Verantwortungsloses Verhalten transnationaler Konzerne

Verschmutzung von Trink- und Grundwasser durch Bergbau-Unternehmen, Steuer- und Abgabenvermeidung durch illegale Gold-Exporte und Förderung von Bodenschätzen in Naturschutzgebieten sind nur einige Bespiele vom verantwortungslosen Verhalten transnationaler Konzerne in Bolivien.

© dka / Wasserbauer

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Marco Gandarillas, Direktor des Zentrums für Dokumentation und Information Bolivien (CEDIB) prangert immer wieder das verantwortungslose Verhalten transnationaler Konzerne sowie politische Entscheidungen, um deren Interessen zu bedienen, an. Ziel von CEDIB ist die Förderung von politischer Partizipation sowie sozialen und politischen Veränderungsprozessen durch Forschungs- und Informationsarbeit. Auf Einladung der Dreikönigsaktion besucht Marco Gandarillas Österreich und berichtet über seine Arbeit.

Am kommenden Montag, 23.10. werden in Genf die Verhandlungen für ein verbindliches UN-Abkommen zur Verantwortung von Konzernen in Genf fortgesetzt. Der UN-Prozess zur spezifischen menschenrechtlichen Verantwortung von (transnationalen) Konzernen wurde 2014 von Ecuador und Südafrika im UN-Menschenrechtsrat initiiert. Durch eine Resolution wurde ein zwischenstaatliche Arbeitsgruppe eingesetzt, die auf ein rechtsverbindliches Abkommen erarbeiten soll, um Menschenrechtsvergehen zu verhindern und Betroffenen im Schadenfall Zugang zu Rechtsmitteln zu verschaffen. Anfang Oktober wurden erste Elemente, die ein solches Abkommen beinhalten soll, zur Diskussion vorgelegt.

Ein NGO-Bündnis ruft derzeit mit einer Online-Petition die aktuelle und zukünftige österreichische Bunderegierung auf, sich aktiv und konstruktiv in den UN-Prozess für ein Konzern-Abkommen einzubringen

Quelle: Aussendung Dreikönigsaktion, 17. Oktober 2017

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