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WIDE & vidc: Wer (ver-)sorgt in Zeiten der Krise? Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstraße
13, 1090 Wien Podiumsdiskussion mit: Begrüßung: Renate Semler,
vidc Eine Veranstaltung von WIDE und vidc Hintergrund Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise hat – zumindest kurzfristig - das vorherrschende Wirtschaften, das auf Wachstum und Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, in Frage gestellt. Feministische Kritik fordert schon seit langem ein Umdenken, weil die Basis des Wirtschaftens vor allem auf dem Prinzip der Sorge (Care) beruhen sollte. Wenn dies ernst genommen wird, muss sich Wirtschaften von Grund auf verändern und erneuern und von einem „sorglosen zu einem sorgsamen Wirtschaften“ werden! (Uta von Wintersfeld). Der Begriff der Care-Ökonomie bezieht sich auf die Frage, wie eine Gesellschaft die alltägliche Versorgung für ihre Mitglieder organisiert. Stärker als jedes andere Wirtschafts- und Arbeitsfeld ist die Care-Ökonomie, also die Ökonomie des (Ver-)Sorgens und Pflegens, von asymmetrischen Geschlechterverhältnissen geprägt. Drei Viertel der Frauen weltweit leisten diese Versorgungsarbeit (Care-Arbeit), zu Hause und auf dem globalen Arbeitsmarkt. Mehrheitlich ist die Care-Arbeit unbezahlt, jedoch zeigt eine Studie des UNO-Forschungsinstitutes UNRISD, dass die bezahlte Versorgungsarbeit die am schnellsten wachsende Wirtschaftsbranche und im Zusammenhang mit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ein brisantes Thema ist. Obwohl Care-Ökonomie einer der bedeutendsten Wirtschaftssektoren ist, wird sie vorwiegend als Kostenproblem angesehen. Nicht zufällig stehen die kritische Analyse der geschlechtsspezifischen Verteilung und Bewertung von Arbeit sowie die Entwicklung alternativer ökonomischer Konzeptionen von Wohlfahrt, Arbeit und Zeitökonomie und den damit verbundenen sozialen Beziehungen und Institutionen seit den 1970er Jahren im Zentrum feministischer Forschung, Theoriebildung und Politik. >> Einladung als pdf (inkl. Information zu den Referentinnen) Eine gemeinsame Veranstaltung von vidc und WIDE – Netzwerk Women in Development Europe in Kooperation mit der AK-Wien, Abteilung Frauen - Familie. In Kooperation mit: |
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