Fakten rund um soziale, ökologische und ökonomische Vor- und Nachteile, die das Reisen mit sich bringen.

Aravind Adiga: Der weiße Tiger

C.H. Beck 2008, München. 319 Seiten

In seinem Erstlingswerk „Der weiße Tiger“ übt Aravind Adiga schonungslos Kritik an seiner Heimat Indien. Der Roman wurde mit dem „Booker Award 2008“ ausgezeichnet.

Afrika als soziales und kulturelles Vorbild

Das Buchcover ist Programm: Ein alter Schwarzer, schallend lachend, in Händen einen Riesenkürbis. Selbst der Hintergrund passt nicht ins Afrika-Klischee: ein üppiges Feld und grüne Sträucher. Mit überbordendem Enthusiasmus präsentieren die beiden deutschen Soziologen Reimer Gronemeyer und Matthias Rompel ihr Anliegen, uns ein anderes Afrika-Bild zu vermitteln.

Mary Kreutzer & Corinna Milborn: Ware Frau

Auf den Spuren moderner Sklaverei von Afrika nach Europa
Ecowin-Verlag. Salzburg 2008. 240 S.; 19,95 EUR

Autorin: Alicia Allgäuer

Dunja Larise / Thomas Schmidinger: Zwischen Gottesstaat und Demokratie.

Handbuch des politischen Islam

Zsolnay Verlag, Wien 2008, 320 Seiten, € 20,50

Thomas Schmidinger (Hg.): Vom selben Schlag

Migration und Integration im niederösterreichischen Industrieviertel
Verein Alltag Verlag, Wien 2008, 405 Seiten, Preis: €19,90

Von Lars Dietrich

Le Monde diplomatique (Hg.): Atlas der Globalisierung spezial: Klima

taz-Verlag, 2008

Der erste Teil des Buches befasst sich anschaulich und übersichtlich mit der Vielfalt der Themen, die im Zusammenhang mit Klima stehen. Da geht es unter anderem natürlich um den Klimawandel, dessen Ursachen und Auswirkungen, Transportwege und Flächenfraß, Industrie und Landwirtschaft, Zugang zu Wasser und Hochseefischerei.

Baby Halder: Kein ganz gewöhnliches Leben

Draupadi Verlag. Ein Verlag für Indien. Heidelberg 2008
Aus dem Englischen übertragen von Annemarie Hafner

Baby Halder hat ein eindrucksvolles Buch geschrieben über ihre Kindheit und Jugend: mit vier Jahren von der Mutter verlassen, vom Vater immer wieder misshandelt, mit dreizehn Jahren mit einem doppelt so alten Mann verheiratet, der sie mehrfach fast zu Tode prügelt und missbraucht.

Klaus Füsser: Bin ich eine Klimasau?

Klimaschützen und damit besser leben
Riemann Verlag, 2008, München

„Wer will das nicht, gut leben, Geld sparen und dabei noch die Umwelt schützen?“, so beginnt das vorliegende Buch.

Galsan Tschinag: Das Menschenwild

Eine Erzählung aus dem Altai
Insel Verlag Frankfurt am Main und Leipzig 2008

Der „Gijik“, das legendäre Menschenwild, dicht behaart, mit einer primitiven Sprache versehen, raubt die junge Tuwa Hünej, eine Tochter aus wohlhabendem Hause und verschleppt sie in die einsame Weite des Altai-Gebirges.
Das ungleiche Paar kommt sich in der Isolation der Bergwelt näher.

OneWorldBooks - unsere aktuelle Buchempfehlung

Uzodinma Iweala Du sollst Bestie sein! Ammann Verlag, Zürich 2008; 157 Seiten; € 19,50 (Übersetzer: Marcus Ingendaay)

André Boesberg: Den Taliban entkommen

Nach der wahren Geschichte von Sohail Wahedi

Aus dem Niederländischen von Bettina Bach
Verlag Bloomsbury K&J, Berlin 2008

Thomas Kohrs, Anselm Grün: Ethisch Geld anlegen

ISBN: 978-3-89680-374-0
Vier-Türme-Verlag, 191 Seiten, Münsterschwarzach 2008
Nicht nur in Zeiten einer Wirtschaftskrise werden die Stimmen gegen ruchlose Machenschaften an internationalen Börsen laut. Der Handel mit Wertpapieren aller Art genießt generell einen zweifelhaften Ruf, da zum Beispiel hinter hoch verzinsten Papieren immer seltener reale Werte stehen. Vielerorts mangelt es allerdings einfach nur an Wissen um diverse Entwicklungen nachzuvollziehen und zu beurteilen.

Zwischen Ausbeutung und Emanzipation

„Im Gespräch mit uns erwähnt Hui immer wieder diese Freiheit, die sie empfindet, wenn sie zum Arbeiten fortgeht. Ohne die Kontrolle durch den Vater kann sie so leben, wie es ihr passt.“
Hui ist eine jener Wanderarbeiterinnen, eine „dagongmei“, die vom Chinesischen Land in Industriestädte wie Shenzhen kamen und hier von Pun Ngai und Li Wanwei interviewt worden sind. Daraus ist ein berührendes und informatives Buch geworden.