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Presseinformation:
BUDGET KILLS

WIDE kritisiert "Stufenplan zum Abbau der Entwicklungszusammen-arbeit"


Demonstration: Kein Sparen bei Kindern, Jugend, Familien am 27.11., Wien

Video:
http://www.youtube.com/watch?v=VcpJBOxJfZw

(29.11.2010) Die massiven, völlig überproportionalen Sparmaßnahmen, die vom Außenministerium im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit angesetzt werden, treffen jene, die die internationale Solidarität am dringendsten brauchen, am härtesten: Frauen in Ländern des Südens und jene sozial Schwächsten die mit weniger als 1,25 US$ (1 Euro) am Tag überleben müssen. Das entwicklungspolitische Frauennetzwerk WIDE warnt seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise davor, die gestiegenen Budgetbelastungen auf Kosten der sozial Schwächsten – und damit auch auf dem Rücken der Frauen – zu sanieren. Genau das passiert jetzt trotz vieler gegenteiliger Beteuerungen doch. „Das ist ein Stufenplan zum Abbau der Entwicklungszusammenarbeit. Hier den Sparstift anzusetzen, ist perspektiv- und verantwortungslos“, kritisiert WIDE Obfrau Eva Klawatsch-Treitl.

Wir nehmen dieses Sparbudget nicht hin!

WIDE fordert die österreichische Regierung und alle Abgeordneten eindringlich auf, die geplanten Kürzungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zurückzunehmen!

„Wenn es nicht gelingt, die Kürzung der Entwicklungszusammenarbeit abzuwenden und einen machbaren Plan zur Finanzierung von Maßnahmen der Armutsbekämpfung, Abfederung des Klimawandels, Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit, Kampf gegen HIV/AIDS und zur Gleichstellung der Frauen vorzulegen, verliert Österreich jede Glaubwürdigkeit und zerstört langjährige Aufbauarbeit“, betont Eva Klawatsch-Treitl (WIDE). „Österreich klinkt sich damit völlig aus seiner internationalen Verantwortung für einen angemessenen Beitrag zu globaler sozialer Gerechtigkeit aus.“

Unter dem Motto „BUDGET KILLS“ hat WIDE auf der von 113 Organisationen (www.zukunftsbudget.at) getragenen Demonstration „Kein Sparen bei Kindern, Jugend und Familien“ am Samstag gegen die massive Kürzung der Entwicklungszusammenarbeit protestiert. Dieses Sparpaket trifft Kinder, Jugend, Frauen und Familien – in Österreich und den ärmsten Ländern der Welt.

Überproportionale Einsparungen bei EZA

Gemäß dem Budgetentwurf wird das Budget der Austrian Development Agency (ADA) von derzeit 98 Mio. EUR auf 65 Mio. bis 2014 gekürzt, das bedeutet fast nur mehr halb so viel finanzielle Mittel wie bei Gründung der ADA. Diese wurde 2004 ins Leben gerufen, um verstärkt EZA-Mittel im Sinne des EZA-Gesetzes mit Schwerpunkt auf Armutsbekämpfung, Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie Umweltschutz umzusetzen. Frauenförderung und Gender Mainstreaming kommt gerade in diesem Bereich ein wichtiger Stellenwert zu.

Auch die geplanten massiven Kürzungen bei den freiwilligen Beiträgen Österreichs zu den internationalen Organisationen – um 13 Mio. bis 2014 bei derzeit 20 Mio. Euro durch das Außenministerium – treffen die Falschen: So kann weder die neu geschaffene „UN Women“-Agentur mitgetragen werden, die ins Leben gerufen wurde, um die Gleichstellung von Frauen 15 Jahre nach der letzten Weltfrauenkonferenz von Peking endlich weiterzubringen, noch werden die enorm wichtigen frauenpolitischen Anstrengungen zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele, welche UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon im September angekündigt hat und die einen Finanzierungsbedarf von 40 Mrd. US$ (30 Mrd. Euro) mit sich bringen, mitgetragen. Von Kürzungen verschont bleiben hingegen die Mittel für die internationalen Finanzinstitutionen sowie für UN-Militäreinsätze.

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Copyright: WIDE/ Doris Mayer

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Rückfragen:
WIDE-Netzwerk, Währingerstr. 2-4/22, 1090 Wien, Tel: 317 40 31

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