Einsatz für Kinderrechte in Peru

Ausbeuterische Kinderarbeit stellt eine der schwersten Kinderrechtsverletzungen dar. Im Norden Perus müssen viele Kinder arbeiten, schuften in einer von rund 50 Ziegeleien im weitläufigen Tal außerhalb der Stadt Cajamarca.

© Kindernothilfe Österreich

© Kindernothilfe Österreich

Zum Tag der Kinderrechte am 20. November fordert die Kindernothilfe Österreich die Einhaltung der Kinderrechtskonvention – und verhilft den arbeitenden Buben und Mädchen in den Ziegeleien von Cajamarca zu einer Ausbildung und einem Leben abseits der Ausbeutung. In Workshops lernen sie ihre Rechte und Möglichkeiten kennen und einzufordern.

Die Kindernothilfe und ihr lokaler Projektpartner IINCAP (Instituto de Investigación y Capacitación y Promoción „Jorge Basadre“) stehen den arbeitenden Kindern im Norden Perus schon seit Jahren zur Seite. Aber: Die Arbeitslosigkeit und damit die Armut sind ebenso groß wie die Verzweiflung der Eltern. „Die Kinder in den Ziegeleien verrichten Arbeiten in ihren schlimmsten Formen, es ist eine unwürdige Arbeit“, sagt Antonieta Torrel Rabanal, Sozialarbeiterin von IINCAP. Um dieses Elend zu beenden, weist die Organisation den Familien gleich mehrere Wege, ihr Einkommen zu erhöhen: IINCAP bietet Müttern Schulungen, sie erhalten Kredite für eine kleine Unternehmensgründung oder können beispielsweise in der eigens eingerichteten Backstube mitarbeiten. Damit sinkt die Notwendigkeit, dass die Kinder weiterhin in den Ziegeleien schuften müssen. Das Kindernothilfe-Projekt finanziert auch zahlreichen arbeitenden Kindern rund um Cajamarca die Schulbücher und -uniformen, übernimmt Examensgebühren und erteilt kostenfreien Nachhilfeunterricht.

Viele Kinder und Jugendliche im Norden Perus haben es mit Hilfe von IINCAP und der Kindernothilfe geschafft, eine Ausbildung zu machen – und halten nun selbst Workshops zum Thema Kinderrechte ab. Hier geht es darum, die eigenen Rechte kennenzulernen. Und: Spielerisch lernen die Kinder, wie sie ihre Rechte auch einfordern können.

Quelle: Aussendung Kindernothilfe Österreich, 17. November 2016

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