LICHT FÜR DIE WELT fordert Verdoppelung des Auslandskatastrophenfonds

Mehr Mittel für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit in Hungerkrise nötig

www.pixabay.com

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Nach der sehr erfreulichen Ankündigung von Bundesminister Sebastian Kurz fünf Millionen aus dem Katastrophenfonds für die humanitäre Hilfe zur Verfügung zu stellen appelliert LICHT FÜR DIE WELT an Kurz und die österreichische Bundesregierung ihr Engagement zu Friedenssicherung, Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit weiter zu verstärken. „Angesichts der Hungerkrise in Afrika soll der Auslandskatastrophenfonds in derzeitiger Höhe von 20 Millionen Euro für 2018 zumindest auf 40 Millionen verdoppelt werden“, fordert LICHT FÜR DIE WELT Geschäftsführerin Johanna Mang. Österreich muss 2018 in seiner EU-Ratspräsidentschaft hier eine Vorreiterrolle in der EU übernehmen.

Der Auslandskatastrophenfonds der österreichischen Bundesregierung ist bestens eingesetzt, wenn die für 2017 vorgesehenen Mittel nun rasch und zielgerichtet vor Ort ankommen, wie Minister Kurz dies am gestrigen Sonntag ankündigte. In Ostafrika und der Sahelzone braucht es neben den aktuellen Hilfsprojekten ein längerfristiges Engagement der internationalen Staatengemeinschaft und der NGOs. „LICHT FÜR DIE WELT setzt seinen Fokus auf Menschen mit Behinderungen, da diese Menschen in der Krise zu den am meisten verwundbaren Personengruppen gehören. Sehr häufig sind sie von den Hilfsleistungen ausgeschlossen“, so Johanna Mang.

So hat LICHT FÜR DIE WELT im Südsudan in den Lagern für Binnenflüchtlinge, Mahad und Gumbo, nun eine barrierefreie Essensausgabe und sanitäre Anlagen ermöglicht. Basis für alle Aktivitäten ist die Erfassung aller Menschen mit Behinderungen bei der Aufnahme – um dann auch die medizinische Versorgung und Rehabilitation zu ermöglichen. Gemeinsam mit lokalen Partnern unterstützen wir außerdem zehntausende blinde, sehbehinderte und anders behinderte Menschen im Südsudan in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Arbeit und Menschenrechte. Allein im letzten Jahr erreichten wir mit unserer Arbeit über 15.400 Menschen im Südsudan.

Die Krise in Ostafrika zeigt bereits jetzt ihre Folgen: Tausende Menschen müssen vor dem Krieg fliehen und Millionen Menschen hungern. Kinder die nicht ausreichend Nahrung bekommen, erwerben oftmals z.B. durch die Folgen von Vitamin-A Mangel eine lebenslange Behinderung. Humanitäre Hilfe und langfristige Entwicklungszusammenarbeit sind daher in Ländern wie Uganda, Südsudan, Äthiopien und in allen anderen Ländern, die von der Hungerkrise bedroht sind, unumgänglich.

Quelle: Presseausssendung, Licht für die Welt, Juli 2017

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